Raubüberfall-Affäre

Lochte gibt zu: "Bei Story stark übertrieben"

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Im Zentrum der Affäre: US-Schwimmer Ryan Lochte.

Rio de Janeiro - US-Schwimmstar Ryan Lochte hat nach seiner Lügengeschichte über einen angeblichen Raubüberfall bei den Olympischen Spielen in Rio "unreifes Verhalten" eingestanden.

"Ich habe bei der Story stark übertrieben. Deshalb übernehme ich die volle Verantwortung", sagte der 32-Jährige bei NBC.

Lochte, seine Kollegen Gunnar Bentz, Jack Conger und James Feigen hatten behauptet, mit vorgehaltener Waffe überfallen worden zu sein. Dies entsprach nicht der Wahrheit. Die Amerikaner hatten an einer Tankstelle randaliert und später für den entstandenen Sachschaden bezahlen müssen.

Der sechsmalige Olympiasieger Lochte hat zu den Vorgängen seine eigene These. "Man kann es sehen, wie man will. Man kann es Raubüberfall oder Erpressung nennen, oder einfach sagen, dass wir den Schaden beglichen haben", sagte Lochte: "Wir wissen nur, dass eine Waffe auf uns gerichtet wurde und wir unser Geld abgeben sollten."

Bentz hatte zuvor seinen Teamkollegen angeschwärzt, indem er behauptete, Lochte habe "ein Metall-Werbeschild abgerissen, das an einer Backsteinwand lose befestigt war". Dies schrieb der 20-Jährige in seiner Entschuldigung auf der Internetseite der Universität Georgia.

Das US-Olympiakomitee (USOC) hatte am Donnerstag bestätigt, dass der angebliche Raubüberfall eine Lügengeschichte war und drohte den Schwimmern Konsequenzen an. Zudem entschuldigte es sich bei der Gastgeberstadt Rio "und den Menschen in Brasilien".

Wir berichten rund um die Uhr im Live-Ticker von den Olympischen Spielen 2016 in Rio.

sid

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