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Es gibt Ausnahmen

Rechts überholen: Autofahrern droht hohes Bußgeld

Bis auf wenige Ausnahmen ist es in Deutschland verboten, rechts zu überholen. Bei einem Verstoß droht ein saftiges Bußgeld.

Bad Bellingen – Dass so mancher Autofahrer meint, dass die Verkehrsregeln für ihn nicht gelten, ist kein Geheimnis. Insbesondere das Tempolimit wird oft eher als Empfehlung denn als Vorgabe verstanden. So gelang es einem Mann aus NRW jüngst binnen weniger Stunden dreimal an der gleichen Stelle geblitzt zu werden. Und auch eine andere Regel wird oftmals etwas freizügiger interpretiert: das Rechtsfahrgebot! Darüber hat sich jüngst auch Matthias Malmedie aufgeregt. Mancher Autofahrer nimmt diese Regel jedoch auch zu ernst und wechselt auch für Überholmanöver nicht die Spur.

Dabei ist es eigentlich verboten, rechts zu überholen, wie die Polizei Freiburg auf Facebook noch mal klargestellt hat. Ein Verstoß dagegen kann sogar eine saftige Geldstrafe nach sich ziehen, wie ein 30-Jähriger kürzlich erfahren hat. Dieser hatte am 19. Juni auf der Autobahn A5 zwischen der Anschlussstelle Efringen-Kirchen und dem Autobahndreieck Neuenburg rechts überholt.

Rechts überholen ist in Deutschland nicht erlaubt – es gibt jedoch einige wenige Ausnahmen. (Symbolbild)

Rechts überholen: Autofahrern droht hohes Bußgeld

Die meisten Autofahrer hätten das Manöver wohl murrend hingenommen, allerdings hat der Mann ausgerechnet einen Polizeiwagen rechts überholt, der sich auf einer Einsatzfahrt mit Blaulicht und Martinshorn befand. Wie die Polizei Freiburg auf Facebook schrieb, war die Beamten selbst mit ca. 190 km/h unterwegs.

Der Polizei gelang es in der Folge, den Verkehrssünder einzuholen und auf einem Parkplatz zu kontrollieren. „Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro, ein Punkt in Flensburg sowie eine Meldung an die Führerscheinstelle“, heißt es in dem Facebook-Post. Innerorts kostet rechts überholen derweil 30 Euro, einen Punkt gibt es dafür nicht.

Rechts überholen: Nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt

Wie so oft gibt es aber auch Ausnahmen von der Regel. So ist es laut dem ADAC etwa erlaubt, rechts zu überholen, wenn der Verkehr so dicht ist, dass sich auf den Fahrstreifen für eine Richtung Fahrzeugschlangen gebildet haben. Das ist beispielsweise in einem Stau der Fall, in dem nebeneinander gefahren wird und der Verkehr auf den verschiedenen Spuren abwechselnd schnell gefahren wird.

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Rechts überholen ist ebenfalls erlaubt, wenn Autos auf dem linken Fahrstreifen stehen oder langsam (maximal 60 km/h) fahren. „Bei stehendem Verkehr dürfen Sie auf dem rechten Fahrstreifen mit einer Geschwindigkeit von maximal 20 km/h überholen. Ist der Verkehr auf dem linken Fahrstreifen langsam in Bewegung, so darf rechts höchstens mit einer Differenzgeschwindigkeit von 20 km/h gefahren werden, so dass rechts max. 80 km/h erlaubt sind“, erklärt der ADAC. Zudem muss in dieser Situation mit äußerster Vorsicht überholt werden.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Dass es für viele Autofahrer ein Ärgernis ist, wenn andere Verkehrsteilnehmer rechts überholen, zeigt sich auch in den Kommentaren unter dem Facebook-Post der Polizei Freiburg:

  • „Wieso nur 100 Euro. Unbegreiflich, dem gehört die Fahrerlaubnis entzogen für längere Zeit.“
  • „Lächerlich, das geht solchen Autofahrer am Allerwertsten vorbei.“
  • „Zu wenig, die Bußgelder sind viel zu niedrig.“
  • „Die Strafe ist viel zu gering. Er bringt mit seinem Fahrstil nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer in große Gefahr.“
  • „Die Strafe ist doch lächerlich. Das tut dem Raser bestimmt nicht weh.“
  • „Die Strafe ist ein Witz!“

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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