Mit 140 km/h

Mindestens vier Unfälle in einer Stunde: Raser macht Berlin unsicher - und isst dann Hanuta

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In Berlin raste ein 55-Jähriger durch drei Bezirke, bevor er von anderen Verkehrsteilnehmern gestoppt wurde.

Ein Raser verursachte in Berlin gleich mehrere Unfälle nacheinander, als er mit einer Geschwindigkeit von 140 km/h durch drei Bezirke raste. Aber das ist nicht alles.

Ein 55-jähriger Mazda-Fahrer machte am Donnerstag (23. Mai 2019) gleich drei Berliner Bezirke unsicher. Dabei verursachte der Raser mehrere Unfälle, bevor er von anderen Verkehrsteilnehmern und der Polizei gestoppt werden konnte.

Raser kracht in mehrere Verkehrsteilnehmer und sorgt für Karambolage

Wie das Online-Portal Focus berichtet, begann die "Amok-Fahrt" kurz nach 11 Uhr, als der 55-Jährige mit seinem Mazda CX5 SUV auf einen Motorradfahrer auffuhr. Offenbar fuhr ihm der 60-Jährige, der bei dem Sturz schwer verletzt wurde, zu langsam.

Anstatt sich um den Verletzten zu kümmern, soll der Raser dann mit überhöhter Geschwindigkeit Richtung Mitte gefahren sein. An der Mollstraße stieß er dann um 11.20 Uhr mit einem Kia-Fahrer zusammen, als er die reguläre Fahrspur verließ. Daraufhin wurde der Kia von einem Audi im Heck gerammt. Aber auch davon ließ sich der Mazda-Fahrer nicht stoppen und erfasste wenige Sekunden später einen Mopedfahrer.

Trotz eines mittlerweile platten Reifens machte sich der Raser von der Unfallstelle davon. Daraufhin versuchten sogar zwei andere Verkehrsteilnehmer in einem Kleintransporter und in einem Jeep, den Mann zu verfolgen. "Ich bin mehr als 100 km/h gefahren und habe es trotzdem nicht geschafft, an ihm dranzubleiben", erklärte einer von ihnen später der Berliner Zeitung. Offenbar muss er mindestens 140 km/h unterwegs gewesen sein.

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Jeep-Fahrer und Passanten halten den Raser auf

Auf der Greifswalder Straße soll er dann laut Polizeiaussagen mindestens zwei weitere Fahrzeuge beschädigt haben, bevor er an der Kreuzung zur Danziger Straße in eine Schlange von vier Autos, die an der Ampel standen, krachte. Die Fahrzeuge wurden durch den Aufprall zusammengeschoben und eine 41-jährige Fahrerin schwer verletzt. Als der 55-jährige Unfallverursache den Rückwärtsgang einlegte, um zu fliehen, kesselte ihn jedoch der Jeep-Fahrer, der ihn verfolgt hatte, ein.

Laut Focus versuchten anschließend einige Passanten ihn vom Fahrersitz zu ziehen, doch der Mann ließ sich nicht beirren. Erst Polizeibeamte konnten ihn dazu bewegen den Fahrersitz zu verlassen. Dafür steckte er sich jedoch eine Zigarette an und aß ein Hanuta, wie es heißt. Bei einem Atemalkoholtest ergab sich null Promille. Nun sollen Bluttests klären, ob der Mazda-Fahrer unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand.

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