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Neuer Name, neues Design

Facelift beim DS 7: Das kann der Luxus-SUV aus Frankreich

DS 7 grau metallic von oben
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Her mit dem großen Franzosen – das Vergnügen DS 7 ist aber nicht gerade billig, los geht es bei 42.490 Euro.

Auch der Staatspräsident Emmanuel Macron bekommt einen DS 7. Außen Luxus, innen Technik von der Stange. Was ist dran am Luxus-SUV aus Frankreich?

  • Aus dem DS 7 Crossback wird der DS 7 – was sich alles ändert.
  • Die Top-Leistung steigt auf 360 PS, sogar einen Diesel gibt es.
  • Warum bayerische Kühe eine große Rolle spielen beim Interieur.

Die einen trinken Prosecco, die anderen Champagner. Die einen nehmen Kunstleder, bei anderen muss es ein besonders weiches und makelloses Produkt sein. Und genau hier kommt die bayerische Kuh ins Spiel, die es posthum in die französische Hauptstadt Paris schafft. Denn dort sitzt die Automarke DS, einst unter einer Haube mit Citroen, nun ein eigener Hersteller mit Luxus-Anspruch. Und weil noblesse oblige, Adel verpflichtet, nimmt man dort für die feinen Fahrzeuge eben kein gewöhnliches Leder her, sondern nur das von der bayerischen Kuh. Am besten das von einer, die ihr Leben glücklich auf der Alm verbracht hat. Dort gibt es kaum Mücken und Bremsen und deshalb auch keine Löcher im Leder. Makellos Bayerisch eben.

Auf das Leder sind die Franzosen besonders stolz. Es kommt aus Bayern und hat eine ganz besondere Qualität.

DS 7: Macaron auf vier Rädern für Monsieur Macron

DS will eine Autofirma mit Anspruch sein. Das Macaron unter dem Allerwelts-Gebäck. Deshalb legt man dort auch Wert darauf, dass die großen Limousinen wie der DS 7 auch vom höchsten Franzosen gefahren werden. Das Macaron auf vier Rädern für Monsieur Macron. Dass der aktuelle DS 7, der aus dem DS 7 Crossback hervorgeht, schon bald im Elysée-Palast vorfährt, daran arbeite man gerade, heißt es bei den französischen Autobauern. Sie gehören zum Stellantis-Konzern, sollen aber als luxuriöse Speerspitze die gehobene Klientel ansprechen. Keine Mode von der Stange, sondern Haute Couture.

Die schicke Uhr im Armaturenbrett versenkt sich beim Ausschalten des Autos im Armaturenbrett und klappt während der Fahrt wieder aus.

DS 7: Das ist keine Uhr, das ist ein Chronograph

Nicht nur die Materialien müssen der letzte Schrei sein, sondern auch das Design. Und da hat man beim neuen DS 7 hie und da ein wenig nachgeschärft. Fein gezeichnete Rückleuchten, die an funkelnde Diamanten erinnern, schwarze Glasflächen um die Fensterscheiben, und ein neuer Kühlergrill, der so glitzert wie der Blick in den glasklaren Nachthimmel. Bon! Das ist schon keine Hausmannskost mehr, sondern eine für Feinschmecker. Im Innenraum geht das so weiter. Man setzt sich auf edles Leder (bayerisch), im Armaturenbrett schlummert eine Uhr von B.R.M., die sich beim Starten des Fahrzeugs aus dem Cockpit herausdreht. Mon Dieu – haben wir Uhr gesagt? Nein, es ist ein Chronograph, wir zitieren DS, „mit einem einzigartigen Design: ein Gehäuse aus Belem-Bronze mit einer Magnesium- und Aluminiumlegierung, ein schwarzes, hinterleuchtetes Zifferblatt mit einem Hauch von Karminrot, entspiegeltes Mineralglas und die charakteristische Pariser Guillochierung.“

Markant ist die Lichtsignatur des DS 7 in der Front. Die Tagfahrlichter wirken wie die Barten eines großen Fischs.

Wer DS fährt, darf nachts in den Louvre

Exklusiv ist auch der Kundenkreis von DS. Viele Selbstständige heißt es, Architekten, Anwälte, Designer und Künstler. Im Schnitt 55 Jahre alt, 80 Prozent davon männlich mit einem Monatseinkommen von 5.000 Euro und mehr. Menschen, die kein Statussymbole fahren wollen, sondern ein individuelles Auto, und Wert auf Ästhetik und Exklusivität legen. Deshalb haben DS-Kunden auch Zugang zu Events, die man so nicht kaufen kann. Ein Besuch im Louvre – aber nachts. Oder ein Kurs mit der Küchen-Legende Otto Koch in seinem Privathaus in der Nähe von München. Und selbstverständlich müssen DS-Besitzer ihr Auto nicht zur Inspektion bringen und dort wieder abholen. Dafür gibt es DS-Valet-Service, erfolgreich eingeführt während der Pandemie und nun ein fester Bestandteil der französischen Kundenbindungsstrategie.

Die Lichtbänder am Heck des DS 7 sind neu. Sie sind schmaler geworden und funkeln nachts wie Diamanten.

Außen exklusiv, innen Technik von der Stange beim neuen DS 7

Da mag die Hülle noch so schick sein, unter dem Blechkleid aber gibt es Technik von der Stange. Hört sich schlechter an als es eigentlich ist. Die Stellantis-Produkte sind ausgereift und wen interessiert es ernsthaft, ob ein DS vom gleichen Motor angetrieben wird wie ein Peugeot, Fiat, Opel oder Chrysler. Beim aktuellen DS 7 sind es ein 130-PS-Diesel und drei Hybrid-Varianten von 225 über 300 bis hin zum neuen Spitzenmodell dem E-Tense 4x4 360, der eben 360 PS hat. Die rein elektrische Reichweite pendelt so um die 60 Kilometer, je nachdem, wo man seinen DS bewegt. Neu im Vergleich zum alten Crossback ist neben der Spitzenmotorisierung das Pixel-Licht LED Vision 3.0. Wie der Name schon sagt, können die einzelnen Pixel die Fahrbahn noch präziser und weiter (380 Meter) ausleuchten und so das Maximum an Sichtbarkeit erreichen. Auch beim Infotainment-System hat DS nachgebessert. 12 Zoll misst das Kombi-Instrument, das mit konfigurierbaren Widgets auf den persönlichen Bedarf ausgerichtet werden kann.

Schlichtes, aber elegante Ästhetik drückt das DS 7-Desing auch im Innenraum aus. Nappa-Leder trifft auf Metall.

Was der Sturm auf die Bastille und DS gemein haben

Exklusivität hat natürlich ihren Preis. So groß wie zwischen Prosecco und Champagner klafft die Lücke aber nicht. Der kleine Diesel mit der Grund-Ausstattung kostet 42.490 Euro, der große Hybrid in der Opera-Linie ab 67.990 Euro. Dann hat er schon fast das volle Programm an Bord. Dass die Franzosen durchaus Sinn für Humor und Selbst-Ironie haben – merkt man an den Namen der Ausstattungslinien. Bei „Opera“ bekommt man eine große Bühne, also alles, was das Herz begehrt. Am anderen Ende also an der Basis rangiert die Einstiegsvariante „Bastille“. Der Ort, der mit seiner Erstürmung als Beginn der Französischen Revolution gilt und damit auch als Anfang der Demokratiebewegung.

Technische Daten DS 7 E-Tense 4x4 360 Opera

  • Verbrenner
  • Reihen-Vierzylinder, Benziner
  • Hubraum: 1598 ccm 
  • max. Leistung: 147 kW (200 PS) bei 6.000 U/min
  • max. Drehmoment: 300 Nm bei 3.000 U/min
  • E-Maschinen:
  • Vorne max. Leistung: 81 kW (110 PS) 
  • max. Drehmoment: 320 Nm
  • Hinten max. Leistung: 83 kW (113 PS) 
  • max. Drehmoment: 166 Nm
  • System:
  • max. Leistung: 265 kW (360 PS) 
  • max. Drehmoment: 520 Nm
  • Batterie: 14,2 kWh
  • Reichweite elektrisch: 58 km
  • Onboard-Lader: 7,4 kW
  • Ladedauer: 2 std. 09 min. / AC Wallbox mit 22 kW (*)
  •              7 std. 30 min. / AC (1,8 kW Haushaltssteckdose)
  • Antrieb: 8-Gang-Automatik, Allrad
  • 0-100 km/h: 5,7 Sekunden
  • Spitze: 250 km/h
  • Normverbrauch: 1,8 l / 100 km
  • Stromverbrauch: 18,7 kWh / 100 km
  • CO2-Emission: 40 g/km 
  • Länge / Breite / Höhe: 4,59 / 1,90 / 1,62 m
  • Kofferraum: 555 l
  • Leergewicht / Zuladung: 2061 / 414 kg
  • Anhängelast (gebr.): 1.200 kg
  • Preis ab: 67.990 Euro
  • *In Deutschland ist die Ladeleistung einphasig im privaten Bereich in aller Regel auf 4,6 kW begrenzt.

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