"Finde ich schon krass"

Polizeieinsatz: Wirbel um Herthas Ben-Hatira

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Änis Ben-Hatira ist erneut mit der Polizei zusammengetroffen.

Berlin - Auf diese Begegnung hätte Änis Ben-Hatira von Hertha BSC gerne verzichtet. Am Freitagabend soll die Polizei mit gezückten Waffen sein Auto angehalten haben.

Mittelfeldspieler Änis Ben-Hatira (25) vom Bundesligisten Hertha BSC hat am Freitagabend eine unliebsame Begegnung mit der Polizei gehabt. Nach einem angeblichen Familienstreit stoppten Berliner Beamte das Auto des Deutsch-Tunesiers und leiteten anschließend ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung gegen Ben-Hatiras Zwillingsschwester Ines ein, da das Gesicht des Hertha-Profis zerkratzt war. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Sonntag auf SID-Anfrage den Sachverhalt.

„Mit gezückten Waffen öffneten sie die Autotüren, wo ein kleines Kind drin saß“, sagte Ben-Hatira der Berliner Morgenpost: „Das finde ich schon krass. Als mich die Polizisten erkannten, beruhigte sich alles wieder, und sie entschuldigten sich bei mir.“

Auslöser der Polizeiaktion waren Anrufe von Zeugen, die einen angeblichen Streit vor einem Restaurant im Bezirk Schöneberg mitbekommen hatten. Ben-Hatira sprach von einem Missverständnis. Nach dem Verlassen des Restaurants habe er gesehen, „dass meine Schwester in einer dunklen Ecke stand, daneben zwei oder drei Männer, die sie an den schlimmen Überfall vor zwei Jahren erinnert haben“. Im November 2011 war Ben-Hatiras Schwester Opfer eines Überfalls in Neukölln gewesen.

„Sie bekam eine Panikattacke. Ich versuchte, sie zu beruhigen. Dabei hat sie mir aus Versehen das Gesicht zerkratzt“, erklärte der tunesische Nationalspieler. Auch wenn er selbst auf eine Anzeige verzichtete, hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Der Klub ist nur wenige Stunden später vom Profi selbst in Kenntnis gesetzt worden. „Änis hat uns am Sonnabendmorgen sofort über die Vorkommnisse informiert“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz.

sid

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