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Regel bleibt Regel

Überholen: Keine Ausnahme vom Tempolimit

Wer ein anderes Auto überholen will, muss sich an das Tempolimit halten. Auch eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer muss ausgeschlossen sein.

Wer ein anderes Auto überholen will, der muss auf einiges achten, immerhin handelt es sich um eines der gefährlichsten Fahrmanöver im Straßenverkehr. Insbesondere auf Landstraßen kommt es nicht selten zu schweren Unfällen, weil die Situation falsch eingeschätzt wird. Dabei regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO) klar, wann überholt werden darf, nämlich nur dann, wenn man deutlich schneller fährt, als das Auto vor einem. Ist das Tempolimit beim Überholen also aufgehoben?

Die Antwort liegt auf der Hand: Natürlich hebt ein Überholmanöver das Tempolimit nicht auf. Autofahrer, die geblitzt wurden, können sich also nicht mit einem Überholmanöver vor dem Bußgeldbescheid drücken. Anders als beim Überholen auf der rechten Spur gibt es hier keine Ausnahmen.

Auch beim Überholen muss ein Tempolimit eingehalten werden.

Überholen: Keine Ausnahme vom Tempolimit

Allerdings muss auch der Überholte mitspielen: Dieser darf während des Überholvorgangs nicht beschleunigen. Sollte er das dennoch tun, zieht sich das Prozedere in die Länge, dadurch steigt das Risiko eines Unfalls deutlich an. Durch vorausschauendes Fahren lässt sich dieses jedoch von vorneherein senken.

So sollte beim Überholen eines langsameren Fahrzeugs immer bedacht werden, dass für das Manöver eine gewisse Wegstrecke benötigt wird. Bei korrekt eingehaltenen Sicherheitsabständen und einer Geschwindigkeit von 100 km/h sind etwa 500 bis 600 Meter notwendig, um ein 80 km/h schnelles Fahrzeug zu überholen.

Überholen: Andere Verkehrsteilnehmer dürfen nicht gefährdet werden

Um gefahrlos vorbeifahren zu können, sollten Sie jedoch nicht nur diese Strecke, sondern mehr als die doppelte Distanz überblicken können. Am sichersten ist somit ein Überholmanöver auf einem längeren, möglichst geraden Stück Landstraße, wo der Gegenverkehr gut einsehbar ist. Auch die Zeit sollte berücksichtigt werden: So kann ein Überholvorgang bis zu 20 Sekunden dauern.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

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Natürlich muss vor dem Ausscheren auch der Blinker gesetzt werden, das gilt auch, wenn man wieder auf die eigentliche Spur wechselt. Das Wiedereinordnen muss dabei so bald wie möglich erfolgen, jedoch ohne den Überholten dabei zu behindern. Heißt: Der Sicherheitsabstand muss beachtet werden. Während des Überholvorgangs sollte zudem jede Behinderung des Gegenverkehrs, des zu Überholenden und des nachfolgenden Verkehrs ausgeschlossen werden. So kann beispielsweise auch ohne Schilder das Überholen verboten sein. Auch Fahrräder dürfen im Übrigen nicht immer einfach überholt werden.

Rubriklistenbild: © Roland Zihlmann/Imago

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