Direkt: „Rotzfrech? Vielleicht spiele ich noch zu nett!“

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Korbinian Linner (r.) hat das Vertrauen von Coach Patrik Peltram

Fast der ganze Spielkreis war letzte Saison hinter ihm her, der TSV 1860 Rosenheim hat ihn sich geschnappt - Korbinian Linner! Im Interview spricht er unter anderem über den Sprung von der Kreisliga in die Bayernliga und welche Rolle Coach Patrik Peltram dabei spielt.

beinschuss.de-Reporter Mano Bonke: Korbi, weißt du eigentlich, dass du mir letzte Saison den brutalsten Beinschuss gegeben hast, den ich jemals bekommen habe? Beim Auswärtsspiel mit dem SVO in Griesstätt, an der Auslinie auf einen Meter Radius. Ich bin mir vorgekommen wie ein Depp...Korbinian Linner: Nein, das weiß ich leider nicht mehr. Aber ich fand das in dieser Situation bestimmt cool, dass ich die getunnelt habe (lacht).Aber jetzt in die Gegenwart und zum letzten Spiel gegen Kottern: Was war es für ein Gefühl, dein erstes Tor in der Bayernliga zu erzielen?Korbinian Linner: Das Gefühl war überragend! In erster Linie, weil es für die Mannschaft in diesem Spiel ein ganz wichtiges Tor war. Für einen Stürmer ist es aber immer geil, ein Tor zu schießen. Egal ob im Training oder im Spiel. Wie findest du deine neue Position als Stürmer? In Griesstätt hast du ja überall gespielt.Korbinian Linner: Auch überragend! Aber so neu ist die Position ja nicht für mich, die habe ich in der Kreisliga auch schon gespielt. Im Endeffekt ist es mir egal wo ich spiele, hauptsache ich stehe auf dem Platz. Das ist für mich das wichtigste, weil ich es einfach liebe, Fußball zu spielen.Es ist ein riesen Schritt von der Kreislige in die Bayernliga. Wie hast du es geschafft, dich in so kurzer Zeit an das verdammt hohe Niveau zu gewöhnen?Korbinian Linner: Das weiß ich ehrlich gesagt selber nicht genau. Es ging ja alles so wahnsinnig schnell. Aber es hilft dir enorm, wenn du in jedem Training und Spiel alles gibst, Tipps von Trainern und Mitspielern anzunehmen und auch umzusetzen. Einfach Spaß am Fußballspielen haben aber gleichzeitig mit vollem Ehrgeiz dabei sein!Du warst der begehrteste Spieler im ganzen Landkreis. Neben den Sechzigern waren auch der SBR und der SV Ostermünchen an dir dran. Wie hast du das erlebt und warum hast du dich letztendlich für 1860 Rosenheim entschieden?Korbinian Linner: Für mich war ja im Winter schon klar, dass ich im Fußball einen neuen Weg einschlagen werde und höherklassig spielen will. Das Interesse von anderen Vereinen ehrt einen natürlich sehr, aber davon darf man sich nicht verrückt machen lassen. Ich habe mich für Sechzig entschieden, weil in der Mannschaft ein super Klima herrscht. Schon beim Probetraining habe ich festgestellt, dass ich mich mit jedem verstehe. Außerdem wird hier sehr auf junge Spieler gebaut und ich wollte schon immer mal mit meinen Cousin (Anm.d.R.: Georg Lenz) in einer Mannschaft spielen. In einem unserer Facebook-Kommentare hat ein bekannter Amateur-Fußball-Fan deine Spielweise als rotzfrech bezeichnet. Spielst du wirklich so frech auf?Korbinian Linner: Das ist die Meinung einer einzelnen Person. Ich Spiel einfach meinen Stil und jeder kann sich seine eigene Meinung bilden, was er von meiner Spielweise hält. Der eine meint vielleicht sie ist zu nett, der andere sagt sie ist rotzfrech. Für mich ist wichtig, dass ich mich immer weiter verbessere und alles gebe und gute Leistung bringe und nicht was andere über mich sagen.Welche Rolle spielt Patrik Peltram bei deiner Entwicklung in der Vorbereitung und zum Saisonstart?Korbinian Linner: Eine ganz große Rolle! Er hat mir von Anfang an sehr viel Vertrauen gegeben und selbst bei Fehlern gleich wieder Mut zugesprochen und hat immer Tipps, wie ich was besser machen kann. Es ist für mich sehr wichtig, das Vertrauen vom Trainer zu haben. Das will ich mit Leistung zurückzahlen!Was bereitet dir in der höheren Spielklasse noch Schwierigkeiten?

Korbinian Linner: Schwierigkeiten? Gibt‘s keine! Schmarrn, Spaß bei Seite. Jeder hat Schwachstellen, die er ausmerzen muss. Bei mir liegt die beispielsweise noch im taktischen Bereich. Aber man darf sich nicht auf seine Schwierigkeiten vertiefen, denn jeder kann sich überall verbessern. Ich versuche mich in jedem Training und Spiel weiterzuentwickeln - mit Patrik´s Unterstützung.Was ist dein persönliches Saisonziel?

Korbinian Linner: Ich will so viele Minuten wie möglich spielen, am liebsten immer! Der Mannschaft möchte ich mit Toren und Vorlagen helfen, erfolgreich zu sein. Oberste Priorität ist aber erstmal den Klassenerhalt zu sichern.Zum Schluss: Was glaubst du, kann dein Ex-Verein aus Griesstätt in dieser Saison reißen?Korbinian Linner: Hoffentlich spielen sie vorne mit. Aber ich glaube, dass es eine schwierige Saison wird, die Gruppe ist stark besetzt. Außerdem haben die Griesstätter ihr System umgestellt und es braucht natürlich Zeit, bis das verinnerlicht wird. Aber ich wünsche ihnen natürlich das Allerbeste und schau so oft es geht zu!

Quelle: rosenheim24.de

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