NBA-Finals: Meister führt 3:1

Guardiola sieht Rekord-Auftritt der Warriors

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Unterstützt die Cavaliers: Ex-Bayern-Trainer Pep Guardiola.

Cleveland - 17 Dreier in einem NBA Finale: Das gab's noch nie. Dieser Rekord beschert Titelverteidiger Golden State Warriors eine 3:1-Führung gegen die Cleveland Cavaliers - alles unter den Augen des EX-Bayern-Trainers.

Stephen Curry - der wertvollste Spieler der NBA - hat in den vergangenen Tagen viel Kritik einstecken müssen. Manche Experten sprachen nach der Niederlage in Spiel drei der Finals gegen Cleveland von einer seiner schlechtesten Partien. Der beste Werfer der Liga hatte Probleme mit den Dingen, die er sonst so gut wie kein anderer kann: Drei-Punkte-Würfe im Korb unterbringen. 402 Stück hatte er allein in der regulären Saison eingenetzt. Nur in den bisherigen Final-Duellen lief es einfach nicht beim MVP. 

Im vierten Duell war alles anders. Curry traf, sieben Mal und schoss sich damit zum Top-Scorer der Partie mit 38 Zählern. Für seinen Trainer keine Überraschung. "Er ist Steph Curry. Es hat seinen Grund, warum er MVP ist. Er dominiert das Spiel nicht mit Größe oder Kraft, sondern mit seinen Fähigkeiten", sagt Steve Kerr. Die Warriors als gesamte Mannschaft trafen - so oft wie kein anderes Team der NBA-Geschichte in einem Final-Spiel. 17 Distanzwürfe landeten im Korb. Zusätzlich zum neuen Rekord holte sich der Titelverteidiger einen 108:97-Sieg und liegt damit in der Best-of-Seven-Serie mit 3:1 in Führung. Ein Erfolg in der Nacht auf Dienstag fehlt zum zweiten Titel in Serie.

Guardiola folgt Einladung der Cavaliers

Über das Ergebnis dürfte sich  Pep Guardiola gar nicht gefreut haben. Der ehemalige Trainer des FC Bayern München nahm in der ersten Reihe Platz - im Trikot von Cavaliers-Superstar LeBron James. "Sie (die Cavaliers/Anm.d.Red.) haben mich eingeladen", erklärt der Spanier unserem Portal. Bereits in seiner Zeit beim FCB hatte Guardiola öfters bei den Bayern Basketballern vorbeigeschaut. "Ich bin großer Basketball-Fan", erklärt er. Ein Besuch bei den NBA Finals war aber auch für Guardiola eine Premiere, wie er bestätigt.

Guardiola sah einen spannenden Schlagabtausch in Hälfte eins. 15 Mal wechselte die Führung. Häufiger als zusammengerechnet in den drei Partien davor. Obwohl die Cavs wenig Würfe trafen, führten sie. Das lag an Tristan Thompson. Etwa 14 Millionen Dollar verdient der im Jahr, in erster Linie für seine Rebound-Arbeit. Sechs Abpraller griff sich Thompson in der Offensive und erarbeitete seinen Teamkollegen Extra-Versuche. Nach dem Wechsel drehte Golden State den Spieß um, dominierte selbst die Bretter. Nicht nur das. Bei den Hausherren schlichen sich Fehler ein. Offensiv verließen sie sich zu sehr auf die individuellen Fähigkeiten ihrer Stars. Defensiv öffneten sich Löcher. Beim Meister saßen jetzt die Distanz-Würfe. Curry mit sieben Stück, Klay Thompson und Harrison Barnes mit je vier waren die erfolgreichsten Schützen von der Drei-Punkte-Linie. 

Zusätzlich beeindruckte Golden State mit seiner glänzenden Verteidigung, die James, den Anführer der Cavs, kontrollierte. Der Forward kam zwar auf 25 Punkte, 13 Rebounds, sowie 9 Assists - in der entscheidenden Phase aber kam er nicht vorbei an der Warriors Wand. Ein Mann machte ihm das Leben auf dem Feld zur Hölle: Andre Igoudala. Die beiden haben eine Vorgeschichte. In den NBA Finals 2015 hatte Igoudala James schon so gut verteidigt, dass er nach dem Final-Sieg zum besten Spieler der Serie ausgezeichnet wurde. Igoudala schafft es als einer der wenigen Verteidiger, mit der Physis und der Geschwindigkeit James' mitzuhalten. "Andre ist brilliant", lobt Trainer Kerr. Igoudala selbst gibt sich bescheiden. "Es braucht fünf Spieler, um James zu verteidigen." 

Trump-Gegner stürmt Spielfeld

In der Schlussphase der hitzigen Partie stand James nochmals im Mittelpunkt. Nach einer Kollision mit Draymond Green, stieg er über den Warriors-Forward, der am Boden lag. Green - emotionaler Anführer der Gäste - schlug James danach zwischen die Beine. Die Attacke blieb allerdings ungeahndet. 

Kurz darauf stürmte ein Fan aufs Spielfeld, riss sich sein T-Shit vom Leib, eher ihn die Sicherheitsbeamten stoppten und in Handschellen abführten. Auf seinen Bauch hatte er sich "Trump sucks" (zu deutsch: Trump ist Scheiße) geschrieben. Der Milliardär Donald Trump kämpft für die Republikaner gegen Hillary Clinton von den Demokraten um das Amt des US-Präsidenten.

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