Rundschreiben von Taxivereinigung "8111"

Salzburger Taxifahrer rufen zu Boykott auf

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Salzburg - Nachdem jüngst ein Taxifahrer festgenommen worden war, ruft nun Salzburgs größte Taxivereinigung "8111" zum Boykott von Fahrten nach Bayern auf.

Immer wieder wurden ahnungslose Taxifahrer aus Salzburg als Schleuser nach Bayern eingespannt. Doch der Fall, der am 12. April geschah, ließ die Taxivereinigung "8111" nun handeln.

Am Sonntag, den 12. April hatte ein Salzburger Taxifahrer per Anruf der Zentrale den Auftrag erhalten, fünf Personen über die Grenze nach Bad Reichenhall zu fahren. Doch die Bundespolizei kontrollierte kurz nach Freilassing das Taxi, stellte fest, dass es sich um eine Schleusung handelte und nahm den Taxifahrer fest. Laut dem Rundschreiben der Taxivereinigung habe der Taxifahrer dann eine "stundenlange Vernehmungsprozedur" über sich ergehen lassen müssen, so zitiert salzburg24.de aus dem Schreiben.

Vereinigung ruft zu Boykott auf

In diesem Rundschreiben hat die Vereinigung am Montag auch allen Mitgliedern empfohlen, keine Fahrten mehr über die Grenze nach Bayern zu unternehmen, so salzburg24.de. Weiterhin soll die Taxivereinigung eine rechtliche Prüfung durchführen lassen, ob die Vorgangsweise der deutschen Bundespolizei keine Einschränkung der persönlichen Freiheit oder sogar Überschreitung der Befugnisse darstelle, so salzburg24.de weiter. In dem Schreiben heißt es, es sei nicht mehr akzeptabel, "dass unsere Lenker aufgrund ihrer redlichen Arbeit wie Kriminelle behandelt und in Haft genommen werden. Nachdem wir viele Jahre zugesehen haben und auch in absehbarer Zeit keine Besserung zu erwarten ist, müssen wir nun ein deutliches Zeichen setzen."

mh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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