Spitzenreiter! Kirchanschöring triumphiert in Töging

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Es war ein rassiges und hochwertiges Derby zwischen dem FC Töging und dem SV Kirchanschöring. Am Ende jubelten die Gäste über einen verdienten Sieg und den Sprung an die Tabellenspitze.

Aus Töging berichtet Tobias Ruf

"Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!" Nach dem Abpfiff des Landesliga-Derbys zwischen dem FC Töging und dem SV Kirchanschöring gab es auf Seiten der Gästefans und Spieler kein Halten mehr. Gemeinsam mit ca. 200 mitgereisten Schlachtenbummlern feierte der SVK ausgelassen den verdienten 4:1 (0:1)-Erfolg und den damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze.

Denn nach der Niederlage des VfB Hallbergmoos in Freising haben die Gelb-Schwarzen erstmals in dieser Saison den Platz an der Sonne inne. Am kommenden Sonntag kommt es zum direkten Aufeinandertreffen des Spitzenduos, Kirchanschöring könnte seine Vormachtstellung schon bald zementieren.

Zerfahrener Beginn, bitteres Eigentor

Dass dieser Tabellenstand nicht von ungefähr kommt, bewiesen die Männer von Spielertrainer Patrick Mölzl auch im Raiffeisen-Stadion zu Töging. Als Albert Eder (38.) ein unglückliches Eigentor per Kopf unterlief und man den Anschein hatte, der SVK wäre dem Druck, endlich an die Tabllenspitze springen zu könnnen, nicht gewachsen, blieben die Gäste ganz cool und legten in der zweiten Halbzeit eine beeindruckende Leistung auf den grünen Rasen.

Der Reihe nach. Die Partie begann zerfahren, Töging ließ die Gäste durch aggressives Pressing und gutes Zeikampfverhalten nur selten ins Spiel kommen. Spektakuläre Torraumszenen gab es in Halbzeit eins kaum zu bewundern, das Spiel gestaltete sich ausgeglichen.

In der 38. Minute brachte Töging einen Freistoß aus dem linken Halbfeld in den Kirchanschöringer Strafraum, Eder wollte per Kopf zur Ecke klären, traf aber ins eigene Tor.

Leitmeier wird zum Derby-Helden

Mölzl reagierte und brachte nach der Halbzeit Sebastian Leitmeier in die Partie. Der sollte zum großen Helden des Derbys werden und war nach dem Schlusspfiff entsprechend gut gelaunt. "Das war ein super Spiel von uns. Wir sind ein unfassbar geschlossenes Team, mit Rückschlägen können wir super umgehen, das hat man heute wieder deutlich gesehen", sagte der dreifache Torschütze nach dem Spiel im Gespräch mit beinschuss.de.

Keine zehn Minuten war Leitmeier auf dem Feld, da klingelte es zum ersten Mal im Töginger Kasten. In der 53. Minute erzielte der Offensivmann das 1:1, um nur eine Minute später die Anschöringer Führung zu besorgen.

Die Gäste waren fortan die spielbestimmende Mannschaft und drängten die Hausherren immer mehr in die eigene Hälfte. Mit seinem dritten Tor erzielte Leitmeier (61.) nicht nur einen lupenreinen Hattrick, er beseitigte auch alle Zweifel, dass der SVK an diesem Nachmittag Nerven zeigen könnte.

"Habe in dieser Liga kein besseres Team gesehen"

Die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste gaben sich nicht geschlagen und erhöhten noch einmal den Druck aufs Gästetor, doch Torhüter Dennis Kracker und seine Abwehrmänner standen felsenfest und ließen keinen Töginger Treffer mehr zu.

Auf Töginger Seite wurde Andreas Bichlmaier kurz vor dem Spielende mit einer Ampelkarte des Feldes verwiesen. Christian Heinrich war es vorbehalten, dem Spiel mit dem 4:1 den letzten Stempel aufzudrücken, ehe sich Fans und Mannschaft in den Armen lagen.

"Es war ein super Derby. Wir sind natürlich sehr zufrieden und freuen uns über die wichtigen drei Punkte", sagte Mölzl nach der Partie. Sein Kollege Mario Reichenberger fand nach dem Spiel nur lobende Worte für den Gegner. "Das ist spielerisch schon eine echte Nummer. ich habe in dieser Liga kein Team gesehen, dass spielerisch mit Kirchanschöring mithalten kann", sagte der FCT-Coach auf der Pressekonferenz.

Reichenberger muss es wissen. In der vorwoche war der ehemalige Tabellenführer aus Hallbergmoos im Stadion am Wasserschloss zu Gast, in der kommenden Woche kommt es in Kirchanschöring zum großen Showdown.

TSV Eching - SV Erlbach

Der SV Erlbach kann mit dem SVK offenbar nicht Schritt halten, das Team von Robert Berg kam beim TSV Eching nicht über ein 1:1-Unentschieden heraus.

Die Gäste aus dem Holzland kamen gut in die Partie, Ronald Schmidt (17.) brachte den SVE früh in Führung. Doch die Hauhserren ließen sich davon nicht entmutigen und schlugen in der 52. Minute zurück. Negativer Höhepunkt des Spiels war die Gelb-Rote-Karte für Maximilian preuhs, die Schiedsrichter Christian struyk eine Viertelstunde vor Spielende aussprechen musste.

 

Quelle: rosenheim24.de

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