Waffenskandal: BGL betroffen?

Bad Reichenhall - Im Zusammenhang mit dem Waffenskandal am Landratsamt Altötting soll auch das Landratsamt Berchtesgadener Land in illegale Aktivitäten des Altöttinger Sachbearbeiters verstrickt sein.

Aufgrund einer Änderung des Waffengesetzes zum 25.7.2009 müssen die Besitzer erlaubnispflichtiger Schusswaffen und Munition die zur sicheren Aufbewahrung getroffenen Maßnahmen nachweisen. Wer diese Nachweise nicht erbringen kann, muss entweder die Waffe bei einer Waffenbehörde oder Polizeidienststelle abgeben, sie unbrauchbar machen oder an einen Berechtigten abgeben. Gleichzeitig gab der Gesetzgeber den Besitzern illegaler Waffen und Munition mit einer Amnestieregelung die Gelegenheit, diese Gegenstände bis 31.12.2009 straffrei am Landratsamt abzugeben.

Mit den freiwillig abgegebenen Waffen kann die Behörde im Rahmen ihres Ermessens verfahren, sie also an Berechtigte überlassen oder zur Verwertung an das Bayerische Landeskriminalamt abgeben. Seit Ende letzten Jahres ist das Landeskriminalamt wegen Umbauarbeiten nicht mehr in der Lage, die Vielzahl der abgegebenen Waffen zu verwerten. Die Waffen werden daher in regelmäßigen Abständen unter Aufsicht der Behörde durch einen privaten Unternehmer vernichtet. Ob und inwieweit im Berchtesgadener Land Waffen anderweitig an Berechtigte überlassen wurden, wird derzeit geprüft.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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