Prozessauftakt

Nichten und Neffe missbraucht? Angeklagter gesteht

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Der geständige Angeklagte Peter B. (r.) mit seinem Verteidiger.

Passau - Ein 47-jähriger Niederbayer hat zugegeben, seine beiden minderjährigen Nichten und seinen Großneffen über mehrere Jahre sexuell missbraucht zu haben. Nicht seine erste Verurteilung.

Immer wieder verging sich  Peter B. an seinem Neffen und den beiden Nichten. Jetzt steht er erneut vor Gericht. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs in zwölf Fällen, Missbrauchs in zehn Fällen und 14 sexuellen Handlungen an Minderjährigen muss sich der Mann seit Dienstag vor dem Landgericht Passau verantworten. „Ich räume alle Taten ein, ich möchte keine Aussagen der Opfer. Ich möchten ihnen kein weiteres Leid zufügen“, sagte der Angeklagte zum Prozessbeginn. Zudem hatten die Ermittler bei ihm mehr als 1000 kinderpornografische Bilder und Filme sichergestellt.

1998 schon einmal wegen Missbrauchs verurteilt

Bereits 1998 war der Mann wegen Missbrauchs von Kindern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Laut Anklage hatten trotzdem zwei seiner Schwestern erlaubt, dass deren Töchter bei dem Onkel übernachten durften. Nachts war es dann es zu den Übergriffen gekommen. Die Mädchen waren zu Beginn der Taten 2001 neun Jahre alt.

Den Großneffen missbrauchte der Angeklagte im eigenen Elternhaus, in das der Mann nach Jahren wieder eingezogen war. Der Bub hatte sich im vergangenen Jahr seinen Eltern anvertraut. Im September wurde der 47-Jährige verhaftet und befindet sich seit Oktober in der Psychiatrie.

Der Prozess wird an diesem Donnerstag fortgesetzt, das Urteil könnte am 19. März gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft strebt eine dauerhafte Unterbringung des Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik an.

dpa, lby

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