FireGirls ärgerten den Erstligisten

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Steffi Pölder

Bad Aibling - Nur knapp haben die Bad Aibling FireGirls eine Sensation verpasst: Sie haben es dem Erstligisten aus Nördlingen im Pokal richtig schwer gemacht.

In der zweiten Runde des Deutschen Damen Basketball Pokals brachte der Zweitliga-Tabellenführer Bad Aibling Fireballs den Favoriten aus der ersten Liga Friendsfactory Baskets Nördlingen an den Rand einer Niederlage. Zur Halbzeit führten die FireGirls mit 38:37. Der aufopferungsvolle Kampf wurde jedoch nicht belohnt und am Ende siegte der Erstligist erwartungsgemäß. Das Ergebnis von 64:76 hätte noch knapper ausfallen können und macht den Fireballs trotz der Niederlage Mut für die kommenden Aufgaben in der 2. Damen Basketball Bundesliga.

FireGirls mit starkem Start

David gegen Goliath in der 2. Runde des Deutschen Damen Basketball Pokals. Der Zweitliga-Tabellenführer Bad Aibling Fireballs gegen den 6. der ersten Liga Nördlingen-Donau-Ries. Doch von Klassenunterschied keine Spur! Es ging gleich gut los für die FireGirls. Emma Duinker sorgte mit einem 3er zu Beginn für einen optimalen Start. Die Kandadierin machte die ersten 10 Punkte der Aiblingerinnen im Alleingang. Es war ihr Sahne-Viertel und sie machte so viele Punkte wie sonst im ganzen Spiel. Gegen Ende des Viertels häuften sich die Fouls von Aibling und damit die Freiwürfe von Donau-Ries. Der Erstligist entschied so den ersten Durchgang mit 21:18 für sich.

Dann kam jedoch Ciara Iglehart aufs Feld und tankte sich dreimal in Folge erfolgreich durch die Donau-Rieser Defensive. Vorläufiger Höhepunkt: ihr drei-Punkte-Spiel zum 27:23 für Bad Aibling. Die Fireballs versäumte ihre gute Defensive mit dem Ausbau der Führung zu belohnen. So kam Doanu-Ries langsam aber sicher wieder ran und nahm schließlich das Heft in die Hand. Der Ausgleich gelang den Aiblingerinnen erst zwei Minuten vor der Halbzeit durch das Geburtstagskind Julijana Kancevic. Srecan Rodjendan! Das heißt „alles Gute“ auf Serbisch. Alles Gut auch noch zur Halbzeitpause: 38:37 für den Außenseiter aus Bad Aibling.

Erstligist gewinnt die Oberhand

Ein unsportliches Foul von Ciara Iglehart brachte die Fireballs zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas ins Hintertreffen und sie lagen vier Punkte zurück. Einige Ungereimtheiten im Spielaufbau der Gastgeberinnen sowie unglückliche Schiedsrichterentscheidungen wirkten sich nicht gerade positiv auf das Fireballs-Spiel aus. Die Gäste nutzten das gnadenlos zu Punkten. Donau-Ries ging erstmals mit sechs Punkten in Front. Mit einem weiteren drei Punkte Spiel verkürzte allerdings Ciara Iglehart den Rückstand und impfte ihrer Mannschaft neuen Mut ein. Donau-Ries knackte als erste Mannschaft mit zwei Freiwürfen die fünfzig-Punkte-Marke. Das fünfte Team-Foul durch Julijana Kancevic brachte die Fireballs in den letzten drei Minuten des dritten Viertels in Bedrängnis. Donau-Ries traf aber nur jeden zweiten Freiwurf. Dafür gelang Donau-Ries Linda-Lotta Lehtoranta dreißig Sekunden vor Viertelende mit einem Dreier ein Big-Point zum 59:52 für die Gäste.

Die Aufholbemühungen der Aiblingerinnen wurden mit den ersten Punkten im vierten Viertel von Donau-Ries gedämpft. Zwei weitere Punkte und der Rückstand betrug plötzlich sogar elf Punkte. Jetzt musste etwas geschehen, doch es blieben zu viele Gelegenheiten ungenutzt. Lena Bradaric setzte mit einem Dreier noch ein Zeichen und Emma Duinker erkämpfte zwei weitere Punkte nachdenm zwei die Angriffe der Gäste erfolgreich abgewehrt wurden. So kamen die Fireballs normal bis auf sechs Punkte heran. In der Schlussphase mussten die Fireballs das fünfte persönliche Foul von Carla Bellscheidt hinnehmen. Damit starb auch die letzte Hoffnung darauf, hier eine Sensation zu landen. Donau-Ries spielte es ruhig nach Hause  und konnte schließlich mit einem 76:64-Sieg in Bad Aibling in die dritte Runde des deutschen Damen Basketball Pokals einziehen.

Die FireGirls haben einen großartigen Kampf abgeliefert und am Ende nur knapp gegen einen eine Liga höher spielenden Gegner verloren. Es wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen. Die anfängliche Enttäuschung wich dem Stolz darauf einem Erstligisten die Stirn geboten zu haben. Das macht Mut für die kommenden Zweitliga-Aufgaben, denn am Wochenende müssen die FireGirls nach Speyer zum Ligakonkurrenten ehe dann am 2. November das nächste Heimspiel im FireDome gegen Viernheim ansteht.

Pressemeldung TuS Bad Aibling Fireballs

Quelle: rosenheim24.de

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