Flugzeugunglück von Buffalo: Spaß im Cockpit

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Kapitän Marvin Renslow und die Co-Pilotin Rebecca Shaw

Washington - Bei dem Unglück kamen am 11. Februar in Buffalo im Nordosten der USA 50 Menschen ums Leben. Jetzt wurde eine Mitschrift des Stimmenrekorders im Cockpit veröffentlicht.

Drei Monate nach dem schwersten Flugzeugunglück in den USA seit sieben Jahren sucht die Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) in einer öffentlichen Anhörung nach Antworten auf viele Fragen. Im Mittelpunkt stehen Auswahl, Ausbildung und körperliche Verfassung der beiden Piloten.

Am ersten der drei Anhörungstage wurde eine Mitschrift des Stimmenrekorders im Cockpit veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die Piloten Marvin Renslow und Rebecca Shaw bemerkt hatten, dass sich auf der Cockpitscheibe Eis gebildet hatte.

Mit Flügen unter solchen Bedingungen hatten sie aber offenbar keine Erfahrung. Kurze Zeit nach dem Gespräch fielen die Triebwerke aus, die zweimotorige Turboprop-Maschine vom Typ Dash 8-Q400 Bombardier stürzte auf ein Haus.

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Mitarbeiter der Fluggesellschaft Colgan Air räumten ein, dass Renslow und Shaw nicht sorgfältig genug auf die Anzeige der Instrumente achteten und dass sie von dem Triebwerksalarm überrascht worden seien. Auch wurde bekannt, dass Renslow vor und nach seiner Einstellung durch Colgan im Jahr 2005 mehrere Übungstests versäumt hat. Die Befähigung zum Fliegen der Dash-8 hatte er erst drei Monate vor dem Unglücksflug erlangt. Auch Übermüdung könnte eine Rolle gespielt haben. Beide Piloten mussten für den Flug erst nach Newark in New Jersey anreisen - Renslow aus seinem Haus in der Nähe von Tampa in Florida, Shaw aus ihrem Wohnort bei Seattle. Shaw litt vermutlich auch unter einer Erkältung.

ap

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