"Werde mir nichts mehr gefallen lassen"

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München - Jetzt ist der Vulkan explodiert! Uli Hoeneß hat auf die neuerlichen Vorwürfe gegen ihn in der Steuer-Affäre reagiert - und wie. Dem Bayern-Präsident ist endgültig der Kragen geplatzt!

Eigentlich sollte Uli Hoeneß beim FC-Bayern-Charity-Golfcup auf Gut Rieden einigen Reportern nur ein paar Fragen zur sportlichen Situation beim FC Bayern beantworten. Doch was die Journalisten dann zu hören bekamen, war die Wiedergeburt der lange verwaisten "Abteilung Attacke" von Uli Hoeneß. "Ich muss da mal was klarstellen", polterte Hoeneß und brachte sich in Stellung, um zu den am Mittwoch bekannt gewordenen neuen Vorwürfen in der Steuer-Affäre Stellung zu beziehen.

"Absurde Unwahrheiten werden nicht wahr, wenn man sie ständig wiederholt. Ich habe meinen Anwalt, Herr Nesselhauf aus Hamburg, gestern gebeten, gegen diesen Wahnsinn vorzugehen und alle juristischen Maßnahmen zu ergreifen, um die Dinge in Ordnung zu bringen", polterte der 61-Jährige.

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

Grund für Hoeneß' Wutausbruch war ein Bericht im "Stern", nachdem sich bei den Steuerermittlern ein Hinweisgeber gemeldet habe, der über einen Anwalt neue und unglaubliche Angaben über Uli Hoeneß’ Finanzgeschäfte gemacht hat. Wichtigste Information in dem Bericht: Auf dem Schweizer Konto des Bayern-Bosses sollen mehrere hundert Millionen Euro gelegen haben!

Bei Hoeneß löste dieser Artikel Empörung aus. "Ich habe manchmal das Gefühl, dass jetzt hier jeder meint, mich verfolgen zu können und ich werde das jetzt nicht mehr weiter zulassen. Damit ist auch alles gesagt. Herr Nesselhauf wird heute alle juristischen Maßnahmen ergreifen, um gegen diesen Wahnsinn im Stern vorzugehen."

Auf die Nachfrage, wie es ihm persönlich jetzt gehe, reagierte Hoeneß sensibel. "Es hängt immer davon ab - wenn in der Öffentlichkeit Ruhe ist, geht es einem gut. Wenn Sie solche unglaublichen Unterstellungen erleben müssen wie ich heute, dann geht es einem natürlich nicht gut. Deswegen habe ich mich jetzt entschieden, mich in Zukunft zu wehren. Ich werde mir in der Richtung nichts mehr gefallen lassen."

Die Staatsanwaltschaft München II hatte in der vergangenen Woche nach monatelangen Ermittlungen Anklage gegen den Bayern-Präsidenten und -Aufsichtsratsvorsitzenden erhoben. Die 5. Strafkammer des Landgerichts München II will bis Ende September über eine Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden. Hoeneß hatte beim Finanzamt Anfang des Jahres Selbstanzeige wegen eines nicht ordnungsgemäß deklarierten Schweizer Kontos erstattet.

mic/wi

Rubriklistenbild: © Christina Pahnke / sampics

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