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Regeln beachten

Bus mit eingeschaltetem Warnblinker: Wann ist das Überholen erlaubt?

Wenn ein Bus den Warnblinker einschaltet, ist Vorsicht geboten – denn dann darf man ihn nur noch unter bestimmten Voraussetzungen überholen.

Es ist eine Situation, die so mancher Autofahrer schon einmal erlebt hat: Man hat es eilig – und dann fährt auch noch „Schleicher“ vor einem her. Jetzt gilt es bei allem Ärger einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn wer drängelt und aufblendet, macht sich unter Umständen einer Nötigung im Straßenverkehr schuldig. Erst kürzlich eskalierte ein Überholmanöver auf einer Landstraße – die anschließende Schlägerei endete für einen Mercedes-Fahrer im Krankenhaus. Auch ein ständig an Haltestellen stoppender Bus kann einen als Autofahrer auf die Palme bringen. Doch auch in diesem Fall gilt: Ruhe bewahren! Zwar ist beim Überholen generell Vorsicht geboten – speziell aber, wenn ein Bus den Warnblinker einschaltet.

Solange ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinker noch fährt, darf man ihn nicht überholen. (Symbolbild)

Bus mit eingeschaltetem Warnblinker: Wann ist das Überholen erlaubt?

Bus und Warnblinker? Da war doch irgendwas. So mancher langjährige Autofahrer erinnert sich an dieser Stelle dunkel an seine Führerscheinprüfung zurück. Nur: Wie genau war gleich noch die Regel? Zunächst einmal gilt bei entsprechend gekennzeichneten Schul- oder Linienbussen, die an einer Haltestelle (Schild mit einem grünem „H“ vor gelbem Hintergrund), dass Autofahrer nur vorsichtig am Bus vorbeifahren dürfen – und das gilt auch für den Gegenverkehr. Sollten Fahrgäste ein- oder aussteigen, darf in Fahrtrichtung nur mit Schrittgeschwindigkeit und ausreichendem Abstand überholt werden. Ist ein gefahrloses Passieren nicht möglich, muss der Autofahrer warten.

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Bus fährt mit eingeschaltetem Warnblinker – dann ist das Überholen verboten

An manchen Haltestellen schalten die Busfahrer jedoch das Warnblinklicht ein – und das bedeutet laut § 20 der Straßenverkehrsordnung (StVO), dass der Bus, solange er noch fährt, nicht mehr überholt werden darf. Erst wenn der Bus zum Stillstand kommt, darf man ihn wieder passieren – auch wenn er noch den Warnblinker eingeschaltet hat. Allerdings nur vorsichtig, mit ausreichendem Abstand und dazu in Schrittgeschwindigkeit – letztere gilt dabei auch für den Gegenverkehr, solange die Gegenfahrbahn nicht baulich getrennt ist, beispielsweise durch eine Leitplanke.

Bedeutung von Verkehrsschildern: Kennen Sie bei allen die Bedeutung?

StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Das Verkehrszeichen für den Überholverbot dürfte allen Autofahrern bekannt sein. Dieses neue Straßenschild ist eine Abwandlung dessen. Es gilt explizit als Überholverbot von einspurigen Fahrzeugen. Das bedeutet in Straßenabschnitten, die mit diesem Verkehrszeichen ausgeschildert sind, dürfen mehrspurige Fahrzeuge (Autos, LKWs) keine Motorräder oder Fahrräder überholen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch dieses Straßenschild dient dem Schutz von Fahrradfahrern. Es markiert einen Bereich, der als Fahrradzone gilt. Das bedeutet für Autofahrer, dass sie ab diesem Schild maximal mit Tempo 30 km/h fahren dürfen. Außerdem dürfen sie den Radverkehr weder gefährden noch behindern. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mal Hand aufs Herz: Vermutlich haben viele Radfahrer ohnehin von dieser Regelung Gebrauch gemacht - auch wenn sie bislang als Verstoß gewertet wurde. Jetzt ist das rechts Abbiegen an einer roten Ampel offiziell erlaubt - zumindest dort, wo der Grünpfeil für Radfahrer das kennzeichnet.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
Abbiegepfeil für Autofahrer
Das gleiche Verkehrszeichen gibt es seit geraumer Zeit auch für Autofahrer. Doch es herrscht weiterhin noch viel Unwissenheit unter den Verkehrsteilnehmern bezüglich des Grünpfeils. Denn korrekterweise muss man sich hierbei wie bei einem Stoppschild verhalten. Das bedeutet, das Fahrzeug muss zunächst vollständig anhalten und laut Straßenverkehrsordnung mindestens drei Sekunden stehenbleiben. Erst dann darf man bei einer roten Ampel rechts abbiegen, sofern kein anderer Verkehrsteilnehmer gefährdet wird. Die gleichen Regelungen gelten auch für Radfahrer.  ©  Malte Christians/dpa (Archivbild)
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Dieses Verkehrszeichen kennzeichnet Radschnellwege unabhängig von der Beschaffenheit der Straße. Zum Beispiel bei sandigen Straßen soll so kenntlich gemacht werden, dass es sich um einen Radschnellweg handelt. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Mit diesem Straßenschild sollen künftig Bereiche für Lastenfahrräder freigehalten werden, wie etwa Parkbereiche, Abstellflächen oder Ladezonen. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Fahrzeuge von Carsharing-Diensten müssen mit dieser Plakette an der Windschutzscheibe klar erkennbar sein. Der Firmenname sowie das Kennzeichen müssen darauf zu sehen sein.  © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
PKWs, LKWs, Fahrräder, Fußgänger: Die meisten Verkehrsteilnehmer haben ein entsprechendes Sinnbild für Verkehrszeichen. Ab sofort gibt es auch eins für Fahrgemeinschaften. Allerdings gibt es noch keine Bereiche, wo dieses zum Einsatz kommen könnte. Ähnliches gilt beim folgenden Verkehrsschild. © Bundesanstalt für Straßenwesen
StVO-Novelle 2020: Diese Straßenschilder sind neu im Verkehr
Auch Carsharing-Fahrzeuge bekommen ein eigenes Sinnbild. Es soll unter anderem in Parkbereichen eingesetzt werden, die für Carsharing-Autos bestimmt sind. © Bundesanstalt für Straßenwesen
Speedmarathon in Baden-Württemberg
Temposünder und Falschparker müssen davon abgesehen seit 9. November 2021 tiefer in die Tasche greifen. Der erneuerte Bußgeldkatalog sieht härtere Strafen vor: Wer beispielsweise innerorts 16 bis 20 Kilometer pro Stunde (km/h) zu schnell fährt und geblitzt wird, der zahlt 70 Euro statt wie früher 35 Euro. Höhere Geldstrafen gibt es auch für jene, die verbotswidrig auf Geh- und Radwegen parken, unerlaubt auf Schutzstreifen halten oder in zweiter Reihe parken und halten. So kostet das Parken in zweiter Reihe nun 55 statt 20 Euro, noch teurer wird es, wenn andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet werden. Neu ist außerdem eine Geldbuße von 55 Euro für unberechtigtes Parken auf einem Parkplatz für elektrisch betriebene Fahrzeuge und Carsharing-Fahrzeuge. © Uwe Anspach/dpa (Archivbild/Symbolbild)

Bus unerlaubt überholen – diese Strafen drohen

Hält man sich nicht an die Schrittgeschwindigkeit, wird laut ADAC ein Verwarnungsgeld in Höhe von 15 Euro fällig. Ignoriert man das Überholverbot oder behindert oder gefährdet Fahrgäste, droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 70 Euro sowie ein Punkt in Flensburg. Wichtig: Die genannten Regeln gelten nur für entsprechende gekennzeichnete Schul- und Linienbusse. Busse von Privatunternehmen oder Fernbusse, die an einer Haltestelle am Straßenrand halten, sind davon ausgenommen.

Rubriklistenbild: © Gottfried Czepluch/Imago

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