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Uhr im Blick behalten

Parkscheibe: Wer zu lange parkt, riskiert folgende Bußgelder

Die blau-weiße Parkscheibe gehört in jedes Auto. Wer die erlaubte Parkzeit jedoch überzieht, muss mit einem Bußgeld rechnen. 

Die Parkplatzsuche kann mitunter sehr frustrierend sein. Entweder ist nichts frei oder die einzige Parklücke befindet sich genau bei einem Parkscheinautomaten. Manchmal hat man als Autofahrer aber auch Glück und findet einen kostenlosen Stellplatz, für den eine Parkscheibe ausreicht. Doch auch hier kann es teuer werden, wenn man nicht genau aufpasst.

Schon beim Einstellen der Parkscheibe lauert eine potenzielle Fehlerquelle, denn diese muss die korrekte Uhrzeit zeigen. Dabei handelt es sich um die nächste halbe Stunde nach Ankunft. Wird das Auto also um 16:25 abgestellt, muss die Parkscheibe auf 16:30 Uhr gestellt werden, alle anderen Angaben können zu einem Verwarngeld führen. Ist die korrekte Uhrzeit eingestellt, muss die Parkscheibe so platziert werden, dass sie von außen gut sichtbar ist.

Ist die Parkscheibe falsch eingestellt, droht ein Verwarngeld.

Parkscheibe: Wer zu lange parkt, riskiert Bußgeld

Die vorgegebene Parkzeit sollte dabei jedoch eingehalten werden. Denn die Uhrzeit auf der Parkscheibe darf nach deren Ablauf nicht einfach geändert werden. Wer länger parkt als erlaubt, dem droht ein Bußgeld. Wer bis zu 30 Minuten überzieht, muss 20 Euro zahlen.

Mit jeder weiteren Stunde steigt das Bußgeld weiter an:

  • Bis zu einer Stunde länger: 25 Euro
  • Bis zu zwei Stunden länger: 30 Euro
  • Bis zu drei Stunden länger: 35 Euro
  • Über drei Stunden länger: 40 Euro

Wer länger parken will, muss die Parklücke verlassen und beispielsweise einmal um den Block fahren. Ist der Parkplatz dann noch frei, kann die Parkzeit fortgesetzt werden. Einfach vor und zurückfahren reicht indes nicht aus, um weiter auf dem Parkplatz stehen bleiben zu dürfen.

Bußgeldkatalog: Mit welchen Geldstrafen Verkehrssünder rechnen müssen

Streit um Tempolimit für Ortsdurchfahrt
Zum 9. November 2021 ist der neue Bußgeldkatalog in Kraft getreten. Wer innerorts 16 bis 20 Stundenkilometer zu schnell fährt und geblitzt wird, zahlt statt wie früher 35 nun 70 Euro. © Sebastian Gollnow/dpa
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder.
Wer außerorts 16 bis 20 km/ zu schnell fährt und erwischt wird, zahlt statt früher 30 nun 60 Euro, auch hier gilt: je schneller, desto teurer. In vielen Fällen – also bei den Stufen der Geschwindigkeitsüberschreitungen – handelt es sich um eine Verdopplung der Bußgelder. © Uwe Anspach/dpa
 Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. M
Auch die vorschriftswidrige Nutzung von Gehwegen, Radwegen und Seitenstreifen durch Fahrzeuge wird teurer. Verstöße werden statt mit bis zu 25 Euro mit bis zu 100 Euro Geldbuße geahndet. (Symbolbild) © Arne Dedert/dpa
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläuterte.
Manche Verstöße würden entsprechend auch für Radfahrer teurer, wie der ADFC mit Blick auf den neuen Bußgeldkatalog erläutert hatte. Dies gelte dann, wenn Radfahrer vorschriftswidrig auf einem Gehweg fahren.  © Paul Zinken/dpa
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)
Der allgemeine Halt- und Parkverstoß wird anstatt wie früher bis zu 15 Euro mit einem Verwarnungsgeld bis zu 55 Euro geahndet. (Archivbild/Symbolbild)  © Swen Pförtner/dpa
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen.
Wer unberechtigt auf einem Schwerbehinderten-Parkplatz parkt, muss mit einem Bußgeld von 55 statt wie früher 35 Euro rechnen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen.
Wer auf die Idee kommt, eine amtlich gekennzeichnete Feuerwehrzufahrt zuzuparken oder ein Rettungsfahrzeug zu behindern, muss mit 100 Euro Bußgeld rechnen. (Archivbild/Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa
Wer keine Rettungsgasse bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.
Wer keine Rettungsgasse bildet oder die sogar selbst zum schnelleren Vorankommen mit dem Auto nutzt, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 Euro sowie einem Monat Fahrverbot rechnen.  © Patrick Seeger/dpa
Polizei-Kontrollaktion zu Drogen und Alkohol
Lkw-Fahrer, die gegen die neu eingeführte Pflicht verstoßen, mit dem Lastwagen beim Rechtsabbiegen innerorts nur mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren, werden mit 70 Euro zur Kasse gebeten. (Archivbild/Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa
Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.
Auto-Poser aufgepasst: Die Geldbuße für das Verursachen von unnötigem Lärm und einer vermeidbaren Abgasbelästigung sowie dem belästigenden unnützen Hin- und Herfahren wird von bis zu 20 Euro auf bis zu 100 Euro angehoben.  © Patrick Pleul/dpa

Parkscheibe: StvO regelt Form und Farbe

Es gibt jedoch noch eine weitere Fehlerquelle und das ist die Parkscheibe an sich. In der Straßenverkehrsordnung ist nämlich klar geregelt, wie diese auszusehen hat. Die Parkscheibe muss elf Zentimeter breit und 15 Zentimeter hoch sein. Auch die blau-weiße Farbgebung ist vorgeschrieben. Bunte Parkscheiben sind trotz einer entsprechenden Petition weiterhin verboten. Entspricht die Parkscheibe nicht den Vorgaben, hat das ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro zur Folge.

Eine digitale Parkscheibe ist indes ok, wenn diese eine Typengenehmigung hat. Zudem muss sie sich mithilfe eines elektronischen Bewegungsmelders beim Abstellen des Motors automatisch auf den Anfang der Parkzeit einstellen. Die Zeit darf jedoch nicht mitlaufen. Auf der Vorderseite muss außerdem das blau-weiße Parken-Verkehrszeichen 314 abgebildet sein und über dem Display steht „Ankunftszeit“. Für die 24-Stunden-Zeitangabe ist eine Zahlenhöhe von mindesten zwei Zentimetern vorgeschrieben.

Rubriklistenbild: © localpic/Imago

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