Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Achtung Starkstrom

Selbst gebaute Wallbox: Vorgaben müssen beachtet werden

Wer eine Wallbox will, muss diese nicht fertig kaufen. Die Lademöglichkeit für das Elektroauto lässt sich auch selbst bauen, wenn man die Vorgaben beachtet.

Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für ein Elektroauto, doch nicht alle haben die Möglichkeit, ihr Auto zu Hause aufzuladen. Hier kann eine Wallbox Abhilfe schaffen, jedoch ist die Förderung vom Bund bereits abgelaufen und die Geräte mit rund 600 bis 1.200 Euro nicht besonders günstig. Doch es geht auch günstiger, wenn man die Wallbox selbst baut, dabei muss jedoch einiges beachtet werden.

Um die Wallbox selbst bauen zu können, werden zudem einige Komponenten benötigt, um den Akku sauber und sicher aufladen zu können. Vor der Entscheidung für oder gegen das Do-it-yourself-Projekt sollte man sich aber mit den gesetzlichen Bestimmungen vertraut machen. Ebenfalls wichtig zu beachten: Unterläuft bei Zusammenbau der Wallbox ein Fehler, der später zu einem Schaden führt, ist es unwahrscheinlich, dass eine Versicherung dafür aufkommt.

Mit einer eigenen Wallbox lässt sich das Elektroauto auch bequem zu Hause laden.

Selbst gebaute Wallbox: Vorgaben müssen beachtet werden

Beim Einbau einer Wallbox sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Für die Wallbox wird ein Starkstromanschluss mit einem eigenen Stromkreis benötigt. An diesen dürfen keine anderen Nebenverbraucher angeschlossen werden. Zudem ist ein Leitungsschutzschalter notwendig, der die Wallbox bei einer eventuellen Überlastung vom Strom abschneidet.
  • Zudem wird ein Residual Current operated Circuit-Breaker benötigt, der hierzulande oft auch als Fehlstrom-Schutzschalter bezeichnet wird. Auch ein FI-Schalter ist für den Betrieb der Wallbox unerlässlich. Hierfür wurde extra der sogenannte FI-Schalter Typ A EV entwickelt. Dieser erkennt glatte Gleichfehlströme. Doch auch der Typ B FI-Schalter eignet sich für den Betrieb einer Wallbox.

Selbst gebaute Wallbox: Mit diesen Komponenten gelingt das Projekt

Zusätzlich dazu wird ein DC-Fehlerstrommodul für die selbst gebaute Wallbox benötigt. Der Grund dafür ist simpel: Die Akkus der Elektroautos benötigen Gleichstrom (DC), aus den Steckdosen zu Hause fließt jedoch Wechselstrom (AC). Zwar wird der Strom im Auto selbst umgewandelt, die Wallbox muss aber eventuelle Fehlströme ausgleichen.

Ein weiteres Bauteil, das für die selbst gebaute Wallbox wichtig ist, ist eine Phasenstromerkennung, da es in Deutschland üblich ist, dass das Stromnetz aus drei Phasen besteht. Die Phasenstromerkennung überwacht, ob diese gleichmäßig ausgelastet sind und unterbricht bei einem Ungleichgewicht die Stromversorgung. Damit beide Bauteile problemlos kommunizieren können, muss zudem ein Electric Vehicle Charge Controller, kurz EVCC, verbaut sein. Dieser gibt den Ladevorgang frei, allerdings nur dann, wenn alle Komponenten fehlerfrei funktionieren.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Sollte es dennoch zu Problemen kommen, derentwegen die Stromversorgung unterbrochen werden muss oder diese während des Ladevorgangs ausfällt, gibt der Notfallkondensator die Steckerverriegelung frei. Zudem ist es sinnvoll, ebenfalls einen Installationsschutz zu verbauen. Dabei handelt es sich grundsätzlich um einen Schalter, mit dem der Stromfluss ein- und ausgeschaltet werden kann. Wer wissen möchte, wie viel Strom er zum Laden des Elektroautos verbraucht, sollte einen Energiezähler verbauen. Abschließend braucht die selbst gebaute Wallbox noch ein Gehäuse, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen.

Selbst gebaute Wallbox: Fachmann sollte Anschluss vornehmen

Für den Zusammenbau der Do-it-yourself-Wallbox sollten Sie sich im Vorfeld ein gewisses Elektrik-Fachwissen aneignen. Wichtig sind dafür auch Kenntnisse zu Leitungen und Prinzipien des Stromnetzes an dem Ort, an dem die Wallbox installiert werden soll. Hat man sich für eine selbst gebaute Wallbox entscheiden, gibt es Fertig-Bausätze samt Anleitung für den Zusammenbau. Es ist aber auch möglich, sich die Teile einzeln zu besorgen, in diesem Fall benötigt man aber ein umfassendes Elektro-Wissen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Ist die Wallbox fertig zusammengebaut, geht es an den Anschluss. Die Installation sollte jedoch von einem Fachmann vorgenommen werden, da es sich um Starkstrom handelt. So werden auch eventuelle folgenschwere Fehler ausgeschlossen. Da der Experte für seine Arbeit haftet, ist man zudem zusätzlich abgesichert und kann im Schadensfall der Versicherung eine Bescheinigung über die fachgerechte Abnahme der Wallbox vorlegen. Die Installation durch einen Fachmann kostet etwa 400 Euro und mehr, je nach Aufwand sind aber auch bis zu 2.300 Euro möglich. Dann lässt sich das Elektroauto auch sorgenfrei an der Wallbox laden.

Rubriklistenbild: © Martin Bäuml Fotodesign/Imago

Kommentare