Wechsel in die Oberliga Süd

"Wenn nicht jetzt, wann dann?" - Löwen steigen auf!

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Waldkraiburg - Die Entscheidung ist gefallen: Der bayerische Eishockeymeister vom EHC Waldkraiburg steigt in die Oberliga Süd auf und spielt damit erstmals seit 1992 wieder in der dritthöchsten Liga Deutschlands.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber mit der neuen Bande, die uns die VR- meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf finanziert und dem Entgegenkommen von BEV (Bayerischer Eissport-Verband) und DEB (Deutscher Eishockey-Bund) werden wir den Schritt nach oben machen“ erklärte EHC-Präsident Wolfgang Klose auf einer eigens dafür anberaumten Pressekonferenz am Sonntag in der Waldkraiburger Raiffeisen-Arena. Lange war spekuliert worden, wie es nun weitergeht, im bayerischen und auch deutschen Eishockey, nachdem sich mit den Hamburg Freezers in der DEL und dem EHC Klostersee in der Oberliga Süd zwei Teams zurückzogen und damit für ein nicht unerhebliches Beben sorgten. Die Oberliga Süd, für welche sich die Löwen durch die Meisterschaft im April die Qualifikation zur Bewerbung und Teilnahme sicherten, stand mit nur neun Teams da. Die Verbände waren alarmiert und so wurde in den letzten Wochen viel gesprochen, verhandelt und nach Lösungen gesucht. Diese wurde nun am letzten Samstag auf der Mitgliederversammlung des BEV beschlossen und einstimmig mit einigen wenigen Enthaltungen abgesegnet. 

Viele Zugeständnisse

Die Löwen sind als Meister neben dem Vizemeister Höchstadt und dem Dritten EV Lindau eines von drei Teams, das der Oberliga Süd zur Sollstärke von 12 Mannschaften verhilft. DEB und BEV machten den Weg mit vielen Zugeständnissen frei: „Wir müssen in der ersten Saison nicht in den Reindl-Pool einzahlen, auch kann unser Trainer Rainer Zerwesz mit seiner Trainerlizenz in der Oberliga coachen. Verbandsabgaben, Schiedsrichter und die Erlaubnis für einige Spieler der anderen Klubs, auch Oberliga zu spielen, wurden auch thematisiert. Wichtig ist aber auch die Verzahnung zwischen Oberliga und Bayernliga, die einen geregelten Abstieg garantiert“ so Klose. Ein starker und interessanter Modus nach guten und konstruktiven Gesprächen zwischen Klubs und Verbandsvertretern, eine große Euphorie nach dem Meistertitel, eine Mannschaft die zusammenhält, starke Fans und Sponsoren und nicht zuletzt die Bande durch das großzügige Engagement der VR- meine Raiffeisenbank eG Altötting-Mühldorf- man möchte zum Thema Aufstieg fast sagen: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Die 12 Teams der Oberliga Süd werden eine eineinhalbfache Runde spielen, die ersten Acht spielen dann noch in einer Platzierungsrunde die Startplätze für die Playoffs aus. Die letzten vier Mannschaften der Oberliga Süd dagegen werden mit den besten Acht der Bayernliga eine Zwischenrunde in zwei Sechsergruppen spielen. Die besten vier beider Gruppen, also acht Mannschaften, starten dann die Playoffs mit dem Viertelfinale und ermitteln den bayerischen Meister. Die vier Teams, die im Rahmen der Playoffs ins Halbfinale einziehen, qualifizieren sich damit automatisch für die Oberliga Süd in der Saison 2017/ 2018- der Weg aus der Oberliga zurück führt also nicht mehr im schlimmsten Fall über die Bezirksliga. 

Personelle Veränderungen

Da in der Oberliga Süd zwei Ausländerstellen vergeben werden dürfen, haben die Bayernligisten vor dem Start der Zwischenrunde dann die Möglichkeit, hier nochmals personell für Veränderungen zu sorgen. „Wir werden zum Großteil mit dem Kader in die Oberliga gehen, mit dem wir in der Bayernliga Meister wurden. Wir werden nicht die halbe Mannschaft austauschen, sondern nur auf einigen wenigen Positionen etwas ändern. Das stand auch nie zur Diskussion“ erklärte Klose, der zunächst mit seinen Vorstandskollegen das Waldkraiburger Bandenproblem löste und sich dann auch in den Verhandlungen mit den Verbänden und Ligenvertretern beriet. Die ein oder andere Veränderung wird es aber geben und einen ersten Transfercoup kündete Klose auch gleich an.

Am letzten Mittwoch wurde die Mannschaft dann eingeweiht und erfuhr aus erster Hand, welche Pläne man hatte, die am Samstag dann zur Abstimmung gebracht wurden. Klar war allen Anwesenden, dass es eine echte Herausforderung wird, nach 24 Jahren wieder in der Oberliga zu spielen. Doch die Mannschaft will sie annehmen und hofft auch, dass die Fans ihnen den Rücken stärken. 

Gerade, wenn es mal nicht so läuft, wie in der erfolgreichen Vorsaison- wovon in dieser starken Liga mit Teams wie Regensburg, Bad Tölz, Landshut, Selb, Deggendorf, Peiting, Weiden, Sonthofen und Schönheide ausgegangen werden muss. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Mannschaft und wir werden wie in den letzten Jahren kämpfen“ erklärte EHC-Coach Rainer Zerwesz. „Das honorieren auch die Zuschauer und ich hoffe, dass sie uns weiter so toll unterstützen wie in den letzten Jahren!“ Und wer weiß, was dem EHC Waldkraiburg dann auf seinem Abenteuer Oberliga, das es nach 24 Jahren auch tatsächlich darstellt, alles gelingen wird!

Pressemeldung EHC Waldkraiburg

Quelle: rosenheim24.de

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