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Nasses Laub auf dem Fahrradweg - Fahrweise anpassen

Nasses Laub auf den Wegen kann das Radfahren im Herbst zur Rutschpartie machen. Foto: Tobias Hase
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Nasses Laub auf den Wegen kann das Radfahren im Herbst zur Rutschpartie machen. Foto: Tobias Hase

Nasses Laub kann Radfahrern genauso gefährlich werden wie Autofahrern. Im Herbst ist vorsichtiges Fahren deshalb umso wichtiger. Helfen kann auch, den Sattel etwas tiefer zu stellen - und etwas Luft aus den Reifen zu lassen.

Berlin (dpa/tmn) - Nicht nur für Autofahrer kann nasses Laub gefährlich werden. Auch Radfahrer müssen im Herbst vorsichtig fahren. Andernfalls können sie wegen der Blätterschicht auf einem Geh- und Radweg ausrutschen und sich verletzen.

Kommunen sind zwar in der Pflicht, Gefahren auf ihren Verkehrsflächen zu beseitigen. Darauf weist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Berlin hin. Radwege werden aber in der Praxis oft als letztes geräumt. Im Herbst und Winter sollten Radfahrer daher jederzeit mit rutschigen Stellen rechnen. Wenn der Radweg im Winter nicht geräumt ist, entfällt bei ausgeschilderten Radwegen die Benutzungspflicht. Der ADFC empfiehlt, dann auf der Fahrbahn zu fahren.

Doch Vorsicht: Radfahrer müssen sich an die Witterungsbedingungen anpassen. Andernfalls müssen sie sich im Falle eines Unfalls unter Umständen eine Mitschuld anrechnen lassen. So sprach das Oberlandesgericht (OLG) Hamm einer Radfahrerin zwar ein Schmerzensgeld zu, nachdem sie auf einer dicken Blätterschicht auf einem Geh- und Radweg gestürzt war. Die Kommune hatte die Reinigungsarbeiten an der Stelle über das Wochenende unterbrochen.

Das OLG entschied, dass angesichts der großen Laubmengen die Reinigung auch mit Überstunden am Samstag fortzusetzen war. Die Radfahrerin musste aber 60 Prozent des Schadens selber tragen. Sie könne nicht einfach in eine hohe Laubdecke hineinfahren, unter der sich - wie hier - eine glitschige Lage befinden könnte. Als Anwohnerin hätte sie bedenken müssen, dass das Laub schon längere Zeit nicht entfernt worden war (Az.: 9 U 170/04).

Wird es trotz einer vorsichtigen Fahrweise kippelig, dann kann man den Sattel um wenige Zentimeter absenken, um schneller mit den Füßen auf den Boden zu kommen, empfiehlt der ADFC. Wer mehr Halt auf der Fahrbahn haben möchte, sollte den Luftdruck der Reifen auf den Mindestdruck senken, der an der Reifenflanke angegeben ist. Damit liegt der Reifen mit einer größeren Fläche auf der Fahrbahn.

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