Aschewolke: Rund 1000 Flüge fallen aus

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Brüssel - Weil in den Niederlanden und in Großbritannien einige Flughäfen wegen der Aschewolke aus Island gesperrt waren, fallen in ganz Europa rund 1000 Flüge aus.

Die isländische Vulkanasche hat erneut den europäischen Luftverkehr gestört. Von Schließungen betroffen waren am Montagvormittag die Airports im Norden Englands, in Nordirland, in Teilen Schottlands sowie der Flughafen in Amsterdam. Europas größter Flughafen London-Heathrow konnte nach einer nächtlichen Schließung wieder geöffnet werden. Die europäische Flugaufsicht Eurocontrol erklärte, die Aschewolke scheine sich aufzulösen und werde wohl im Laufe des Tages auseinanderbrechen.

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Londons Flughäfen sind wieder geöffnet

Für die Bundesrepublik gaben Deutsche Flugsicherung (DFS) und Deutscher Wetterdienst (DWD) Entwarnung. Aus heutiger Sicht werde der deutsche Luftraum bis einschließlich Pfingsten wegen einer Süd-West-Strömung von der Vulkan-Asche nicht betroffen sein, sagte Sprecher Uwe Kirsche dem DAPD. Eine DFS-Sprecherin erklärte, die Vulkanaschekonzentration im deutschen Luftraum sei derzeit so niedrig, dass es keinerlei Einschränkungen für den Flugverkehr gebe.

Auch für die nächsten Tage sehe es nicht schlecht aus, es könnten jedoch keine weitergehenden Vorhersagen gegeben werden, da sich die Wetterlage schnell ändern könne. Am größtem deutschen Flughafen in Frankfurt am Main gab es am Montag nur vereinzelt Behinderungen. Acht Abflüge und 16 ankommende Flüge würden gestrichen, sagte ein Fraport-Sprecher dem DAPD. Passagiere sollten sich vorab bei ihrer Fluggesellschaft informieren, ob ihr Flug wie geplant stattfinden könne oder ob es zu Behinderungen komme.

Aschewolke löst sich langsam auf

Die Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick, die in der Nacht geschlossen werden mussten, konnten am Montagmorgen wieder geöffnet werden, weil die Aschewolke weitergezogen war. Der Betrieb lief mit Einschränkungen an. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol sollten dagegen bis 14.00 Uhr keine Maschinen starten oder landen. Bereits seit Sonntagnachmittag sind auch Flughäfen in Nordirland, im Norden Englands sowie in Teilen Schottlands betroffen. Ein Sprecher des isländischen Zivilschutzes betonte, die Aktivität des Vulkans Eyjafjallajökull habe nicht merklich zugenommen. Die Situation für den Luftverkehr habe sich aber aufgrund der Wetterlage geändert. 

Nur vereinzelt Flugstreichungen in Deutschland

In Deutschland kam es am Montag zu keinen größeren Behinderungen. Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa rechnete mit einem normalen Flugtag. Von den 1.800 geplanten Flugbewegungen am Montag hätten nur einige wenige Flüge nach Amsterdam am Morgen nicht stattfinden können, sagte Sprecher Thomas Jachnow dem DAPD. Ab 12.00 Uhr sollte jedoch auch die niederländische Hauptstadt wieder angeflogen werden. Reisende hätten kostenlos auf spätere Flüge umbuchen können. Bei Air Berlin kam es zu keinen Einschränkungen. Die betroffenen Regionen würden nicht angeflogen, sagte Sprecherin Nadine Bernhardt. Von den rund 700 Flugbewegungen könnten alle stattfinden.

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings musste bis zum Mittag von den insgesamt 200 bis 250 geplanten Flugbewegungen nur ein Flug nach Dublin annulliert werden. Ob es im Laufe des Tages zu weiteren Behinderungen komme, sei derzeit noch nicht abzusehen, da sich die Wetterlage schnell verändern könne, sagte Sprecher Heinz Joachim Schöttes auf DAPD-Anfrage. Er empfahl deshalb Reisenden, sich auf der Internetseite der Airline über den aktuellen Flugplan zu informieren. Mitte April war wegen der ersten Aschewolke der Luftraum über Deutschland fast 140 Stunden lang gesperrt gewesen. Dadurch fielen geschätzte 40.000 Flüge aus, der Schaden ging in die Milliarden. Seitdem war es immer wieder zu Behinderungen im europäischen Luftverkehr gekommen.

DAPD

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