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Gerichtsurteil

Geschädigter darf Auto gemäß Gutachten reparieren lassen

Ein Geschädigter darf sein Auto gemäß Gutachten reparieren lassen. Die Versicherung der Gegenseite muss die Kosten tragen. Foto: Daniel Karmann
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Ein Geschädigter darf sein Auto gemäß Gutachten reparieren lassen. Die Versicherung der Gegenseite muss die Kosten tragen. Foto: Daniel Karmann

Bei Autoreparaturen nach einem unverschuldeten Unfall muss die gegnerische Versicherung alle im Sachverständigengutachten aufgeführten Posten begleichen. Auch wenn diese technisch nicht nötig waren.

Überlingen (dpa/tmn) - Lässt ein Unfallgeschädigter sein Auto nach einem Sachverständigengutachten reparieren, darf die Werkstatt in der Regel sämtliche dort aufgeführten Posten abarbeiten. Das gilt unabhängig davon, ob jeder einzelne technisch nötig war oder nicht.

Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Überlingen (Az.: 2 C 57/17): Ein Autofahrer ließ sein Fahrzeug nach einem unstrittig unverschuldeten Unfall auf Basis eines Sachverständigengutachtens reparieren. Von den Kosten in Höhe von 7800 Euro wollte die gegnerische Versicherung aber nur 7100 bezahlen. Ihre Begründung: Eine Beilackierung, diverser Arbeitslohn sowie die Probefahrt und die Kosten für die Reinigung seien unnötig.

Dem widersprach das Gericht. Zwar müsse auch ein Geschädigter das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachten, doch die beanstandeten Arbeiten standen bereits im Gutachten. Und auf dieses dürfe sich ein Laie verlassen. Über den Fall berichtet die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht

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