Kampf- und Arbeitssieg: Wacker klettert auf Rang zwei

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Wacker Burghausen (schwarz) jubelt in Buchbach (weiß)

Im Regionalliga-Derby zwischen Buchbach und Burghausen konnte sich der Gast knapp durchsetzen. In einer hitzigen Partie stießen die Beteiligten mehrmals aufeinander.

Aus Buchbach berichten Tobias Ruf (Fotos) und Max Böning (Text)

„Seit 85 Jahren das Aushängeschild der Region“. Mit diesem Banner verwiesen die Wacker-Fans gleich auf zwei Dinge: Zunächst das Vereinsjubiläum, das sich in diesem Jahre zum 85. Mal jährt. Zum anderen über die Stellung des SVW im Spielkreis. Burghausen habe das Sagen, nicht der TSV Buchbach, der am Samstagnachmittag in der Regionalliga den Konkurrenten zum Derby lud.

SVW übernimmt früh das Kommando

Zumindest über die Favoritenrolle musste man vor der Partie sicher nicht diskutieren: Wacker hat nur Regensburg und die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg vor sich. 32 Zähler mehr als ordentlich. Der TSV rangiert mit neun Punkten weniger auf dem zehnten Platz allenfalls im Mittelfeld, aber mit Rückenwind aus der Partie in Rain, als die Bobenstetter-Truppe einen 0:2-Rückstand noch drehen konnte.

Und so wie es die Tabelle zeigt, so gestaltete sich auch die erste Hälfte über weite Strecken. Burghausen mit deutlich mehr Ballbesitz, ebenso mit mehr Aufenthalt im Strafraum des TSV. Benjamin Kindsvater einer der Aktivposten bei den Gästen, er zog immer wieder von der linken Seite in die Gefahrenzone. Oft wurde er bei seinen Versuchen zurückgepfiffen, SVW-Coach haderte stets mit den Abseitsentscheidungen des Unparteiischen Badstübner.

Tausendprozentige“ zur Wacker-Führung

Spektakuläre Szene dann nach etwa 25 Minuten: Buchbachs Keeper Weber wollte zum Abschlag anlaufen, übersah anscheinend dabei den heranstürmenden Tsoumou, der den Körper gegen den Keeper einsetzte, das Leder eroberte, am strauchelnden Keeper vorbeilief, den Ball aber über das leere Tor schoss.

Die Hausherren konnten allenfalls Nadelstiche setzen in den ersten 45 Minuten: Nach Flanke von Brucia fand Dotzler keinen Abnehmer im Strafraum, ein Freistoß von Maxi Drum aus fast 40 Metern schlug erst auf dem Rasen auf, wurde lang und länger und landete schließlich in den Armen von Alex Eiban.

Treffer fast direkt mit dem Wiederanpfiff

Direkt nach der Pause Freistoß für die schwarz gekleideten Gäste: Den führte natürlich Kapitän Burkhard aus, der das Spielgerät hoch in die Mitte brachte. Dort stieg Kindsvater am höchsten, er drückte den Ball per Aufsetzer in Richtung Tor, der Ball zappelte im Netz – Weber sah unglücklich in dieser Situation aus.

Doch Buchbach nun agiler und um einiges präsenter, als noch in den ersten 45 Minuten: Petrovic und der zur Pause eingewechselte Patrick Drofa vergaben in Überzahl auf den Buchbacher Kasten laufend – keine zehn Minuten waren nach dem Gegentor bis dahin gespielt.

Qualität des Spiels nimmt ab

In den nächsten Minute zeigte sich die Begegnung sehr zerfahren, die Bälle kamen nicht mehr an, einige ruppige Fouls störten den Spielfluss in der SMR-Arena in Buchbach. Das Schiedsrichter-Gespann zeigte beiden Teams mehrere gelbe Karten.

Hitzig ging es weiter im Derby, eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit kam es sogar zu einer Rudelbildung an der Auswechselbank der Gäste. Fast 120 Sekunden brauchte es, bis alle Gemüter wenigstens ein bisschen heruntergefahren waren.

Partie auf Messers Schneide

Der TSV agierte gegen Ende des Derbys deutlich offensiver, das Spiel immer noch nicht entschieden. Das öffnete Wacker natürlich mehr Räume: Tsoumou eroberte sich das Leder in der eigenen Hälfte und legte quer zu Duhnke. Der Burghauser Toptorschütze machte aber gleich drei Hacken zu viel und vergab den zweiten Treffer für den SV. Noch mehr Pech hatte Valonis Kadrijaj, der per Kopf nur den Pfosten traf.

Nach weiteren hitzigen Szenen war schließlich Schluss in Buchbach. Die Gäste aus Burghausen behalten im Derby knapp die Oberhand und werden für einen dominanten Auftritt in den ersten Spielhälfte belohnt. Wacker klettert mit dem Auswärtsdreier sogar an Nürnberg vorbei auf Rang zwei, die gegen Augsburg nur remis spielten.

 

Quelle: rosenheim24.de

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