Skilangläufer Andreas Katz trotz Verletzung optimistisch

"Jetzt bekomme ich noch stärkere Haxen"

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Ruhpolding - Eine schwere zeit macht Skilangläufer Andreas Katz gerade durch. Der 28-Jährige vom Stützpunkt Ruhpolding ist verletzt. Trotzdem bleibt er optimistisch - auch mit Blick auf Olympia:

Andreas Katz kuriert derzeit eine Schulterverletzung aus.

"Schulterklopfer kann ich derzeit keine brauchen", lacht Skilangläufer Andreas Katz und fügt hinzu: "Zumindest keine Klopfer auf die linke Schulter." Die muss der 28-Jährige vom Stützpunkt Ruhpolding schonen.

Nach einer Operation in der Orthopädischen Klinik Marienstift Arnstadt hat Katz mindestens zwölf Wochen Reha vor sich. Im Juli ist er mit dem Mountainbike gestürzt und auf die linke Schulter gefallen. Eine Bagatelle, hat er anfangs gemeint. Die Diagnose Wochen später: zwei gerissene Sehnen.

Die Konkurrenz deklassiert

Besonders ärgerlich, nach einer bereits tollen Saison im vergangenen Winter ist er auch diesmal in einer blendenden Verfassung gewesen. Bei der Zentralen Leistungskontrolle in Oberhof hat er beim Berg- und Crosslauf die Konkurrenz deklassiert und das trotz Schmerzen in der lädierten Schulter. Jetzt nach der OP gibt er sich aber zuversichtlich, ganz nach seinem Motto "Leidenschaft siegt".

"Der Eingriff ist gut verlaufen", sagt er. Die Schulter ist für den Langlauf einer der wichtigsten Körperteile. Aber kein Nachteil ohne Vorteil meint er schelmisch: "Jetzt bekomme ich noch stärkere Haxen und kann vielleicht nächstes Jahr bei der Tour die France starten." Sein bester Freund ist in diesen Tagen der Ergometer.

Kindheitstraum Olympische Spiele

Für den Mann vom SC Baiersbronn ist es die erste größere Verletzung in seiner Karriere. "Ich habe mit sowas keine Erfahrung. Zumindest verliere ich Olympia 2018 nicht aus den Augen." Olympia ist ein Kindheitstraum des Sportlers. Reales Ziel in dieser Saison ist die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Februar im finnischen Lathi. Da ist sogar mit der deutschen Staffel eine Medaille möglich.

Nach schweren sportlichen Zeiten ist Katz im vergangenen Winter der Durchbruch gelungen. Neben dem Traunsteiner Jonas Dobler ist er bester deutscher Starter im Weltcup gewesen. Aus seiner Vergangenheit hat Andreas Katz gelernt, mit Rückschlägen umzugehen. "Ich komme auch aus dieser Situation gestärkt heraus", ist er überzeugt.

Andreas Katz: "Werde gut versorgt und unterstützt"

Nach der vergangenen Saison hat er Kraft geschöpft und Selbstvertrauen getankt. "Ich habe gemerkt, dass ich mithalten kann." Das ist auch beim Deutschen Skiverband zur Kenntnis genommen worden. "Da werde ich gut versorgt und bekomme jede Unterstützung. Auch meine Skifirma Atomic hat signalisiert, mich weiter zu unterstützen."

Durch seine Vergangenheit ist er abgeklärter und in vielen Dingen vorsichtiger geworden. "Wenn du im Leistungssport erfolgreich bist, hast du natürlich ein paar Freunde mehr. Wenn es nicht läuft, erkennst du die wenigen guten." Auf die zählt Andreas Katz besonders. Nur auf die Schulter klopfen, das sollten sie ihm derzeit nicht.

sjh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © sjh

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