Steinbrocken blockiert Gleise

Felsabbruch legt erneut Gotthard-Route lahm

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Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr geht nichts mehr auf der Gotthard-Bahnroute.

Basel - Mit der Bahn nach Bella Italia? Vorerst lieber nicht über die weltberühmte Gotthard-Route. Die ist an einem Streckenabschnitt noch mindestens bis Montag gesperrt.

Ein Felsabbruch hat die Gotthard-Bahnlinie zwischen der Schweiz und Italien bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr lahmgelegt. Der betroffene Streckenabschnitt bei Gurtnellen (Kanton Uri) werde voraussichtlich noch bis Montag geschlossen bleiben, teilte die Schweizerische Bundesbahn (SBB) am Donnerstag mit.

Reisenden nach und von Italien wird empfohlen, auf Zugverbindungen über die Lötschberg-Simplon-Achse auszuweichen, auch wenn ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den Orten Flüelen und Göschenen eingerichtet ist. Die Reisezeit von und nach Süden verlängert sich dadurch um etwa eine Stunde.

Automatischer Alarm stoppt alle Züge

Der Felsabbruch hatte am Mittwoch zu einem Steinschlag von rund 150 Kubikmetern geführt, wovon größere Mengen auf die Bahnlinie stürzten. Verletzt wurde niemand - auch, weil dank eines automatischen Alarms alle Züge rechtzeitig gestoppt werden konnten. Unweit von der jetzigen Stelle hatte im Juni ein Felssturz eine vierwöchige Streckensperrung nötig gemacht.

SBB-Experten gehen davon aus, dass diesmal große Wassermengen schuld waren und zur Instabilität des Felsens führten. Am Donnerstagmorgen wurden die Arbeiten zur Hangsicherung aufgenommen. Anschließend sollen die Felsbrocken von den Gleisen geräumt und Reparaturen ausgeführt werden.

dpa

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