Polizei-Zwischenbilanz zum Zug-Unglück in Bad Aibling

Behörden wollen heute dritte Blackbox finden

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Bad Aibling - Zwei Tage nach dem schrecklichen Zugunglück bei Bad Aibling gehen am Donnerstag am Unglücksort die schwierigen Bergungsarbeiten weiter.

+++ Alle Entwicklungen vom Donnerstag im Live Ticker +++

Die Behörden hoffen, dabei die dritte Blackbox zu finden. Das zehnte Todesopfer konnte gestern identifiziert werden, mehrere Schwerverletzte befinden sich noch in kritischem Zustand in Kliniken.

Mit Hilfe von zwei Spezialmaschinen sollen heute die Bergungsarbeiten am Unfallort vorangetrieben werden. Dabei ist höchste Vorsicht geboten, weil die ineinander verkeilten Zuggarnituren unter hoher Spannung stehen und Einsatzkräfte durch umherfliegende Teile gefährdet werden könnten. Die Bergungsarbeiten werden deshalb heute wohl nicht abgeschlossen werden können. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei hoffen aber, dass es gelingen wird, die noch fehlende Blackbox zu finden und sicherzustellen.

Am Mittwoch konnte das zehnte Todesopfer identifiziert werden: Es handelt sich um einen 38 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg). Nach aktuellem Stand sind daneben 21 Schwerverletzte bekannt und 62 leichtverletzte Menschen. Der Gesundheitszustand einiger Schwerverletzter ist nach wie vor ernst.

Im Polizeipräsidium Oberbayern Süd war nach dem Unglück ein Bürgertelefon eingerichtet worden. Fast 1.000 Anrufe zählten die Beamten in den vergangenen Tagen dabei. Ab dem Mittag, 12 Uhr, kann die Kriminalpolizei (08031 / 2000) wieder unter der bekannten Telefonnummer erreicht werden, das Bürgertelefon wird abgeschaltet.

Kräne in Bad Aibling einsatzbereit

Auch heute arbeiten wieder verschiedene Behörden unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein mit Hochdruck an der Klärung des Unglücks. So übernahmen Sachverständige des Eisenbahn-Bundesamts (EBA) die Auswertung der beiden bislang sichergestellten Blackboxen. Im Polizeipräsidiums Oberbayern Süd sind etwa 120 Polizeibeamte, davon allein etwa 50 Beamte im Bereich der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, in den Einsatz eingebunden. Abgesperrt wurde der Unglücksort vergangene Nacht wieder von mehr als 20 Bundespolizisten, außerdem stellt die Behörde mehrere Kriminaltechniker, die an den Ermittlungen zur Ursache mitarbeiten.

Die Notfallseelsorge Rosenheim bietet weiterhin ihre Hilfe an: Betroffene des Zugunglücks, vor allem also Fahrgäste aus den Unfallzügen, können dort seelischen Beistand suchen.

Notfallseelsorge Rosenheim: 

Telefon 0174 / 8434727

Do. 11.02. 9 bis 19 Uhr

Fr. 12.02. 9 bis 17 Uhr

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: mangfall24.de

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