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Preiserhöhung

„Pickerl“ wird teurer: Vignette für Österreich kostet ab 2023 mehr

Im Ausland wird oft eine Maut fällig, wenn man die Autobahn nutzen will – auch in Österreich. Im kommenden Jahr wird das „Pickerl“ teurer.

Update vom 24. November 2022, 16.01 Uhr: Wer eine Urlaubsfahrt ins Ausland plant, sollte nicht vergessen, die Kosten für Mautgebühren in die Ferienkasse mit einzuberechnen. Denn im Gegensatz zu Deutschland wird in vielen europäischen Ländern eine Mautgebühr fällig. Unter anderem auch im Nachbarland Österreich – und dort wird das „Pickerl“ ab 2023 teurer.

Österreich verlangt ab 2023 mehr für das „Pickerl“. (Symbolbild)

„Pickerl“ wird teurer: Vignette für Österreich kostet ab 2023 mehr

Wie der ADAC berichtet, kostet die Pkw-Jahresvignette 2023 dann 96,40 Euro – das sind 2,60 Euro mehr als bislang. Für das Zwei-Monats-„Pickerl“ werden 29 Euro fällig, eine Steigerung um 80 Cent. Und die 10-Tages-Vignette kostet ab 2023 9,90 Euro (plus 30 Cent). Laut dem Automobilklub fallen die Erhöhungen damit um 100 Prozent höher aus als noch im Vorjahr (2021 auf 2022).

Immerhin: Die Jahresvignette für die Schweiz kostet weiterhin 40 Franken (umgerechnet rund 41 Euro, Stand Ende November 2022). Und auch in Slowenien gibt es keine Preiserhöhungen: Die Pkw-Jahresvignette kostet dort 110 Euro, die Monatsvignette 30 Euro und die 7-Tages-Vignette 15 Euro. Der ADAC warnt dabei vor dem Kauf bei unseriösen Online-Anbietern: Diese rufen teils mehr als das Doppelte des echten Preises auf.

Erstmeldung vom 07. Juli 2022, 8.52 Uhr: In den vergangenen Jahren gab es in Deutschland immer wieder eine Debatte über eine Autobahnmaut. Der Versuch, diese 2016 einzuführen, scheiterte letztlich aber. In den Nachbarländern Österreich, Schweiz und Tschechien gibt es indes seit vielen Jahren eine Maut. Wer in diesen Ländern auf die Autobahn will, braucht daher eine Vignette. Wer ohne unterwegs ist, riskierte hohe Strafen.

Maut im Ausland: Wie viel kostet die Vignette 2022 in Österreich

Autofahrer, die 2022 mit ihrem Auto nach Österreich wollen, müssen tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr. Der neue Preis für die Pkw-Jahresvignette beträgt 93,80 Euro (+ 1,30 Euro), für zwei Monate 28,20 Euro (+ 40 Cent), und das 10-Tages-Pickerl kostet jetzt 9,60 Euro (+ 10 Cent). Auch Motorradfahrer müssen tiefer in die Tasche greifen: Die Jahresvignette kostet nun 37,20 Euro (+ 50 Cent), die Zwei-Monats-Vignette 14,10 Euro (+ 20 Cent) und die 10-Tages-Vignette 5,60 Euro (+ 10 Cent).

In Österreich ist die Vignette im Vergleich zum Vorjahr um einiges teurer geworden.

Allerdings gibt es in Österreich auch einige Autobahnabschnitte, auf denen ohne Vignette gefahren werden kann. Für deutsche Reisende sind dabei folgende Abschnitte von Bedeutung:

  • Inntalautobahn A12 (zwischen der Staatsgrenze bei Kufstein und der Anschlussstelle Kufstein-Süd)
  • Westautobahn A1 (zwischen der Staatsgrenze am Walserberg und der Anschlussstelle Salzburg-Nord)
  • Rheintal/Walgau-Autobahn A14 (zwischen der Staatsgrenze bei Hörbranz und der Anschlussstelle Hohenems)
  • Linzer Autobahn A26 (derzeit noch im Bau)

Maut im Ausland: Kosten der Vignette in der Schweiz und digitale Vignette in Tschechien

Ähnlich wie in Österreich müssen deutsche Touristen auch in der Schweiz 2022 mehr für die Vignette bezahlen. Die Preiserhöhung auf 39 Euro (+ 50 Cent) ist dabei jedoch auf den Wechselkurs zurückzuführen, in der Schweiz kostet sie nach wie vor 40 Franken.

In Tschechien kostet die Jahresvignette 1.5000 Kronen (etwa. 56,80 Euro). Für die Monatsvignette werden 440 Kronen (ca. 16,70 Euro), das 10-Tage-Pickerl liegt 2022 bei 310 Kronen (ca. 11,70 Euro). Ein Aufkleber muss jedoch nicht mehr an die Windschutzscheibe. Seit 2021 setzt man auf eine digitale Vignette, die vorab über das deutschsprachige Online-Portal des staatlichen tschechischen Vignettenvertriebs (SFDI) erworben werden kann. Auch in Österreich und Slowenien haben Autofahrer inzwischen die Möglichkeit, eine digitale Vignette zu erwerben. Das tschechische Verkehrsministerium warnt zudem vor unautorisierten Verkaufsstellen, an denen oft überhöhte Preise und Gebühren verlangt werden.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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