"Projekt Brunn" in Kitzbühel offiziell vorgestellt

"Know-How aus der Autoindustrie für die Piste"

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Echt-Ledersitze aus der Automobilindustrie, Sitzheizung und Wetterschutz - neueste Technik für die Gäste in Kitzbühel
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Kitzbühel - Noch mehr Komfort und ein unvergessliches Erlebnis auf der Piste und dem Weg dorthin: Das versprechen sich die Bergbahnen vom "Projekt Brunn". Los geht's bereits im kommenden Winter.

Die Wintersaison ist im Tiroler Skigebiet noch nicht einmal zu Ende, schon macht sich die Kitzbühler Bergbahnen AG Gedanken, wie der Betrieb in den kommenden Jahren weiter verbessert und vorangetrieben werden kann. Für den kommenden Winter hat sich das Team um den Geschäftsführer Dr. Josef Burger etwas ganz besonderes einfallen lassen:

Das "Projekt Brunn". Kosten: 20,5 Millionen Euro

Die "neuen alten" Pisten, die im Zuge von "Projekt Brunn" revitalisiert werden sollen. (Zur vergrößerten Ansicht hier klicken)

"Wir wollen die Traditionspisten im Kern unseres Skigebiets reaktivieren, revitalisieren und integrieren", beschreibt der CEO das 20,5 Millionen-schwere Vorhaben "Projekt Brunn". Von einer hochmodernen 8er-Sesselbahn erschlossen, sollen den Skifahrern ab dem kommenden Winter insgesamt über 7 Kilometer "neue alte" Pisten auf einer Fläche von 23 Hektar zusätzlich zur Verfügung stehen. "Wir sprechen hier von einem ausgewogenen Gesamtprojekt, das im Winter 2015/2016 einzigartige Qualitätsdimensionen annehmen wird", so Dr. Josef Burger weiter. Die Maßnahme erweitert das bisher vorhandene Pisten-Angebot um gut 5 Prozent, von derzeit 440 Hektar. 

Auf den drei neuen Pisten, angefangen bei einer blauen Route für die Comfort-Carver, über einen roten Hang für die "Genuss-Skifahrer", bis hin zu einer schwarzen Abfahrt, einer beliebten Tiefschnee-Piste, soll dann für jeden Anspruch die passende Antwort parat sein. Um auch die Schneesicherheit gewährleisten zu können, investiert die Bergbahnen AG zusätzlich in einen 85.000 m3 fassenden Speicherteich, über 8 Kilometer Feldleitungen und insgesamt 79 Schneeerzeuger.

8er-Sessel der Firma Leitner als "Herzstück am Berg"

Echt-Ledersitze aus der Automobilindustrie, Sitzheizung und Wetterschutz - neueste Technik für die Gäste in Kitzbühel

Im Rahmen der Pressekonferenz am Donnerstag stellten Dr. Josef Burger und Martin Leitner, Vorstandsmitglied des Herstellers "Leitner ropeways", die neue 8er-Sesselbahn noch vor Baubeginn vor. Die komplett neu entwickelte Seilbahn mit Wurzeln in der Automobil-Industrie soll die Gäste künftig in unter fünf Minuten von der Talstation auf eine Höhe von über 1.900 Metern bringen, die Reisegeschwindigkeit kann auf der rund 1,5 Kilometer langen Fahrt manuell von 5 auf 6 Meter pro Sekunde, je nach Bedarf, gesteigert werden. "Wir peilen hier jedoch keine neuen Geschwindigkeitsrekorde an, sondern können vielmehr ein nachhaltiges, intelligentes und ressourcenschonendes Kapazitätsmanagement umsetzen", berichtet Dr. Josef Burger.

Sitzheizung und Wetterschutz zählt für die Bergbahnen AG in Kitzbühel mittlerweile zum Standard. Die mit Echt-Leder bezogenen Sessel der Bahn sollen dabei sowohl für den passenden Komfort bei den Gästen sorgen, spielen jedoch auch bei der Sicherheit eine tragende Rolle: "Der Bezug vermindert gleichzeitig die Rutschfähigkeit und steigert in Verbindung mit der Schließbügelverriegelung die Beförderungssicherheit der Gäste", erklärt Dr. Josef Burger.

So sieht die neue Bahn am Hahnenkamm aus:

Das "Projekt Brunn" in Kitzbühel

"Leitner ropeways" zeichnet sich dabei bereits für die vierzehnte Anlage in Kitzbühel verantwortlich. In zweijähriger Vorplanung entstand dabei das "Projekt Brunn", das ab dem 4. Mai in die Tat umgesetzt werden soll. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Kitzbühel und Aufsichtsrat Klaus Winkler zeigte sich von der neuen Technik am Berg begeistert: "Wir sehen hier eine enorme Qualitätsverbesserung, die die Schlagkraft am Hahnenkamm deutlich erweitert." Die Beförderungskapazität der neuen Anlage soll bei rund 3.300 Personen pro Stunde liegen. Durch den Einsatz neuester Antriebslösungen, dem sogenannten DirectDrive, soll der Sessellift zeitgleich deutlich weniger Strom verbrauchen.

Quelle: rosenheim24.de

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