Aufatmen beim Bayerischen Eishockeymeister aus Waldkraiburg

VR-Raiffeisenbank sei Dank: EHC Waldkraiburg erhält langersehnte Bande

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Daniel Hilpert im Zweikampf im Playoff-Finale gegen Höchstadt vor der maroden, alten Bande, die bald der Vergangenheit angehört.

Waldkraiburg - Der Bayerische Eishockeymeister blickt mit Zuversicht in die Zukunft, denn hinter einem der bedeutendsten Themen der letzten Jahrzehnte kann ein Haken gesetzt werden: Allein durch das großzügige Engagement der „VR – meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf“ wird im Stadion der Löwen, das in Zukunft unter dem Namen „Raiffeisen-Arena“ firmiert, eine Plexiglasbande installiert. Zwar tragen auch die Stadt Waldkraiburg, die Stadtwerke und der EHC selbst etwas zur neuen Bande bei, doch der Mammutanteil wird von der großen bayerischen Genossenschaftsbank getragen. Dank der „VR – meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf“ kann der Eishockeysport in der Industriestadt damit nicht nur bestehen, sondern sich auch positiv und nachhaltig weiterentwickeln.

Die Vorstandschaft des EHC Waldkraiburg um Präsident Wolfgang Klose, Manager Thomas Höfner und Horst Pitter, sowie den erweiterten Vorstandmitgliedern Heinz Vetter und Kurt Aupperle haben anstrengende Wochen hinter sich. Zwar gewannen die Löwen von Trainer Rainer Zerwesz Anfang April die Bayerische Eishockeymeisterschaft und erwarben damit das Recht zur Bewerbung um die Teilnahme an der Oberliga Süd, doch entsprach die bisherige Holzbande mit ihren Netzen nicht mehr den Vorgaben des Deutschen Eishockeybundes (DEB). Trotz positiver Signale der EHC-Sponsoren bezüglich der Oberliga Süd konnte im ersten Schritt eine neue Bande aber noch nicht realisiert werden. So erklärten die Verantwortlichen zunächst schweren Herzens einen Aufstiegsverzicht bzw. eine Nicht-Bewerbung um die Teilnahme an der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands.

Dann jedoch trat die VR – meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf auf den Plan und signalisierte, den Löwen zur Hilfe zu kommen und die Kosten für eine Bande mit Plexiglas komplett zu übernehmen. Viele Gespräche mussten nun geführt werden, zwischen Vorstandschaft, der Raiffeisenbank, der Stadt und den Stadtwerken. Am vergangenen Dienstag konnten die Verträge nun unterzeichnet werden und die Löwen erhalten zur Spielzeit 2016/ 2017 die neue, langersehnte Bande. Das alte Holzungetüm, das in den vergangenen Jahren zunehmend ein Risiko in der schnellsten Mannschaftssportart der Welt darstellte, wird entfernt, die neue Bande noch in diesem Sommer installiert.

„Das ist wirklich eine unglaubliche Geschichte und wir hatten es eigentlich nicht mehr für möglich gehalten. Aber dank der VR-Raiffeisenbank Mühldorf-Altötting, die die Kosten übernimmt, kriegen wir endlich die Bande, die wir uns so lange gewünscht hatten. Wir als Verein hätten es nicht geschafft, die Bande zu finanzieren, durch die großzügige Hilfe und die vertrauensvollen Gespräche der letzten Monate, ist es uns nun aber doch gelungen“ erklärte EHC-Präsident Wolfgang Klose. „Für den gesamten Verein sind das überragende Nachrichten. Nicht nur für die erste Mannschaft, sondern auch für alle unsere Nachwuchsteams. Das Verletzungsrisiko wird extrem verringert und der Eishockeysport in unserer schönen Stadt kann positiv in die Zukunft blicken“ so Klose weiter. Nahezu die kompletten Kosten trägt die „VR – meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf“, die Stadtwerke investieren im Rahmen ihrer Möglichkeiten und auch der EHC Waldkraiburg selbst übernimmt mit dem Abbau, dem Druck neuer Werbeschilder und weiterer Hilfe ebenfalls Kosten von rund 12.000 €.

Welche Auswirkungen die neue Bande auf die Ligenzugehörigkeit des EHC Waldkraiburg in der Saison 2016/ 2017 hat, ist noch komplett ungewiss. Im deutschen Eishockey ist derzeit viel Bewegung und sowohl in der Eliteklasse DEL, der DEL 2, als auch in der Oberliga Süd laufen zahlreiche Gespräche. Am Dienstag trafen sich Verantwortliche der Verbände und der Vereine beider Ligen, inklusive des EHC zu Gesprächen, äußern wird man sich aber erst, wenn alles abgesegnet ist. „Wir äußern uns dazu noch nicht, weil die Gespräche zwischen allen Beteiligten noch laufen und das so vereinbart wurde. Erst wenn der Bayerische Eissportverband (BEV) und der DEB zu einer Entscheidung gekommen sind, werden auch wir entscheiden und bekanntgeben, was wir machen“ erklärte Klose.

In der Oberliga Süd starten nach dem freiwilligen Rückzug des EHC Klostersee bisher nur neun Mannschaften und damit entspricht die Mannschaftsstärke der Liga nicht der erhofften Vorgabe von 12 Teams. Auch aus diesem Grund laufen Gespräche zwischen den verantwortlichen Verbänden über eine mögliche Aufstockung der Oberliga durch Teams aus der Bayernliga. Doch die Löwen wollen einen Schritt nach dem anderen gehen und freuen sich jetzt erst einmal über die neue Plexiglasbande, das großzügige Engagement der „VR – meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf“, die Unterstützung durch die Stadt und die Stadtwerke und somit das tolle Investment in die Zukunft des Eishockeysports in der Sportstadt Waldkraiburg!

Michael Gößl / Pressesprecher EHC Waldkraiburg

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