Wacker: "Keine finanziellen Abenteuer"

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Burghausen - Der SV Wacker sieht sich derzeit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten ausgesetzt. Sogar die Drittligalizenz steht derzeit in der Schwebe:

Die Wacker Burghausen Fußball GmbH kämpft derzeit mit den finanziellen Auflagen, um die Drittligalizenz für die kommende Spielzeit zu sichern. In einer außertourlichen Gesprächsrunde wurden nun die Weichen dafür gestellt, dieses Vorhaben erfolgreich meistern zu können. Wobei alle Verantwortlichen aufgrund des finanziellen Drucks mit offenen Karten spielen möchten und die Schwierigkeit der Aufgabe nicht verharmlosen wollen.

Am gestrigen Freitagabend fand eine außerordentliche Sitzung der Entscheidungsträger statt, die mehr als vier Stunden über die zukünftige Ausrichtung des Profifußballs in Burghausen berieten. Nach eingehender Diskussion kamen die Verantwortlichen, vertreten durch Herrn 1. Bürgermeister Hans Steindl, den Aufsichtsrat der WBFG, dem Hauptgesellschafter der Profiabteilung, den Geschäftsführer der WBFG, sowie Vertreter der Stadionbeteiligungsgesellschaft, zu folgendem Entschluss.

Der Profifußball in Burghausen hat eine hervorragende Zukunftsperspektive. Die U17 und die U19 haben die Möglichkeit in Deutschlands höchste Spielklasse aufzusteigen. Ebenso spielt die U23 in der für die 3. Liga höchstmögliche Liga. Nicht zuletzt deshalb wird für die neue Saison geplant, diese beiden Mannschaften zusammenzuführen. Für die weitere Zukunft ist ebenfalls beabsichtigt, das BFV-Nachwuchsleistungszentrum und den Profifußball näher aneinanderzurü- cken. Dadurch sollen Synergieeffekte genutzt werden, sowie der gesamte Fußball in Burghausen wieder mehr zusammenwachsen. Des Weiteren ist auf diesem Weg das integrale Förderkonzept noch besser umzusetzen. Für Hans Steindl, Bürgermeister der Stadt Burghausen ist, die nachhaltige Nachwuchsförderung eine große Herzensangelegenheit. „Diesen Bereich wird überwiegend die Stadt finanzieren“, verspricht Herr Steindl

Anders als man es aufgrund mancher Berichterstattung glauben mag, ist die Wacker Burghausen Fußball GmbH schuldenfrei“, gibt Florian Hahn Einblick in die finanzielle Situation. Man sei ein seriös geführter Verein, was man auch in Zukunft so beibehalten wolle.

Im Hinblick auf die kommende Saison will man allerdings auch nichts beschönigen, wie Klaus Schultheiss, Aufsichtsratsvorsitzender der WBFG, bestätigt. „Die Lizenzierungsauflagen sind für uns im Hinblick auf die nächste Spielzeit sehr schwierig zu stemmen und wir werden keinesfalls ein finanzielles Abenteuer eingehen.“

Im Klartext heißt dies, dass „das Ganze momentan nur möglich ist, wenn auch die Spieler ihren Beitrag leisten und uns zum Wohle des Vereins finanziell entgegenkommen“, wird Florian Hahn deutlicher. Dies sei auch die Bedingung dafür, dass die Stadionbeteiligungsgesellschaft sowie der Hauptgesellschafter dazu bereit sind, den Profifußball in Burghausen zu halten. „Ohne diese Maßnahme, die wir mit allen Beteiligten vor dem letzten Saisonspiel ausgiebig besprechen werden, wird es mit dem Drittligafußball sehr eng werden“, stellt der Geschäftsführer nüchtern fest.

Deshalb wollen alle Verantwortlichen gemeinsam auf die momentane Brisanz hinweisen. „Unter Berücksichtigung der derzeitigen finanziellen Rahmenbedingungen und den Forderungen seitens des Hauptgesellschafters haben wir ein ambitioniertes Ziel vor uns, welches es unter Zeitdruck zu erreichen gilt“, gibt Klaus Schultheiss bereitwillig zu. „Das Scheitern im Toto-Pokal hat die Lage noch einmal drastisch verschärft.“

Trotz aller Unwägbarkeiten hat man die Flinte in Burghausen noch längst nicht ins Korn geworfen. „Wir haben starke Partner an unserer Seite, die uns nicht in Stich lassen werden“, gibt sich Florian Hahn kämpferisch. „Dennoch sind wir auf weitere tatkräftige Unterstützung angewiesen, um gemeinsam das Ruder herumreißen zu können.“

Pressemitteilung Wacker Burghausen Fußball GmbH

Quelle: rosenheim24.de

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