Irre Jagdszenen auf der A8

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Bad Aibling/Oberhaching - Schier unglaubliche Szenen spielten sich am Dienstag auf der A8 ab. Auslöser war ein simples Bremsmanöver, in dessen Folge zwei französische Audi-Fahrer völlig durchdrehten:

Am Dienstag, 28.08.2012, gegen 12.30 Uhr, erreichte die Autobahnpolizei Holzkirchen ein Notruf eines Verkehrsteilnehmers, der auf der A8 im Bereich Weyarn Richtung München fuhr. Der 43-jährige Volvofahrer aus München wurde von zwei Audi-Fahrern, einem 29-jährigen und einem 32-jährigen Franzosen, massiv bedrängt.

Auslöser für diese Tat war offensichtlich ein vorausgegangenes Bremsmanöver des Volvofahrers. Im Bereich Bad Aibling musste der Volvofahrer auf der linken Spur in Richtung München eine Vollbremsung machen, da auf der rechten Spur ein Lkw beim Fahrstreifenwechsel offensichtlich einen auf der mittleren Spur fahrenden Kleinwagen übersah und dieser Kleinwagen deshalb ein Ausweich- und Bremsmänover auf den linken Fahrstreifen durchführte. Um einen Auffahrunfall in dieser Situation zu vermeiden, hat der Volvofahrer äußerst schnell reagiert und durch seine Vollbremsung einen Unfall vermieden.

Bei 180 Sachen rechts überholt

Zu diesem Zeitpunkt fuhren die beiden französischen Audi (A3 und A6) offenbar auf der linken Spur hinter dem Volvo und wurden ebenfalls zu einer Gefahrbremsung gezwungen. Dadurch gerieten die beiden Franzosen derart in Rage, dass sie den 43-jährigen Münchner mit beiden Fahrzeugen bei hoher Geschwindigkeit (etwa 180 km/h) rechts überholten, dann unmittelbar vor ihm einscherten und ihn auf gefährliche Weise ausbremsten. Im weiteren Verlauf wurde der Münchner noch mehrmals ausgebremst und von den beiden Audifahrer in die Zange genommen.

Mit dem Oberkörper aus dem Schiebedach

Doch das war längst noch nicht alles: Der Beifahrer des A6 ging sogar soweit, dass er während der Fahrt aufstand, mit dem Oberkörper durch das Schiebedach ragte und dabei während voller Fahrt unbekannte Gegenstände auf den Volvo des Münchners warf. Im Bereich Hofolding gingen die beiden Franzosen schließlich soweit, dass der A6 beschleunigte und anschließend auf dem Seitenstreifen anhielt, der Beifahrer ausstieg und durch sein Verhalten zu erkennen gab, dass er auf die Fahrbahn laufen wird.

Wahnsinnsfahrt endet erst in Oberhaching

Durch die Aufmerksamkeit aller anderen Verkehrsteilnehmer war die Geschwindigkeit auf der kompletten Richtungsfahrbahn München bereits auf unter 20 km/h gesunken. In dieser Situation wollte der Fahrer des Audi A3 den Volvo ausbremsen, während andere Verkehrsteilnehmer Brems- und Ausweichmanöver machen mussten, um einen Schadensfall zu vermeiden. Der Volvofahrer konnte durch eine Lücke nochmals ausweichen und so eventuellen Übergriffen durch die Franzosen entgehen. Er wurde allerdings abermals von den beiden Audis verfolgt. Die Fahrt ging am Autobahnkreuz München-Süd weiter auf die A995, bis die Streifenbesatzung der Autobahnpolizei Holzkirchen schließlich die Fahrzeuge an der Anschlussstelle Oberhaching stellen konnte. Einige Zeugen, die das Verhalten der Franzosen während der Fahrt von Bad Aibling bis zur Anschlussstelle Oberhaching beobachten konnten, stellten sich noch während der Kontrolle zur Verfügung.

Die beiden Audifahrer sowie der Beifahrer des A6 wurden vorläufig festgenommen und zur Autobahnpolizei Holzkirchen verbracht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München wurde bei den drei Männern eine Sicherheitsleistung von einigen tausend Euro beantragt und die Führerscheine wurden aufgrund der kriminellen Energie sichergestellt. Im Audi A3 befanden sich während der gesamten Aktion erschwerenderweise noch die Ehefrau und die beiden Kinder (1 und 8 Jahre) des Fahrers.

mw / Pressemeldung APS Holzkirchen

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser