Nach Pfiffen beim Länderspiel

Gomez kritisiert Fans

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Mario Gomez hat die Pfiffe gegen ihn beim Länderspiel der DFB-Auswahl gegen Paraguay zum Anlass für eine generelle Kritik an den deutschen Fußball-Fans genommen.

Frankfurt - Mario Gomez hat die Pfiffe gegen ihn beim Länderspiel der DFB-Auswahl gegen Paraguay zum Anlass für eine generelle Kritik an den deutschen Fußball-Fans genommen.

„Nach dem Tod von Robert Enke haben sich viele Menschen in den Armen gelegen und gesagt, dass sich etwas ändern muss. Knapp vier Jahre später ist offenbar sehr viel vergessen von all dem, was damals Kluges gesagt wurde“, erklärte der Stürmer des AC Florenz in einem Interview der „Welt am Sonntag“.

Gomez bekannte, dass ihn die Misstöne von den Rängen getroffen hätten, äußerte jedoch auch ein wenig Verständnis für die Reaktion der Zuschauer. „Ich fand die Pfiffe nicht schön, aber die Menschen in Kaiserslautern hatten gehofft, dass Miro (Klose, d.Red.) in seinem Wohnzimmer den Torrekord von Gerd Müller einstellt“, sagte der 28-Jährige. Klose war beim 3:3 vor zehn Tagen leer ausgegangen und hatte in der zweiten Halbzeit Platz für Gomez machen müssen.

Die bizarren Rituale der Fußballstars

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Der im Sommer vom FC Bayern München nach Florenz gewechselte Torjäger übte ferner Kritik an der öffentlichen Wahrnehmung des Fußballs, der nur noch Show sei. „Manchmal hat es den Eindruck, als würden in der Gesellschaft nur Katastrophen und Fußball interessieren. Das finde ich bedenklich“, sagte Gomez.

Er könne nicht gutheißen, dass die Spieler permanent unter Beobachtung stünden. Als Profi sei man heute absolut gläsern. „Wenn ein Spieler mal abends weggeht, ist davon spätestens am nächsten Tag ein Foto bei Twitter oder Facebook“, beklagte Gomez.

dpa

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