Ein Obinger gegen die "Ducati-Fürsten"

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Markus Reiterberger
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Prien/Obing - Markus Reiterberger hat mit seinen 20 Jahren schon einiges erreicht im Rennsport. Doch derzeit hat er auf der Rennstrecke mit zwei "Ducati-Fürsten" zu kämpfen:

Markus Reiterberger aus Obing hat eine steile Karriere hingelegt. Bereits im Alter von acht Jahren saß er schon auf dem Mini-Bike. Neben seinem Vater Thomas weckte auch Rennsport-Legende Ralf "Waldi" Waldmann die Begeisterung des heute 20-Jährigen für den Motorrad-Sport. Ursprünglich wollte er seinem Vater nacheifern und Speedway-Fahrer werden. "Er hat mir das aber mit den Worten verboten: 'Da verdienst du nichts und tust dir nur weh.'" 2003 entschied sich Markus dafür, beim ADAC Mini-Bike Cup anzutreten. Und bereits ein Jahr später war er schon Deutscher Meister. Über den "Red Bull MotoGP Rookies Cup" und den "Yamaha R6 Dunlop Cup" kam er dann zur "Superbike IDM". 2013 holte er sich auf seiner 200 PS starken BMW-Maschine die deutsche Meisterschaft. Wir haben den Obinger jetzt zum Interview getroffen und mit ihm über seine Karriere-Pläne gesprochen:

Zum Ende der letzten Saison hast du die Konkurrenz dominiert. Doch in diesem Jahr bereiten dir zwei Ducati-Piloten Probleme.

Ja. Das ist einmal der ehemalige "World-Superbike"-Pilot Max Neukirchner und der "Superbike-Meister" aus Spanien, Xavi Forés. Im letzten Jahren war die WM schon sehr stark besetzt. Und Ducati ist jetzt mit einem Werksteam und dem neuen "Panigale"-Motorrad eingestiegen. Sie haben eine schlagkräftige Truppe. Die Rundenzeiten haben sich in den ersten zwei Rennen bereits um 1,5 Sekunden gesteigert. Das ist schon heftig. Momentan sieht es so aus, als wäre ich der einzige Fahrer, der es mit den "Ducati-Fürsten" aufnehmen kann.

Woran liegt das?

Sie haben einfach viele Möglichkeiten. Das Motorrad ist an sich schon extrem schnell. Und man kann so viel machen an den Bikes. Natürlich bringt das Werk auch immer wieder neue Teile und Innovationen. Als Privat-Team bist du an dein Serien-Motorrad gebunden und kannst das ausquetschen. Und da sind wir gerade ganz gut dabei.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

Ich versuche mich in dieser Saison einfach so gut wie möglich zu verkaufen und will mein Können unter Beweis stellten. Das kommt jetzt gerade recht, dass Ducati dabei ist. So können die Leute sehen, dass es einen gibt, der da mithalten kann. Und dann hoffe ich im nächsten Jahr den Sprung in die Weltmeisterschaft zu schaffen.

Ist die MotoGP Dein angestrebtes Ziel?

Das ist vielleicht gerade noch eine Liga zu hoch. Für mich ist das Ziel die "Superbike-WM". Das ist die Weltmeisterschaft, bei der die frisierten Serien-Motorräder fahren. Und da habe ich realistische Chancen, mitzufahren.

Wer sind Deine Vorbilder?

Valentino Rossi ist natürlich das Maß aller Dinge. Aber auch mein Nachbar "Waldi". Er hat mir in meiner Karriere schon so viel ermöglicht. Und für mich ist es auch der Wahnsinn, was er früher alles geleistet hat.

Quelle: rosenheim24.de

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