Langeweile nach dem großen Spektakel?

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Auf dem Foto steht Kolbermoor (weiß) vor Traunstein (blau), die Tabelle stellt sich gegenteilig dar

Bezirksliga Ost geht in den 25. Spieltag

So turbulent die Bezirksliga-Saison 2014/15 bisher verlaufen ist, so unspektakulär könnte sie zu Ende gehen. Die Verhältnisse haben sich in den vergangenen Tagen folgenschwer verschoben. Aus den erwarteten Herzschlagentscheidungen könnte letztlich ein ganz entspanntes Saisonfinale werden.

Nach dem Rückzug des 1. FC Miesbach zum Saisonende scheint die Abstiegskonstellation zu stehen. Miesbach wird zum Saisonende auf den letzten Tabellenplatz versetzt, damit wird der bisherige Relegationsrang zum ersten Nichtabstiegsplatz.

Auf diesem steht derzeit der TSV Ebersberg mit 29 Punkten, dahinter der TSV Waging am See mit bereits fünf Zählern Rückstand und die abgeschlagenen Kellerkinder aus Amerang und vom Sportbund Rosenheim (zehn bzw. elf Punkte Rückstand auf Waging)

Damit steht wohl fest, dass Rosenheim und Amerang in die Kreisliga absteigen und Waging mit seinem Coach Werner Lorant in die Relegation geht.

Traunstein-Coach Gawron warnt!

An der Tabellenspitze hat der Sportbund Chiemgau Traunstein inzwischen vier Punkte Vorsprung auf den SV-DJK Kolbermoor, der seinerseits zwölf Zähler Luft auf den dritten Rang hat, den der TSV Kastl einnimmt.

Bereits am Freitag (ab 19:30 Uhr) kann Traunstein das Polster auf Kolbermoor zumindest bis Sonntag auf sieben Punkte ausbauen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg beim Schlusslicht aus Rosenheim.

"Wir schauen nicht auf die Tabelle. Das macht überhaupt keinen Sinn. Wir müssen uns auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren, die werden schwer genug", warnte Traunstein-Trainer Adam Gawron im Gespräch mit beinschuss.de.

"Nicht alles über den Haufen werfen"

"Der Sportbund hat nichts zu verlieren und wesentlich mehr Potenzial, als es die Tabelle ausdrückt. Das haben wir in der Hinrunde gespürt, da haben uns die Rosenheimer zwei Punkte abgenommen", ergänzte der Coach des Tabellenführers.

Nichstdestrotz geht der Sportbund aus Traunstein als klarer Favorit in das Gastspiel am Inn, da hat der Verfolger aus Kolbermoor eine wesentlich höhere Hürde zu nehmen.

Die Mannschaft von Jochen Reil gastiert am Sonntag beim Tabellenachten aus Dorfen. "Wir werden jetzt nicht alles über den Haufen werfen, nur weil wir mal ein Spiel verloren haben. Unsere Mannschaft hat sich von kleineren Rückschlägen immer erholt, das wird auch am Sonntag so sein", sagte Reil im Gespräch mit beinschuss.de.

Feret fällt länger aus

Der Kolbermoor-Coach muss weiter auf Stammtorhüter Marcel Feret verzichten, der bei der letztwöchigen 0:1-Niederlage gegen Ebersberg mit einer Hüftverletzung ausgewechselt werden musste und mindestens drei Woche pausieren muss. Für Feret wird Mario Schmitt das Tor hüten, der aus berufsbedingten Gründen wenig Spiel- und Traingspraxis hat.

"Das ist natürlich ein schwerer Verlust, aber wir werden das als Mannschaft kompensieren. Die Jungs haben viel Charakter, das haben sie die gesamte Saison über bewiesen und werden es auch am Sonntag tun", führte Reil fort.

Doch noch ein "Wow-Effekt"?

Aber Vorsicht Kolbermoor. Der TSV ist ein unangenehmer Gegner und wird dem Zweiten alles abverlangen. Es ist also nicht auszuschließen, dass auch der Kampf um die Meisterschaft schon nach diesem Wochenende vorentschieden ist.

Aber wer weiß. Vielleicht hat die Bezirksliga Ost doch noch einmal einen echten Wow-Effekt in der Hinterhand. Zuzutrauen wäre es dieser unterhaltsamen und bislang so turbulenten Spieleklasse allemal.

Die weiteren Spiele findet Ihr hier

Quelle: rosenheim24.de

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