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Zehn-Jahres-Auswertung

Pkw-Dichte auf Rekordhoch: Trend geht zum Zweit- und Drittauto

Von einer Verkehrswende ist in Deutschland kaum etwas zu spüren: In den vergangenen zehn Jahren ist die Pkw-Dichte durchgehend gestiegen.

Autofahren war noch nie ein wirklich billiges Vergnügen – doch gerade in den letzten Monaten mussten Pkw-Besitzer mentale Stärke beweisen, wenn es an die Zapfsäule ging: Die Spritpreise sind in schwindelerregende Höhen gestiegen, da konnte auch der umstrittene „Tankrabatt“ nur wenig Linderung verschaffen. Preislich gibt es deutliche regionale Unterschiede: In Bayern sind Benzin und Diesel laut Kartellamt am teuersten. Doch den E-Auto-Fahrern geht es nicht viel besser: Auch die Strompreise haben kräftig angezogen – und Gratis-Laden ist auch bei Lidl und Kaufland inzwischen Geschichte. Aber, ob sich deshalb die Menschen so schnell vom Auto verabschieden? Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) hat die Zahl der Pkw in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen – und ist sogar stärker gewachsen als die Bevölkerung.

Die Pkw-Dichte hat in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland zugenommen. (Symbolbild)

Pkw-Dichte auf Rekordhoch: Trend geht zum Zweit- und Drittauto

Kamen im Jahr 2011 noch 517 Autos auf 1.000 Einwohner, so waren es zehn Jahre später, im Jahr 2021, schon 580 Pkw pro 1.000 Einwohner. In der Pkw-Dichte gibt es regionale Unterschiede: Die meisten Pkw pro 1.000 Einwohner gibt es im Saarland (658), in Rheinland-Pfalz (632) und Bayern (622). Die niedrigste Pkw-Dichte haben die Stadtstaaten Berlin (337), Hamburg (435) und Bremen. Auch europaweit nahm die Pkw-Dichte zu: Die meisten Autos im Verhältnis zur Bevölkerungszahl gibt es in Luxemburg (682), Italien (670) und Polen (664) – die wenigsten in Rumänien (379), Lettland (390) und Ungarn (403).

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Pkw-Dichte auf Rekordhoch: Anfang des Jahres 48,5 Millionen Pkw in Deutschland zugelassen

Die Zahl der zugelassenen Autos in Deutschland befindet sich auf einem Rekordhoch: Zum 1. Januar 2022 waren laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 48,5 Millionen Pkw zugelassen. Laut Statistischem Bundesamt ging der Trend in den vergangenen zehn Jahren zum Zweit- oder Drittwagen. So veränderte sich der Anteil der Haushalte, die mindestens ein Auto besitzen, von 2011 (77,9 Prozent) zu 2021 (77,0 Prozent) kaum. Allerdings stieg im selben Zeitraum der Anteil von Haushalten mit zwei Pkw von 23,4 auf 27, 0 Prozent und der Anteil der Haushalte mit drei oder mehr Pkw sogar von 3,7 auf 6,1 Prozent an.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Pkw-Dichte auf Rekordhoch: Verkehrsforscher fordert drastische Maßnahmen

Die Zahl der Elektroautos auf den Straßen nimmt langsam zu: Laut KBA waren bei den zwischen Januar und Juli 2022 neu zugelassenen Fahrzeugen 13,6 Prozent reine Stromer. Insgesamt ist der E-Autobestand aber noch gering: Zum Jahresbeginn 2022 waren nur 1,3 Prozent der hierzulande zulassen Pkw Elektroahrzeuge. Von einer echten Verkehrswende ist also noch wenig zu spüren. Ein deutscher Verkehrsforscher hatte deshalb drastische Maßnahmen gefordert: Autofahren müsse „finanziell unattraktiv“ werden. Allerdings sind viele Menschen auf Auto angewiesen, etwa um in die Arbeit zu kommen – und auch Familien tun sich mit einem kompletten Verzicht schwer, wie kürzlich ein Experiment in Hamburg gezeigt hat.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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