EM-Viertelfinale

Italien spielt gegen Deutschland mit Trauerflor

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Das italienische Team, hier vor dem Spiel gegen Spanien, wird Trauerflor tragen.

Bordeaux - Italiens Fußball-Nationalmannschaft wird im EM-Viertelfinale gegen Deutschland am Samstagabend (21.00 Uhr) in Bordeaux mit Trauerflor spielen.

Damit solle der italienischen Opfer bei der Geiselnahme in Bangladesch gedacht werden, teilte Italiens Fußball-Verband mit. Unter den 20 toten Zivilisten beim Angriff auf ein Restaurant in der Hauptstadt Dhaka befinden sich zehn Italiener.

„Die Stunden vor dem wichtigen Spiel sind von der tragischen Nachricht vom Tod italienischer Bürger überschattet worden“, erklärte der Fußball-Verband. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) habe das Tragen eines Trauerflors gestattet, damit die Spieler „im Moment dieser großen Trauer“ ihre Anteilnahme zeigen könnten.

"In Gedenken an die Opfer des Angriffs von Dhaka wird das Nationalteam auf dem Platz Trauerflor tragen", bestätigte der italienische Fußball-Verband auch bei Twitter.

Eine von elf italienischen Geiseln konnte entkommen

Von elf Italienern, die zu den Geiseln in dem Restaurant in Dhaka gehörten, konnte nach Informationen aus dem Außenministerium in Rom nur einer den Terroristen entkommen.

Regierungschef Matteo Renzi erklärte am Samstag in Rom: „Unsere Gedanken, unsere Gebete und unsere Tränen einen sich mit den Tränen der Familien in Dhaka, besonders der Familien unserer Landsleute.“ Italien habe die Pflicht, seine Werte gegen die Terroristen zu verteidigen. Dies sei „der einzige Weg, auf dem wir das Andenken an unsere gefallenen italienischen Mitbrüder ehren können“, sagte Renzi. „Italien zieht sich angesichts der Torheiten derer, die unseren Alltag zerstören wollen, nicht zurück.“

Bei der Geiselnahme waren nach Militärangaben 28 Menschen ums Leben gekommen. Die Belagerung endete am Samstagmorgen (Ortszeit), als Sicherheitskräfte den Tatort stürmten und sechs der sieben mutmaßlich islamistischen Terroristen erschossen. Auch zwei Polizisten starben. Die 20 erschossenen Geiseln kamen alle aus dem Ausland.

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dpa

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