Verletzte bei Oranier-Marsch

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Jährlich am 12. Juli gedenken die Oranier der Schlacht von Fluss Boyne.

Belfast - Am Rande eines Umzugs des protestantischen Oranier-Ordens in Nordirland haben militante Katholiken Brandsätze auf die Polizei geschleudert, außerdem explodierte eine kleinere Bombe.

Mehrere Randalierer und mindestens ein Beamter wurden in Belfast verletzt. Mehr als 100 Polizisten waren dort mit drei Wasserwerfern gegen die Menge im Einsatz. Zu der Detonation in der Stadt Armagh bekannte sich zunächst niemand, Polizei und Politiker vermuteten aber Dissidenten der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) als Urheber.

Die Oranier zogen durch eine andere Straße, als Sicherheitskräfte den Sprengsatz entdeckten. Er explodierte, bevor Experten ihn entschärfen konnten. In zahlreichen Orten in Nordirland nahmen am Montag wieder zehntausende Menschen an den Märschen teil.

Regelmäßige Ausschreitungen

Die Oranier-Umzüge finden alljährlich üblicherweise am 12. Juli statt, dem Jahrestag der legendären Schlacht am Fluss Boyne nordwestlich von Dublin. Dort bezwang der Protestant Wilhelm von Oranien 1690 den englischen König Jakob II., einen Katholiken, und wurde dessen Nachfolger.

Am Jahrestag der Schlacht kam es in der Vergangenheit regelmäßig zu Ausschreitungen. In diesem Jahr fanden die Paraden am 13. des Monats statt, da die Tradition die Märsche nicht an einem Sonntag gestattet. Die Oranier bemühten sich zuletzt, den Umzügen einen friedlichen Anstrich zu geben und hoben den Unterhaltungsaspekt hervor. Zum ersten Mal blieben auch Einkaufszentren in der Innenstadt von Belfast geöffnet.

AP

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