Beinschuss Direkt: Der stürmende Torwart ist zurück in Buchbach

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Als Torhüter und Stürmer gefürchtet - Sandro Volz im Trikot des TSV Buchbach

Der TSV Buchbach freut sich auf die Rückkehr eines alten Bekannten: Beinschuss.de traf Sandro Volz zum Interview, der in den vergangenen Spielzeiten seine Stürmer-Fähigkeiten verbesserte.

Nach zwei Bayernliga-Spielzeiten in Buchbach hatte die berufliche Weiterbildung für den Torhüter Priorität, der sich deswegen dem SV Eichenried anschloss und dort als Mittelstürmer auf Torejagd ging. Im Winter wechselte Volz nach Pullach und stiegt mit dem SV in die Bayernliga auf. Seit seinem Siegtreffer im Derby gegen den TSV 1860 Rosenheim ist Sandro Volz ein Held in Buchbach, nun hat er sich nach kurzer Abstinenz für eine Rückkehr entschieden. Beinschuss.de traf den 27-jährigen Torhüter zum Interview. 

beinschuss.de: Hallo Sandro, nach drei erfolgreichen Jahren in Pullach hast du dich nun für einen Wechsel zurück zum TSV Buchbach entschieden. Was waren deine Beweggründe?

Sandro Volz: Ich bin mittlerweile 27 Jahre alt und will unbedingt Regionalliga spielen. Wer weiß, ob sich diese Möglichkeit noch einmal ergibt.

Falls der SV Pullach die Regionalligalizenz beantragt hätte, hättest du dich genauso entschieden?

Volz: Nein, wenn der SV Pullach die Lizenz beantragt hätte, wäre ich natürlich geblieben. Ich bin mir sicher, dass wir das sportlich auch geschafft hätten, die Mannschaft hat auf jeden Fall Regionalliga-Niveau.

Wie haben der Trainer und die Spieler auf deine Entscheidung reagiert?

Volz: Jeder Fußballer versteht meine Entscheidung, das ist auch in Pullach der Fall. Die Mannschaft, der Trainer und auch Manager Theo Lidl haben sehr verständnisvoll reagiert und werden mir keine Steine in den Weg werfen.

Wie hat die Mannschaft den Lizenzverzicht aufgefasst? Habt ihr damit gerechnet? 

Volz: Jeder hätte sich natürlich gewünscht, dass der Verein und die Stadt die Auflagen erfüllen und alles dafür tun, dass in der kommenden Saison in Pullach Regionalligafußball gespielt wird. Wir wussten, dass es nicht einfach wird, deshalb hat der Großteil der Mannschaft schon damit gerechnet.

Was habt ihr euch für die restlichen Spiele vorgenommen? Ist die Luft nach der Meldung raus?

Volz: Nein die Luft is auf keinen Fall raus. Wir Spieler wollen unbedingt Meister werden, das ist auch weiterhin unser Ziel, mit oder ohne Aufstieg.

Du hast bereits vor deinem Engagement in Pullach beim TSV Buchbach gespielt, was ist dir aus dieser Zeit besonders positiv aber auch negativ in Erinnerung geblieben?

Volz: Positiv in Erinnerung geblieben ist mir natürlich das Derbytor gegen den TSV 1860 Rosenheim sowie der Aufstieg in die Regionalliga. So etwas erlebt man als Fußballer nicht allzu oft. Negativ war die Anfangszeit beim TSV. Nach den ersten acht Spielen standen wir auf dem letzten Tabellenplatz.

… der Siegtreffer im Inn-Salzach-Derby gegen den TSV 1860 Rosenheim. Erzähl uns doch noch einmal, wie genau kam es dazu?

Volz: Das erzähle ich sehr gerne noch einmal. Im Abschlusstraining am Freitag kam der Trainer Anton Bobenstetter zu mir und meinte: Sandro,  morgen steht der Dominik (Süßmaier d. Rede) im Tor. Wir haben keine Spieler mehr und du musst deshalb als Feldspieler mit auf die Bank. Beim Stand von 1:1 konnten wir nur noch einmal wechseln. Bobenstetter fragte uns Auswechselspieler: Wer von euch schießt jetzt das Siegtor? Ich zögerte keine Sekunde und antwortete: Trainer hier bin ich. Der Rest ist bekannt. Eingewechselt wurde ich in der 69. Spielminute, nur zwei Minuten später erzielte ich den Siegtreffer zum 2:1. Diese Geschichten schreibt nur der Fußball.

Nach dem Abgang von Mijo Stjepic, wird beim TSV Buchbach auch in der Offensive ein Platz frei. Gibt es in der Regionalliga ein Comeback von Sandro Volz als Feldspieler?

Volz: (lacht) Meine Aufgabe ist es in erster Linie, das Tor sauber zu halten. Aber ich sag niemals nie!

Die Regionalliga Bayern wird von Jahr zu Jahr attraktiver und stärker, auf welche Mannschaft freust du dich am meisten?

Volz: Auf die Begegnungen im Grünwalder Stadion gegen den TSV 1860 München, falls die erste Mannschaft den Klassenerhalt schafft, und die kleinen Bayern freue ich mich ganz besonders. Ein absolutes Highlight wäre es natürlich, wenn mein Jugend- und Ausbildungsverein, die SpVgg Unterhaching, absteigt. Ich hoffe allerdings, dass die Mannschaft noch einmal die Kurve kriegt und auch in der kommenden Saison in der dritten Liga an den Start geht.

Der Aufwand in der Regionalliga Bayern ist extrem hoch, du wohnst in München und bist beruflich voll eingespannt. Wie kriegst du das in der kommenden Saison alles unter einen Hut?

Volz: Beruflich sehe ich keine allzu großen Probleme, das alles unter einen Hut zu bekommen. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und habe sehr flexible Arbeitszeiten. Ich habe Glück, dass mich meine Freundin Antonia, die ich im Juni heiraten werde, wo es nur geht unterstützt. Sie ist, was den Fußball angeht, sehr verständnisvoll, das macht es für mich deutlich einfacher.

Welche Rolle haben der Trainer Anton Bobenstetter und dein Kumpel Aleksandro Petrovic bei deiner Entscheidung gespielt?

Volz: Ich habe mit Anton viele gute Gespräche geführt. Natürlich spielt der Trainer bei einem Wechsel eine wichtige Rolle. Es freut mich sehr, dass ich wieder mit meinem besten Freund auf dem Platz stehe, entscheidend war das allerdings nicht, in Pullach habe ich auch mit einigen sehr guten Freunden zusammengespielt.

Viel Erfolg in Buchbach und danke für das interessante Gespräch!

Quelle: rosenheim24.de

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