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Berechnung des Umweltbundesamts

Tempolimit: 130 auf Autobahn spart 600 Millionen Liter Sprit

Durch ein Tempolimit lässt sich Sprit sparen, so viel ist klar. Eine Berechnung des Umweltbundesamts zeigt nun, wie groß das Einsparpotenzial ist.

Berlin – Tempolimit oder kein Tempolimit, das ist hier die Frage. Und genau diese wird seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten in Deutschland immer wieder diskutiert. Im Zuge des Angriffs der Russen auf die Ukraine und der dadurch stark gestiegenen Preise* für Benzin und Diesel flammte die Debatte einmal mehr auf*. Immerhin würde durch ein Tempolimit der Spritverbrauch sinken und gleichzeitig weniger CO2 ausgestoßen. Doch wie hoch ist das Einsparpotenzial überhaupt?

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums haben alleine Autos im Jahr 2020 3,82 Milliarden Liter Benzin und 18,3 Milliarden Liter Diesel verbraucht. Allerdings dürfte der Verbrauch aufgrund der Corona-Pandemie bereits deutlich geringer ausgefallen sein als in den Vorjahren.

Ein Tempolimit von 130 km/h würde rund 600 Millionen Liter Sprit sparen. (Symbolbild)

Tempolimit: 130 auf Autobahn spart 600 Millionen Liter Sprit

Dennoch zeigen diese Zahlen deutlich, dass der Verkehrssektor das meiste Öl verbraucht und somit auch das größte Einsparpotenzial bietet. Ein Tempolimit würde dabei helfen, denn: Je schneller ein Fahrzeug unterwegs ist, desto mehr Sprit fließt durch den Motor. Ein Grund ist der Luft- und Roll-Widerstand, der sich mit zunehmender Geschwindigkeit erhöht. Entsprechend sinkt der Spritverbrauch, wenn das Fahrzeug langsamer unterwegs ist. Dadurch sinkt entsprechend auch der CO2-Ausstoß wie die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren erklärt: „Wenn ein Fahrzeug einen Liter Benzin verbraucht, stößt es etwa 2,37 Kilogramm CO2 aus. Wurde Diesel getankt, sind es 2,65 Kilogramm CO2.“

Das Umweltbundesamt (UBA) betrachtet Benzin- und Diesel-Pkw auf Autobahnen nicht getrennt, „da die CO2-Emissionen der durchschnittlichen und damit typischen Fahrzeuge in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit sehr ähnlich sind“. Entsprechend liegt den Berechnungen des UBA die Annahme zugrunde, dass beim Verbrauch von einem Liter Benzin 2,5 Kilogramm CO2 entstehen.

Tempolimit: Einsparpotenzial bei Tempo 100 am größten

In der aktuellen Diskussion geht es um ein Tempolimit auf den deutschen Autobahnen von 130 km/h. Den Berechnungen zufolge, lassen sich so 1,5 Millionen Tonnen CO2 und damit 600 Millionen Liter an Sprit einsparen. Noch deutlicher fällt das Einsparpotenzial aus, wenn nur noch 120 km/h erlaubt wären. Dann würden bereits 2 Millionen Tonnen CO2 weniger ausgestoßen und 800 Millionen Liter Sprit gespart. Bei Tempolimit 100 km/h – wie es der Autoclub Europa temporär fordert* – läge das Einsparpotenzial sogar bei 4,3 Millionen Tonnen CO2 und gut 1,7 Milliarden Liter Sprit – immerhin etwa 4 Prozent des Gesamtverbrauchs von Autos.

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Im Vergleich zu den Zahlen von 2018 wird das Einsparpotenzial nochmal größer. Bei Tempo 130 geht das UBA von einer Einsparung von 1,9 Millionen Tonnen CO2 aus, bei 120 von 2,6 Millionen Tonnen und bei 100 von 5,4 Millionen Tonnen. Würden auch die im Ausland getankten und in Deutschland genutzten Kraftstoffe eingerechnet, läge der Effekt laut UBA „um 14 Prozent höher“. Aktuell gilt bereits auf 30 Prozent der etwa 13.000 Autobahnkilometern ein Tempolimit. Das auch die verbliebenen 9.000 Kilometer beschränkt werden ist indes unwahrscheinlich, obwohl die Mehrheit der Deutschen inzwischen ein Tempolimit befürwortet*. Laut Verkehrsminister Volker Wissing (51, FDP) scheitert die Beschränkung auch an zu wenigen Schildern*. (Mit Material der dpa) *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Florian Gärtner/Imago

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