"Hat Mannschaft weiter entwickelt"

Keller bleibt Schalke-Trainer

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Jens Keller wird bis 2015 Trainer auf Schalke bleiben

Gelsenkirchen - Die Trainerfrage ist anscheinend entschieden: Jens Keller bleibt Cheftrainer bei Schalke 04. Das bestätigte Vereinschef Clemens Tönnies am Freitag mehreren Medien.

Die Entscheidung teilte der Verein am Samstagmorgen via Homepage und Twitter mit. Zuvor hatten die Schalker bereits ihren umworbenen Jungstar Julian Draxler langfristig an sich gebunden, der 19-Jährige unterschrieb bis 2018.

„Jens hat die Mannschaft im vergangenen Dezember in einer äußerst schwierigen Situation übernommen“, wird Sportdirektor Horst Heldt auf der Schalker Homepage zitiert: „Entgegen vieler Widerstände, auch seitens der Öffentlichkeit, hat er unbeirrt und konsequent seine Linie verfolgt und Schalke 04 damit in der Bundesliga wieder auf Kurs gebracht.“ Bei Liga total! sprach Heldt davon, Keller sei „am Anfang durch die Hölle“ gegangen: „Aber er hat sich nicht verrückt machen lassen und ist seinen Weg weitergegangen.“

Zuletzt waren in Gelsenkirchen immer wieder prominente Namen als Nachfolger des nicht unumstrittenen Keller gehandelt worden, unter anderem Stefan Effenberg und Roberto di Matteo. Keller, bis dahin B-Junioren-Coach der Schalker, hatte am 16. Dezember 2012 den beurlaubten Huub Stevens abgelöst und das Team nach holprigem Start unter seiner Regie zuletzt in ruhigeres Fahrwasser geführt.

Laut Heldt habe sich aber nicht nur der „in der Tabelle ablesbare positive Trend“ auf die Entscheidungsfindung pro Keller ausgewirkt. „Wir sind überzeugt von seiner Arbeit, denn wir haben in den vergangenen Monaten trotz aller personellen Engpässe eine Weiterentwicklung unserer Mannschaft registriert“, teilte Heldt mit. Jens Keller verfolge ein schlüssiges Konzept, „mit dem er nicht nur die Spieler, sondern auch alle Entscheidungsträger im Verein von sich und seiner Arbeit überzeugt hat“.

Den Vorwurf, ihm fehle die Ausstrahlung, hat Keller selbst seit seiner Amtsübernahme im Dezember stets energisch zurückgewiesen. Er sei „überall Führungsspieler“ gewesen, Show sei ihm jedoch fremd: „Ich bin schon als Spieler nicht nach einem Tor auf den Zaun gesprungen. Ich war als Spieler sachlich, und so bin ich auch als Trainer. Wenn das dann fehlende Ausstrahlung ist, dann habe ich keine.“

Den vielleicht schwierigsten Job in der Bundesliga übernommen zu haben, hat er trotz des vor allem anfangs scharfen Gegenwindes nicht eine Sekunde bereut: „Ich war auch als Spieler ein Kämpfer. Ich habe mich nach zwei Invaliditäten zurückgekämpft und wieder gespielt. Ich ziehe einen Helm auf und gehe da durch.“

an die Tür zur Champions League 2013/2014.

Kult-Trainer! Echte Typen am Spielfeldrand

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Als Profi bestritt Jens Keller für den VfB Stuttgart, 1860 München, den VfL Wolfsburg, den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt 142 Bundesliga- (2 Tore) und 115 Zweitligaspiele (6 Tore). Von 2007 bis 2009 zeichnete er als Trainer zunächst für die U17 und die U19 des VfB Stuttgart verantwortlich und rückte dann im Sommer 2009 als Co-Trainer in den Profitrainerstab der Schwaben auf. In der Saison 2010/2011 war Keller 59 Tage lang Cheftrainer des VfB Stuttgart. Bei Schalke 04 trainierte er die B-Junioren, ehe er im Dezember vergangenen Jahres zum Chefcoach berufen wurde.

Bei Schalke hatte Keller einen schweren Start, in seine Amtszeit fiel unter anderem das Aus in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul. Doch trotz langfristiger Ausfälle von Leistungsträgern wie Kyriakos Papadopoulos, Ibrahim Afellay, Klaas-Jan Huntelaar oder Jefferson Farfan arbeitete sich das Team mit Keller in der Rückrunde Schritt für Schritt zurück in die internationalen Ränge und klopft mittlerweile bereits wieder

sid

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