Die Leaderin bleibt!

Lena Bradaric spielt weiter für die Fireballs

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Lena Bradaric

Bad Aibling - Ganz ehrlich: Eine wirkliche Überraschung war es nicht, dass Lena Bradaric ihren FireGirls mindestens ein weiteres Jahr treu bleibt.

Zu eng ist die Verbindung mit der Leaderin, als dass man sich die agile Aufbauspielerin in einem anderen Team vorstellen könnte. Und doch hat sich die viel umworbene Vorzeige-Sportlerin die Entscheidung nicht leicht gemacht. Schließlich haben auch andere Teams ihre Fühler nach Lena Bradaric schon ausgetreckt. Am Ende siegte dann doch die Liebe zur Heimat und die Vernunft: In Bad Aibling kann sie Sport und Studium optimal verbinden. Wir haben Lena interviewt.  

Hallo Lena, erst einmal Glückwunsch zur Entscheidung, ein FireGirl zu bleiben. Was waren die Gründe dafür? 

Der ausschlaggebende Punkt für mich in Bad Aibling eine weitere Saison zu bleiben, war das Team, das Fireballs-Management, sowie mein Studium. Als ich erfahren habe, dass viele Spielerinnen vom letzten Jahr bleiben, sowie Oli als Trainer war ich schon sehr positiv auf diese Herausforderung gestimmt. Außerdem hat mich das Fireballs-Management wirklich überzeugt und mir eine sehr positive Zukunft des Clubs dargestellt. Hier möchte ich vor allem den neuen Geschäftsführer Christian Birmoser nennen. Ich vertraue dem neuen Management zu 100% und freue mich, dass hier soviel Engagement in die Mannschaft und den Verein gesteckt wird. Danke an die Beteiligten! Der letzte Punkt war mein Studium. Ich habe hier in Bad Aibling die Möglichkeit bekommen, meine Bachelorarbeit in der onFire GmbH zu absolvieren. Dies lässt sich für mich super mit der Bundesliga vereinbaren. 

Was ist für Dich das Besondere an den Fireballs

Das  ist die familiäre Atmosphäre im kompletten Verein. Natürlich weiß jeder, dass sich meine eigene Familie sehr für den Club engagiert und dafür bin ich auch sehr dankbar. Nun spiele ich aber eher auf die Fireballs-Family an: Es herrscht ein wahnsinniger Zusammenhalt - die Großen engagieren sich für die Kleinen - die Eltern für die Mannschaften - die Herren und Damen bilden eine Einheit - soviel soziale Projekte für Flüchtlinge, Kinder/ Jugendliche, Schulen, etc.  - alle ehrenamtlichen Helfer leisten unglaublich viel! Das bewundere ich und das schätze ich sehr an den Fireballs! 

Kamst Du vor Deiner Vertragsunterschrift einmal ins Wanken, ob das die richtige Entscheidung war? 

Natürlich überlegt man sich nach Vertragende immer wieder, wo man die kommende Saison spielen möchte und welche Optionen es für einen gibt. Dies habe ich natürlich auch gemacht und eben Pro und Contra der einzelnen Möglichkeiten abgewogen. Die Herausforderung nun endlich mit meinem Heimatverein und er 1. Liga zu bestehen, war aber unheimlich reizvoll für mich und diese Möglichkeit konnte ich nicht ziehen lassen. 

Welche Ziele hast Du Dir mit dem Team gesetzt? 

Meine Ziele für die Saison ist das Erreichen der Playoffs. Natürlich könnte ich jetzt antworten, mein Ziel ist die Liga irgendwie zu halten - aber wäre nur eine höfliche, tiefgestapelte Antwort ;-). Ich möchte jedes Spiel gewinnen. Kein Sportler möchte verlieren. Also wäre es nicht wahr, wenn ich sagen würde „ich möchte nur den Klassenerhalt schaffen“. Ich möchte mit der Mannschaft die Playoffs erreichen und dann werden wieder neue Ziele gesetzt :-) 

Wie sieht's mit Deinen Zukunftsplänen generell aus - machst du mal was, das mit Basketball gar nichts zu tun hat? Meine Zukunft wird immer Basketball beinhalten. Ich liebe und lebe für diesen Sport. Dies ist einfach meine absolute Leidenschaft! Im Februar bin ich mit meinem Bachelor fertig. Anschließend werde ich mich für einen Masterstudiengang bewerben. Somit kann ich schon sagen, dass ich die nächsten Jahre den Fokus erstmal auf Basketball legen werde. Danach weiß ich es noch nicht. 

Wie hast Du Dich auf die Bundesliga-Saison vorbereitet - konntest Du nach dem anstrengenden Durchmarsch in der 2. Liga gut abschalten? 

Ich konnte diesen Sommer super gut abschalten, da ich mit Steffi Pölder „Backpacking" in Thailand, Malaisen und Indonesien war (siehe Foto). Dies war eine einzigartige Erfahrung - eine komplett andere Welt. Du kommst zurück ins schöne Deutschland und hast gelernt, scheinbar einfache Dinge, wie sauberes Wasser, vielmehr zu schätzen. Wir haben soviel tolle Leute auf der Reise kennengelernt. Die Geschichten der anderen Backpacker bleiben einfach im Kopf. Anschließend bin ich noch sehr spontan in die USA geflogen. Dies war wohl der spontanste Trip meines Lebens: Am Freitagabend um 22 Uhr habe ich den Flug nach LA gebucht - 12 Stunden später saß ich im Flugzeug. Es hat sich wirklich gelohnt. Ich hatte eine super Zeit! 

Wie ist Lena Bradaric privat, abseits des Basketball-Parketts?

Hm, wo fange ich an und wo höre ich auf?! :-D... Ihr Journalisten wollt ja immer das Privateste überhaupt hören ;-)… Naja, dann plaudere ich mal aus dem Nähkästchen: Ich habe eine große Leidenschaft fürs Malen. Ich habe mir über dem Sommer eine Art Atelier in meiner Wohnung eingerichtet und verbringe dort nun Nächte vor dem Schreibtisch. Ich höre dann ganz laut Musik, singe in schrägen Tönen und bepinsle meine Leinwände. 

Außerdem habe ich in Thailand sehr viel Yoga gemacht…habe mich manchmal schon wie Julia Roberts in „Eat, Pray, Love“ gefühlt als ich in der Stadt, in der der Film gedreht wurde (Ubud) ein paar Tage verbracht habe. Dies werde ich nie vergessen! Dies will ich während der Saison beibehalten. Für mich ist es eine Art „Entkommen von hektischen Alltag/ Problemen/ etc.“… Yoga ist für mich wie Urlaub für die Seele. Kann ich nur jedem empfehlen :-) Und zu guter Letzt muss ich sagen, dass ich einfach ein super Verhältnis zu meinem Bruder -  vor allem durch die letzten Wochen - habe. Wir trainieren immer zusammen und ich bin echt sehr stolz auf ihn. Er hat sein Abitur geschafft und trainiert wie ein Wahnsinniger. Also lieber Simon (nun mal ganz direkt, weil man das ja doch zu selten macht): "ich hab dich total lieb und ich bin wirklich sehr stolz auf dich!“ 

Zurück zum Sport: Kannst Du Dir vorstellen, einmal woanders zu spielen als bei den FireGirls? 

Woanders spielen reizt mich auf jeden Fall. Ich mag es, neue Leute kennen zu lernen und neue Orte zu erkunden. Somit kann ich mir durchaus vorstellen, wo anders zu spielen. Trotzdem sind die Fireballs einfach meine Heimat und ich hänge sehr an Fans, Verein und Team. Jetzt wird sich erstmal auf die kommende Saison fokussiert und danach schaue ich weiter :-)

Pressemitteilung Andreas Fallscheer TBA FIREBALLS - TuS Bad Aibling Basketball

Quelle: rosenheim24.de

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