Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Stromer boomen

Elektroauto: Umweltbonus-Wegfall verschreckt Kunden nicht

Die Zukunft des Umweltbonus ist ab 2023 unklar. Doch viele Kunden schreckt das nicht ab, sie würden auch ohne Förderung ein Elektroauto kaufen.

Wer sich ein Elektroauto kauft, der kann sich noch über einen Zuschuss in Höhe von 9.000 Euro freuen – vorausgesetzt, das Fahrzeug wird noch 2022 geliefert, was zahlreiche Hersteller trotz Chipmangel versprechen. Wie es ab 2023 mit der Förderung weitergeht, ist unklar. Umweltminister Robert Habeck möchte die Förderung gerne verlängern und sukzessive verringern. Finanzminister Christian Lindner hingegen würde die Prämie gerne sofort abschaffen und zog damit den Unmut der Hersteller auf sich. Einen Einfluss auf den Elektroauto-Boom in Deutschland hätte das jedoch kaum.

So hat eine Studie im Auftrag der Mercedes-Benz Mobility GmbH ergeben, dass 80 Prozent der Premiumauto-Fahrer in den kommenden fünf Jahren auf einen Stromer wechseln wollen. Und auch sonst steigt das Interesse an den Elektroautos immer weiter an. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Umweltprämie wegfallen würde.

Auch ohne Umweltbonus würden sich viele Kunden ein Elektroauto zulegen. (Symbolbild)

Elektroauto: Umweltbonus-Wegfall verschreckt Kunden nicht

Eine Umfrage des Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag der WirtschaftsWoche ergab, dass sich etwa ein Drittel der Interessierten ohne Kaufprämie kein Elektroauto anschaffen würden. Die restlichen Befragten würden auch zu deutlich höheren Kosten auf den umweltfreundlichen Antrieb umsteigen.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Allerdings gibt es auch viele Umfrageteilnehmer, die noch von der Subvention profitieren wollen, so würden 49 Prozent derer, die in den nächsten 24 Monaten ein Elektroauto kaufen wollen, die Anschaffung vorziehen, sollte die Prämie Ende des Jahres auslaufen.

Elektroauto: Mehrheit begrüßt Umweltbonus-Wegfall

Etwa 59 Prozent der Befragten teilen zudem auch die Meinung von Lindner und würden es begrüßen, wenn der Kauf eines Elektroautos nur noch bis Ende 2022 mit Steuergeldern subventioniert würde. Bei den Anhängern der Grünen würde derweil eine leichte Mehrheit (53 Prozent) die Verlängerung begrüßen. Bei der FDP sind es lediglich 17 Prozent.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von 24auto.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Doch auch die Argumente gegen den Kauf haben sich kaum verändert. So nannten 66 Prozent den hohen Kaufpreis als Hauptgrund. Für 65 Prozent der Befragten ist die Reichweite zu gering, bei deren Einschätzung uns das Gehirn oftmals einen Streich spielt. Und auch das mangelnde öffentliche Ladenetz (54 Prozent) sowie die fehlende private Lademöglichkeit (46 Prozent) werden noch immer als Gründe angeführt.

Rubriklistenbild: © Christoph Dernbach/dpa

Kommentare