Nordirland: 300-Kilo-Bombe entschärft

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London - In Nordirland hat das Militär eine 300 Kilogramm schwere Bombe entschärft, die nach Einschätzung der Polizei von republikanischen Extremisten stammt.

Nach Angaben der Ermittler war die Bombe gegen Polizisten gerichtet, allerdings wären bei einer Explosion auch Anwohner ums Leben gekommen. Der hausgemachte Sprengsatz war nahe Forkhill an der Grenze zu Irland entdeckt worden. “Es hätte katastrophal ausgehen können“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. “Dieser Akt krimineller Terroristen hat Anwohner wie Polizisten gefährdet. Die Tat ist rücksichtslos und extrem gefährlich. Das Ziel mögen Polizisten gewesen sein, aber sie scheren sich nicht darum, wer getötet oder verletzt wird.“

Die Bombenleger hatten bei einer Zeitung vor dem Sprengsatz gewarnt. Vor der Entschärfung, die bereits am Wochenende stattgefunden hatte, mussten 20 Anwohner in Sicherheit gebracht werden. Viele davon waren ältere Menschen oder Familien mit Kindern. Immer wieder müssen in der einstigen britischen Krisenregion Sprengsätze entschärft werden. Die nun gefundene Bombe war schwerer als die, mit der 1998 im nordirischen Omagh 29 Menschen getötet wurden.

In der Region lieferten sich katholische Republikaner, die eine Vereinigung Nordirlands mit Irland anstreben, und pro-britische Protestanten jahrzehntelang blutige Kämpfe. Ein Friedensabkommen im Jahr 1998 brachte Nordirland zwar wieder etwas Ruhe. Jedoch kamen erst im März bei zwei Anschlägen von republikanischen Terrorgruppen zwei Soldaten und ein Polizist ums Leben.

dpa

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