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Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf: Experte erklärt, worauf man achten muss

Gerade bei älteren Gebrauchtwagen kann ein Fehlkauf schnell zum finanziellen Fiasko werden. Wer einige Tipps beachtet, minimiert das Risiko.

Wer ein Auto kaufen will, hat es im Moment nicht leicht. Aufgrund von Chipmangel und gestörter Lieferketten muss man auf Neuwagen aktuell teils lange warten – und auch mit großen Rabatten braucht man nicht zu kalkulieren. Doch auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt sieht es nicht viel besser aus: Das Angebot ist knapp, die Preise hoch. Umso so mehr schmerzt ein Fehlkauf. Ein Experte hat einige Tipps parat, wie man das Risiko danebenzugreifen minimiert.

Einen Gebrauchtwagen sollte man vor dem Kauf gründlich checken – und im Zweifelsfall einen Fachmann hinzuziehen. (Symbolbild)

Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf: Experte erklärt, worauf man achten muss

So sollte man laut Stefan Ehl, Kraftfahrzeugexperte bei der Sachverständigenorganisation KÜS, zunächst einmal die Daten aus der Anzeige mit denen des tatsächlichen Fahrzeugs vergleichen und darauf achten, dass diese übereinstimmen. Beispielsweise sollte man überprüfen, ob der Kilometerstand korrekt ist, die Ausstattung richtig angeben wurde und der beschriebene Allgemeinzustand tatsächlich zutrifft.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf: Für die äußerliche Untersuchung ruhig Zeit lassen

Grundsätzlich sollte man sich laut dem KÜS-Fachmann für die äußerliche Untersuchung des Fahrzeugs ruhig Zeit lassen – und auch mal in die Knie gehen. „Schauen Sie nach Rost an Türen und Radläufen, nehmen Sie die Kofferraumverkleidung hoch, blicken Sie in den Motorraum und prüfen Sie, ob sich unter dem Auto Ölpfützen bilden“, erklärt Ehl. Bei Privatkäufen lohnt sich also ein Blick auf den bisherigen Stellplatz. Wichtig ist auch der Zustand der Reifen: Wenn sie zu alt oder zu abgefahren sind, steht ein Wechsel an, ungleichmäßige Abnutzung kann auf Fahrwerksprobleme hindeuten. Wie schwerwiegend die so gefundenen Mängel sind, lasse sich für einen Laien nicht immer leicht einschätzen – ein erstes Gefühl für das Auto und ein wenig Verhandlungsmasse für die Preisfindung lasse sich so aber erlangen. 

Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf: Ölwechsel-Zettel im Motorraum anschauen

Wichtig ist auch die Kontrolle der Papiere: Ehl empfiehlt unter anderem, den Ölwechsel-Zettel im Motorraum anzuschauen – und zu checken, ob dieser zu den Verkäuferangaben passt. Auch ein genauer Blick in die Zulassungsbescheinigung sowie ins Serviceheft lohnt sich – denn nicht jeder Verkäufer nutzt den Begriff „scheckheftgepflegt“ im engsten Sinne. Nicht selten wird laut dem Experten das Büchlein nur in den ersten Jahren ausgefüllt – und dann vernachlässigt. Wer ganz sicher gehen will, kann sich bei einem Dienstleister gegen eine überschaubare Gebühr eine Gebrauchtwagen-Historie des Wunschautos besorgen. Aufgrund relativ strenger Datenschutzregeln ist die Aussagekraft in Deutschland aber geringer als in anderen Ländern. Ganz grobe Betrugsversuche können die Zertifikate aber oft trotzdem aufdecken. Erst kürzlich gingen der Polizei vermeintliche Tacho-Dreher ins Netz.

Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf: Im Zweifelsfall lieber einen Profi-Check machen lassen

Nicht nur, wenn die Sichtkontrolle von Auto und Papieren Fragen aufwirft, lohnt eine kurze Prüfung des Fahrzeugs in der Werkstatt. Solche Gebrauchtwagen-Checks bieten viele Prüforganisationen und Kfz-Betriebe für kleines Geld und oft auch relativ kurzfristig an. Die Perspektive unter einer Hebebühne hat schon so manche schön geschminkten Schrottmöhre enttarnt. Nicht nur bei teureren Gebrauchten, wo der Gewinn bei Schummeleien hoch ausfällt, lohnt sich daher die kleine Investition. (Mit Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © Wavebreak Media LTD/Imago

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