Bad Aiblings Feuerwehr bekommt Unterstützung

JuLis: "Die Art und Weise ist einfach nur peinlich!"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen

Bad Aibling - Der Streit um die angeblich mangelnde Unterstützung der Feuerwehr seitens der Politik schlägt in der Kurstadt hohe Wellen. Unterstützung bekommen die Floriansjünger nun von den Jungen Liberalen:

Steht Bad Aibling vor einem Feuerwehr-Eklat? Nachdem ein Leser-Kommentar auf rosenheim24.de die Emotionen in der Kurstadt hochkochen hatte lassen und den Stadträten vorgeworfen hatte, in den Tagen nach dem Zug-Unglück "mit Abwesenheit geglänzt" zu haben, stand bzw. steht auch eine Dienstniederlegung der Bad Aiblinger Feuerwehr zur Debatte. Zumal der Feuerwehr selbst vorgeworfen wurde, einer aus ihren Reihen hätte fraglichen Kommentar verfasst. Am Dienstag hatte es dann ein Gespräch zwischen den Beteiligten gegeben. Daran nahmen unter anderem Bürgermeister Schwaller und CSU-Fraktionssprecher Kühnel teil.

Wirklich entspannt hat sich die Situation jedoch noch nicht. "Die Dinge sind auf den Tisch gekommen. Aktuell bin ich dabei, die Fraktionskollegen über die Angelegenheit zu informieren. Solange es da keine einheitliche Meinung gibt, möchte ich nichts Weiteres dazu sagen", sagte Kühnel am Mittwoch gegenüber mangfall24.de. Am Donnerstag will der Stadtrat eine gemeinsame Resolution im Rahmen der Stadtratssitzung zu diesem Thema verabschieden.

Kommandant Höfler gab bei mangfall24.de währenddessen ein Video-Interview. Unterstützung bekommen die Feuerwehrler außerdem von den jungen Liberalen, die sich nun mit einer Stellungnahme an die Öffentlichkeit gewandt haben. Darin kritisiert der Vorsitzende der JuLis Rosenheim, Daniel Reuter, das Verhalten von Bürgermeister Schwaller und des Stadtrates scharf.

Die Erklärung der JuLis im Wortlaut:

"Die Art und Weise, wie Bürgermeister und Stadtrat auf Kritik aus der Bevölkerung reagieren, ist einfach nur peinlich. Es wäre ein leichtes gewesen, auf den Kommentar mit einem überfälligen öffentlichen Lob der Einsatzkräfte zu antworten, doch stattdessen fühlen sich die betroffenen Personen beleidigt und verlangen eine Entschuldigung des Feuerwehrkommandanten. Hier scheinen einige Personen ein sehr verzerrtes Bild von Demokratie zu haben, wenn derart auf Kritik reagiert wird. Die Sorgen der Bürger müssen ernst genommen und es muss konstruktiv mit Problemen aus der Bevölkerung umgegangen werden. Es kann nicht sein, dass Kritiker mundtot gemacht werden.

Der Fall zeigt ein gravierendes Problem der Bürgerbeteiligung auf, wenn nicht mal der Feuerwehrkommandant zu Themen, welche die Feuerwehr betreffen, angehört wird. Der Stadtrat darf keine Politik hinter verschlossenen Türen machen, sondern muss seinen Bürgern offen und transparent helfen. Nur in wenigen Fällen, insbesondere wenn Themen besprochen werden, welche die Belange einzelner Personen betreffen, ist der Ausschluss der Öffentlichkeit von einer Sitzung gerechtfertigt. Wir fordern daher, dass alle Sitzungen, sowohl des Stadtrates als auch der Ausschüsse, soweit möglich öffentlich tagen müssen, um den Bürgern eine bessere Teilhabe an der Politik zu ermöglichen."

Aus dem Archiv:

mw/Pressemitteilung JuLis Rosenheim

Quelle: mangfall24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser