"Dein Lkw ist verstrahlt" - ABC-Zug alarmiert

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Freilassing - Da wurde dem Lkw-Fahrer mulmig: Sein Laster wurde mit dem Hinweis "Dein Lkw ist verstrahlt" bei einer Firma positiv gemessen - er rief vorsichtshalber die Feuerwehr!

UPDATE Sonntag, 15.25 Uhr:

Am Freitag, den 24.10.2014, gegen 19.00 Uhr, verständigte ein 42-jähriger Lkw-Fahrer einer Freilassinger Spedition, Polizei und Feuerwehr, da er aufgrund der Mitteilung eines metallverarbeitenden Betriebes aus Österreich den Verdacht hatte, dass sein Lkw strahlenbelastet sein könnte. Der Standort des Lkw wurde daraufhin weiträumig abgesperrt. Nach den erfolgten Messungen der Feuerwehr und des Strahlentrupps der Polizei konnte Entwarnung gegeben werden. Der Lkw-Fahrer konnte seine unterbrochene Fahrt gegen 21.30 Uhr fortsetzen, da kein erhöhter Strahlenwert gemessen wurde.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Freilassing

Meldung von Samstag, 14 Uhr:

Zu einem etwas ungewöhnlichen Einsatz wurde am Freitagabend die Feuerwehr Freilassing und Ainring alarmiert. Laut Feuerwehr Freilassing hat ein ausländischer Lkw-Fahrer den Kommandanten der Feuerwehr Freilassing per Handy gemeldet, dass sein Fahrzeug, möglicherweise radioaktiv strahlend, auf einem Parkplatz im Freilassinger Industriegebiet Nord abgestellt ist. Daraufhin ließ Kommandant Rochus Häuslmann die Feuerwehr Freilassing zu einer Erkundung alarmieren.

Da die Freilassinger Wehr selber über eine Strahlenschutzausrüstung verfügt, die Lage relativ mysteriös erschien und die Bad Reichenhaller Kollegen, die einen großen Teil der ABC-Schutzkomponente des Landkreises stellen, selber wegen eines anderen Einsatzes bereits gefordert waren, wurde zunächst darauf verzichtet, den kompletten ABC-Zug Berchtesgadener Land alarmieren zu lassen. Im Verlauf des Einsatzes wurden allerdings noch Kräfte der Feuerwehr Ainring, die im ABC Zug die Messaufgabe übernimmt, nachalarmiert.

An der Einsatzstelle angekommen ergab sich folgendes Bild: Der Fahrer berichtete, er sei bei einer Firma in Österreich, die ein Kontrollgerät für radioaktive Strahlung hat bei der Ein- und bei der Ausfahrt jeweils positiv gemessen worden, auch mit dem Hinweis "Dein Lkw ist verstrahlt!", allerdings wurde nichts unternommen, das Fahrzeug aufzuhalten oder genauer zu untersuchen. Da dem Fahrer durch die Warnung dennoch sehr unwohl war, beschloss er am nächsten Zwischenziel seiner Reise dann aber doch die Feuerwehr zu rufen.

Das Fahrzeug stand nun samt leerem Containerauflieger relativ allein auf einer Nebenstraße im Freilassinger Industriegebiet Nord. Einsatzleiter Häuslmann ließ daraufhin zunächst in 50 Metern Entfernung um den Lkw absperren. Zwei Trupps wurden mit Strahlenschutzsonderausrüstung ausgerüstet. Der erste Trupp wurde mit den entsprechenden Messgeräten vorgeschickt. Der zweite, identisch ausgerüstete Trupp, stellte den Sicherheitstrupp. Weitere Kräfte bauten auch schon den Dekontaminationsplatz auf.

Weder Dosisleistungsmesser noch Kontaminationsnachweisgerät zeigten bei der Annäherung an das Zielobjekt oder bei den Messungen innerhalb und außen am Lkw dann aber außergewöhnliche Ausschläge. Und nachdem auch die auf Gefahrgut spezialisierten Kollegen des Verkehrszuges der Polizei in Rosenheim, die ebenfalls angerückt waren, die Einschätzung der Feuerwehrkräfte als richtig einstuften, dass es sich also um einen Fehlalarm handeln muss, konnten nach gut zwei Stunden die alarmierten Kräfte wieder einrücken. Eingesetzt waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehren Freilassing und Ainring mit insgesamt sieben Fahrzeugen, der zuständige Kreisbrandmeister Michael Brandl und neben den Kräften der Polizeiinspektion Freilassing auch die des Gefahrgutzuges der Polizei Rosenheim.

Lkw radioaktiv? Feuerwehr rückt zur Strahlenmessung aus

Feuerwehr Freilassing

Quelle: BGland24.de

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