Pfiffige Extras für Cabrio-Fans

Audi R8 Spyder
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Bei offenem Dach und hohem Tempo noch telefonieren: Dabei sollen im Audi R8 Spyder spezielle Gurt-Mikrofone helfen.

Da ist endlich der Traum vom Cabrio erfüllt, und dann so etwas: Erst regnet es in einer Tour, und wenn es endlich trocken ist, kommen die Temperaturen nicht aus dem Keller.

Statt den Sommer offen zu genießen, droht ganz schnell der Frust. Weil das längst auch die Autohersteller erkannt haben, gibt es gerade für Cabrios und Roadster immer mehr Extras, mit denen sich die Freiluftsaison verlängern lässt.


Die jüngste und wohl effektivste Erfindung ist die „Aircap“, die Mercedes für einen Paketpreis von 1249 Euro im neuen Cabrio der E-Klasse anbietet. Wo andere Cabrios nur hinten ein Windschott haben, gibt es hier auch vorn einen kleinen Luftleiter. Wie ein beweglicher Spoiler surrt er auf Knopfdruck aus dem Rahmen der Frontscheibe. Danach führt er den Fahrtwind so, dass der mit gehörigem Abstand über die Köpfe der Insassen streicht.

Das neue Mercedes-Benz E-Klasse Cabrio

Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Das neue Mercedes-Benz E-Klasse Cabrio - TecDay Aerodynamik 2009: Trotz stilechtem Stoffdach ist das Cabrio auch für den Winter gedacht. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Attraktive Form des Zweitürers: Länge fast 4,70 Meter, Breite 1,78 Meter und Höhe 1,4 Meter. Binnen 20 Sekunden lässt sich das Verdeck vollautomatisch öffnen und schließen – und zwar sogar während der Fahrt bis zu Tempo von 40. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Das automatische Windschott AIRCAP® kann auf Knopfdruck ausgefahren werden und verringert dann deutlich die Turbulenzen im Innenraum des neuen Mercedes E‑Klasse Cabrios: Ein Warmluftsee entsteht. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Sicherheit: Überrollschutz, die durch zwei zusätzliche Rohre verstärkten A-Säulen sowie die gesteckten B-Säulen. Als erstes Mercedes-Cabrio verfügt der Neue zudem über Headbags. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
AIRSCARF® ist in die Rückenlehnen der Vordersitze integriert und bläst warme Luft aus Luftdüsen in den Kopfstützen. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Die Düse des Ausströmers lässt sich, über die Kopfstützen-Höhenverstellung hinaus, bei diesem Modell mit Hilfe eines Verstellrades um insgesamt 36 Grad nach oben und unten schwenken. Damit kommen Fahrer und Beifahrer völlig unabhängig von ihrer Körpergröße in den Genuss der einzigartigen Nackenheizung. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Das neue Mercedes-Benz E-Klasse Cabrio - TecDay Aerodynamik 2009: Das Akustik-Verdecks dämpft die Geräusche im Innenraum.  © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Windschnittig - die Aerodynamik für geringeren Verbrauch und weiniger Lärm. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Aerodynamik im Detail. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Aerodynamik beim neuen Mercedes Benz Cabrio. © Hersteller
Mercedes Benz Cabrio E Klasse
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars und Nico Rosberg, Fahrer im neuen Mercedes Formel 1-Team anlässlich der exklusiven Vorstellung des neuen Mercedes-Benz E-Klasse Cabrio in Abu Dhabi. © Hersteller

Das ebenfalls elektrisch versenkbare Netz zwischen den hinteren Kopfstützen unterdrückt zudem Verwirbelungen und versperrt der Kaltluft den Rückweg. So sollen es die Insassen selbst bei höherem Tempo angenehm zugfrei haben und können den Blick auf das Außenthermometer getrost vergessen.

Cabrio-Saison: Die Schönsten 2010

Cabrio Modelle 2010
Licht, Luft und Lebensfreude - eine Fahrt mit dem Cabrio ist für viele die kultivierteste Form der Fortbewegung. Hier gibt's die schönsten Modelle 2010... © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Offenes Kraftpaket: Audi hat den R8 zum Spyder gemacht. In 12,7 Sekunden sprintet der Herr der Ringe auf Tempo 200. Spitze auf der Straße: 313 km/h. (ab 197.000 Euro) © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Vier Plätze an der Sonne: Das neue E-Klasse Cabrio von Mercedes mit einem klassischen Stoffverdeck.  © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Warmer Wind im Nacken: Neben der schon bekannten Nackenheizung mit dem Namen Airscarf gibt es eine Aircap genannte spezielle Luftführung, die zu starke Zugluft verhindern soll. © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Neue Scheinwerfer und aufgefrischtes Heck: BMW hat Coupé und Cabrio der 3er-Reihe überarbeitet. 143 PS leistet der 2-Liter-Vierzylinder. © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Tres chic: Das Mégane Coupé Cabrio. © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
In nur 21 Sekunden ist das Panoramadach vom Renault Megane Coupe komplett versenkt. © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Der Continental Supersports Convertible hat 630 PS unter der Haube und ist mit Tempo 325 der schnellste offene Bentley. © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Puristisch mit 1275 Kilogramm: Der Porsche Boxster Spyder mit einem Sechszylinder-Boxer mit 320 PS, zehn mehr als der Boxster S (ab 74 860 Euro). © Hersteller
Fiat 500 Cabrio
Fiat 500 mit Faltdach: Der Cinqucento bekommt auch den neuen 1,3 Liter Diesel mit 95 PS. (ab etwa 13.500 Euro) © Hersteller
Nissan 370Z Roadster Cabrio 2010 Modell
Wo gibt's das noch: Stoffverdeck mit 331 PS für rund 50 000 Euro: Nissan 370Z Roadster. © Hersteller
Nissan 370Z Roadster Cabrio 2010 Modell
Nissan Roadster Zweisitzer mit V6-Motor. © Hersteller
Cabrio Modelle 2010
Maserati GranCabrio: Hier können auch vier Personen kultiviert offen fahren. Der GranCabrio  braucht 440 PS, um die zwei Tonnen auf Trab zu halten (ab 132 770 Euro). © Hersteller

Eine weitere Mercedes- Erfindung ist der „Airscarf“, den mittlerweile aber auch Audi oder Peugeot anbieten. Der Name steht für ein Heizgebläse im Sitz, das auf Knopfdruck Warmluft aus einem Schlitz zwischen Lehne und Kopfstütze pustet, die sich wie ein Schal um den Nacken der Insassen legen soll.

Während diese Technolo- Pfiffige Extras für Cabrio-Fans So lässt sich die schöne Freiluftsaison noch ordentlich verlängern gien für zusätzliche Wärme sorgen, garantieren BMW im 6er und Audi im A5 auch im Hochsommer die nötige Kühle - mit einem beschichteten Cabrio-Leder: Spezielle „ Cool - Pigmente“ in Sitzen und Konsolen können die UV-Strahlen besser reflektieren und so den Temperaturanstieg bremsen. Bei dunklen Farben beträgt der Unterschied im Vergleich zu herkömmlichem Leder bis zu 20 Grad, sagt BMW.

Auch Navigation und Kommunikation sind mittlerweile auf die Ansprüche der Frischluftfahrer eingestellt: Damit man selbst bei offenem Verdeck ungestört telefonieren kann, hat Audi für den R8 Spyder ein spezielles Gurtmikrofon entwickelt. Insgesamt vier Mikrofone von der Größe eines Druckknopfes sind im Sicherheitsgurt integriert, so dass immer mindestens eines davon in der Nähe des Mundes ist. So versteht der Gesprächspartner den Fahrer selbst dann noch, wenn dieser mit Tempo 140 offen fährt, verspricht Audi.

Damit Fahrer wissen, was sie unterwegs erwartet, hat BMW den Internetdienst „BMW Online“ eigens um die Rubrik Cabrio-Wetter erweitert. Auf Knopfdruck erfahren sie damit, ob und wann sie ihr Auto aufmachen können und wann am aktuellen Standort mit Niederschlägen zu rechnen ist.

Das wohl eigenwilligste Cabrio- Extra ist der „Always Open Timer“ aus dem offenen Mini: Wie eine eingebaute Sonnenuhr zählt dieses Zusatzinstrument die Stunden und protokolliert minutengenau, wie lange das Dach geöffnet war. Davon hat zwar keiner auch nur den geringsten greifbaren Nutzen, doch plant BMW für das Internet bereits Tabellen und Wettbewerbe, in denen Mini- Fahrer ihre Offenheit unter Beweis stellen können.

Und ihre Finanzkraft: Denn das Messwerk gibt es nur in den Ausstattungspaketen Pepper und Chili, für die BMW zwischen 1500 und 3000 Euro Aufpreis verlangt. Dass die meisten dieser Frischluft-Extras ordentlich kosten, stört die Kunden offenbar wenig. In der Regel gilt die Devise: Wenn schon, denn schon. Also ja zu Leder, ja zu größeren Alufelgen, ja zu Navigation und Windschott.

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