Neue Produktlinien vor Weihnachten

Darauf müssen Tablet-Käufer achten

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Der kriselnde finnische Handykonzern Nokia stellte etwa am Dienstag seinen ersten Flachrechner vor.

Berlin - Die Elektronikbranche startet mit einer ganzen Reihe neuer Tabletcomputer in das Weihnachtsgeschäft. Doch worauf kommt kommt es, worauf müssen Käufer achten. Ein Überblick.  

Der kriselnde finnische Handykonzern Nokia stellte etwa am Dienstag seinen ersten Flachrechner vor. Konkurrent Microsoft startete den Verkauf der zweiten Generation seiner Surface-Tablets. Und von Marktführer Apple wurde erwartet, dass dieser am Dienstagabend neue Versionen seines Verkaufsschlagers iPad vorstellt. Käufer können bei der Anschaffung eines Tablets auf eine Reihe von Eckpunkten achten.

AUSWAHL: Die Auswahl an Tablets ist groß. Das iPad von Apple hat nach Angaben der US-Marktforschungsfirma IDC einen Marktanteil von etwa einem Drittel. Das übrige Feld teilt sich eine Vielzahl anderer Hersteller, deren Geräte fast alle mit Android laufen. Das Google-Betriebssystem hat einen Marktanteil von etwa 63 Prozent. Nur wenige Geräte laufen mit Windows von Microsoft. Die meisten Geräte verfügen über Bildschirme mit einem Durchmesser zwischen sieben und zehn Zoll. Besonders günstige Tablets sind ab etwa 100 Euro zu haben, die teuersten kosten etwa 1000 Euro.

BETRIEBSSYSTEME: Die Stiftung Warentest bewertete die Funktionsfähigkeit von Android und dem Apple-System iOS als gut. Als Pluspunkt von iOS nannten die Tester die einfache Bedienung. Auch ist das Angebot an Anwendungen und an Medieninhalten für das iPad noch immer vergleichsweise groß. Android bietet Nutzern dafür mehr Freiheit. Videos, Musik oder andere Dateien können einfacher von anderen Rechnern auf Android-Tablets überspielt werden. Bei Apple braucht es hierzu Extra-Software. Microsoft überarbeitete sein Windows 8 nach Kritik an der Benutzerfreundlichkeit.

LEISTUNG: Android-Geräte sind laut Stiftung Warentest eine ernstzunehmende Alternative zum iPad. Deren Handhabung ist demnach nicht weniger flüssig. Die Tester rieten jedoch vom Kauf von Billiggeräten von um die 150 Euro ab. Bei Geräten mit einer Vollversion des Microsoft-Betriebssystems Windows 8.1 können die gleichen Programme installiert werden wie auf jedem Windows-PC. Bei Windows RT, der abgespeckten Variante des Betriebssystem, sind - wie bei Geräten mit iOS und Android - spezielle Anwendungen nötig, sogenannte Apps.

BILDSCHIRME: Apple bietet vom iPad 3 aufwärts hochauflösende Displays an, steht damit aber nicht alleine. Auch eine Reihe von Geräten mit Android und Windows hat solche Bildschirme. Hochauflösende Displays sind angenehm für die Augen. Dies kann beim Lesen und Ansehen von Filmen von Vorteil sein. Beim Vergleich der Stiftung Warentest hatten Billig-Tablets die schlechtesten Displays.

INTERNET: Zu Hause surfen mit dem Tablet über das Drahtlos-Netzwerk ist Standard. Surfen unterwegs per Mobilfunk geht auf zwei Wegen: Zum einen gibt es Tablets mit eingebauten Mobilfunk-Modulen, in die eine SIM-Karte wie beim Handy gesteckt wird. Solche Geräte kosten meist mehr. Zum anderen können auch Smartphones zum Herstellen einer mobilen Internetverbindung genutzt werden und diese an das Tablet weiterreichen. Für den mobilen Internetzugang empfehlen sich Flatrate-Datentarife, die zum Festpreis pro Monat ein bestimmtes Datenvolumen zum schnellen Surfen bieten.

So sieht Apples neues iPad Air aus

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SOFTWARE, MUSIK & MEDIEN: Apps für das iPad gibt es nur über den App-Store von Apple. Bei Android-Geräten können die Anwendungen neben dem Onlinekiosk Play von Google auch von anderen Quellen kommen. Musik und Videos können Nutzer auf Tabletcomputer von anderen Rechnern aus überspielen. Apple und Google versuchen jedoch, die Anwender an ihre eigenen Onlinekioske zu binden und ihnen dort Inhalte zu verkaufen.

NOTEBOOK-ERSATZ: Tablets bieten heute eine Vielzahl von Funktionen und Arbeitsmöglichkeiten - gerade Microsoft-Geräte, auf denen auch viele Programme für herkömmliche Computer installiert werden können. Das Fachmagazin "c't" kam jüngst in einem Vergleich jedoch zu dem Schluss, dass Tablets mit Anstecktastatur nur mit Einschränkungen eine Alternative zu Notebooks sein können. Hauptkritikpunkt waren Abstriche bei der Ergonomie.

afp

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