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Mega-IPO

Porsche-Börsengang: Aktien-Einnahmen sollen technologische Zukunft sichern

Die Porsche-Aktie soll auf den Spuren des 911er ungeahnte Höhen erreichen. Wird der Börsengang eine ähnliche Massenbewegung wie 1996 bei der Telekom?

Der Börsengang der Telekom vollendete vor mehr als 25 Jahren nicht nur die Privatisierung des ehemaligen Staatsunternehmens Deutsche Post, sondern machte viele über Nacht zu Aktienfans. Der Börsengang von Porsche löst einen ähnlichen Boom aus. Diesen Donnerstag geht’s los. Doch diesmal braucht es keinen Schauspieler wie Manfred Krug, der seinerzeit allgegenwärtig mit einem strahlenden Lächeln für die Volksaktie der Telekom warb und so selbst solche Bundesbürger ansprach, die sich noch nie zuvor für den Aktienmarkt interessiert hatten. Auch wenn große TV-Werbespots rund um den Porsche IPO (= Initial Public Offering) diesmal fehlen, der Börsengang der Stuttgarter ist über die Wirtschafts- und Finanzexperten hinaus längst in aller Munde. Wer träumt nicht davon, einmal einen Porsche zu besitzen? Und wenn es schon aus Kostengründen mit einem 911, Cayman oder Taycan hakt, dann ist man durch einen Aktienkauf zumindest ein sehr kleiner Teil eines der begehrtesten Unternehmen in Europa. Keine Überraschung, dass die Aktie bereits vor dem offiziellen Start vielfach überzeichnet ist.

Porsche-Börsengang: Aktien-Einnahmen sollen technologische Zukunft sichern

Eine Marketingwelle in TV, Print oder Online konnte sich Porsche sparen, denn seit Monaten sprach es sich wie ein Lauffeuer herum, dass die wertvollste aller Volkswagen-Konzernmarken in diesem Herbst an die Börse gehen würde. Dabei genießt der Autobauer aus Stuttgart-Zuffenhausen den gewaltigen Vorteil, den die Telekom als privatisiertes Staatsunternehmen kaum besaß: Begehrlichkeit. Das sieht bei Porsche ganz anders aus, denn der Autobauer ist neben Konkurrent Ferrari nicht nur der bekannteste Sportwagenhersteller der Welt, sondern auch ein Autobauer, der den Sprung ins Elektrozeitalter konsequenter und damit vielversprechender als viele andere erledigt. Und dann ist da noch die glanzvolle Historie und ein Markenname wie Donnerhall. Mit seinen Hunderten von glanzvollen Siegen bei den größten Autorennen der Welt ist Porsche nicht nur bei Motorsportfans eine Legende. Formel 1, Le Mans oder Daytona lassen grüßen.

Der Stuttgarter Autobauer Porsche wagt den Börsengang. (Symbolbild)

Porsche-Börsengang: Orderbücher bereits vielfach überzeichnet

Aktuell weiß niemand, wie sich die Aktie von Porsche nach ihrer Ausgabe am Donnerstag entwickeln wird. Bereits kurz nach dem Start des Vorverkaufs vor einer Woche waren die Orderbücher vielfach überzeichnet. Bis dahin kann vorab gezeichnet werden. Der Ausgabewert des Wertpapiers liegt zwischen 76,50 und 82,50 Euro. Seit der Ausgabe der Telekom-Aktie hat es in Deutschland keinen größeren Börsengang gegeben – und schon gar keinen, der so in die Öffentlichkeit gespült wurde. Dabei soll das durch den Börsengang eingenommene Geld in zweistelliger Milliardenhöhe dafür sorgen, dass Porsche sich besser als andere für die großen technologischen Aufgaben der Zukunft vorbereiten kann. Mehr denn je spielen in den kommenden Jahren Themen wie die Elektromobilität, autonomes Fahren, alternative Antriebe oder Mobilitätsdienste eine ebenso teure wie entscheidende Rolle für den Autobauer aus dem Stuttgarter Westen.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Sportwagen selbst sind wichtig für das Image, doch die meisten Fahrzeuge im aktuellen Modellportfolio sind längst Crossover oder Limousinen. Bis auf den Porsche 911 werden in den kommenden Jahren alle Modelle elektrifiziert und allein der Bolide mit dem charismatischen Boxermotor im Heck bleibt zunächst bei seiner Verbrennertechnik. Alle anderen neuen Modelle sind rein elektrisch unterwegs. Für diejenigen Kunden, denen der Umstieg noch schwerfällt, wurde der Porsche Macan mit Ottomotor erneut bis in Jahre 2024/2025 verlängert. (Stefan Grundhoff/press-inform)

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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