Toni Palzer holt Gesamtweltcup

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Toni Palzer beim Aufstieg während des Individual-Rennens.

Berchtesgaden - Mit zwei herausragenden Ergebnissen beim vorletzten Weltcup der Saison hat Toni Palzer in Les Diablerets vorzeitig den Gesamtweltcup gewonnen.

Das Individual-Rennen verlangte am Samstag alles von den Skibergsteigern. Die Spitzengruppe legte die 1.800 Höhenmeter und 22 Kilometer, mit zum Teil halsbrecherischen Waldabfahrten, in unter zwei Stunden zurück.

An der Spitze stellte der amtierende Weltmeister Kilian Jornet Burgada (ESP) seine Form unter Beweis und gewann das Rennen in 1:57:09h vor William Bon Mardion (FRA, 1:58:06h) und Damiano Lenzi (ITA, 1:59:17h). Mit nur 39 Sekunden Rückstand erreichte Palzer als Vierter das Ziel.

„In der letzten Abfahrt habe ich mir den vierten Platz erkämpft. Meine Verfolger Reichegger (ITA) und Sevennec (FRA) sind gegen einen Baum gefahren. Gott sei Dank bin ich sturzfrei durchgekommen“, denkt Palzer an die letzte Abfahrt des Rennens zurück „Es waren zwei Stunden am absoluten Limit. Im Ziel dachte ich mir, ‚nicht schon wieder Vierter‘. Aber fünf Minuten später war ich voll zufrieden mit der Leistung“, resümierte Palzer nach dem Rennen.

„Gute Sachen essen, viel Schlaf und Physiotherapie“, sind nach Palzers Meinung die Erfolgsrezepte, wieso er bereits einen Tag später einen hart erkämpften sechsten Platz im Vertical-Rennen erringen konnte.

Beim Blick auf die Skispitzen sieht man, wie dicht die Abstände im Weltcup sind. Tonio Palzer umrahmt von der italienischen Phalanx.

Im Sekundentakt liefen die Skibergsteiger nach der mit 560 Höhenmetern relativ kurzen Strecke ins Ziel. Toni Palzer fehlten wieder nur 16 Sekunden auf den Dritten. Auch an diesem Tag konnte niemand den Spanier Kilian Jornet halten. Mit einer Siegerzeit von 22:51min kam er knapp vor den beiden Italienern Lorenzo Holzknecht (22:59min) und Manfred Reichegger (23:00min) ins Ziel. „Das Vertical war das brutalste Rennen der Saison. Es war so kurz, deshalb ging gleich vom Start weg die Post ab. 150 Laufmeter vor dem Ziel war ich mir 100 Prozent sicher, dass ich aufs Podest laufe. An einem kurzen steilen Anstieg habe ich die Verfolgergruppe attackiert und dann kam der Hammer bei mir. Dann ging gar nix mehr und ich wurde durchgereicht“, erzählt Palzer mit immer noch schmerzverzerrtem Gesicht.

Toni Palzer ist gezeichnet von den Strapazen des Individual-Rennens. Zwei Stunden am absoluten Limit.

„Langsam spüre ich die lange Saison. Die Spritzigkeit lässt nach und es ist nicht mehr ganz so leicht, die Spannung für die Wettkämpfe herzubringen. Aber die Motivation für die Klassiker (Anm. der Red. Pierra Menta und Patrouille des Glaciers) ist unglaublich hoch“, fasst Palzer zusammen.

Der Spaß kommt bei Toni Palzer aber nicht zu kurz. Am kommenden Wochenende startet er mit seinem Bruder Maxi und seinen beiden Cousins bei der „Wildsaustaffel“, einem Staffelrennen mit zwei Aufsteigern und zwei Abfahrern, im österreichischen Praxmar. Der nächste Höhepunkt ist für ihn am 14. März der Sellaronda Skimarathon, bei dem der Sellastock in den Dolomiten nachts im Zweierteam zu umrunden ist.

Die engen Abstände bei den Rennen spiegeln sich im Gesamtweltcup wieder. Toni Palzer liegt auf einem vor der Saison nicht zu erwartenden fünften Platz. „Ich rechne mir beim letzten Weltcup noch Chancen aufs Podest im Gesamtweltcup aus. Vom 12. bis 13. April findet im norwegischen Tromso der letzte Weltcup mit den Disziplinen Sprint und Individual statt.

Die letzten entscheidenden Meter beim Vertical-Rennen kurz vor der Attacke von Toni Palzer.

Pressemitteilung DAV Skitourenteam Berchtesgaden

Quelle: rosenheim24.de

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